Ehe


 

Wenn

die Ehegatten

nicht beisammen lebten,

würden die guten Ehen häufiger sein.

 

(siehe auchCoolidge-Effekt“  ;-)                                                - Friedrich Nietzsche                                          

 

Gute Ehe/schlechte Ehe...,

lieber Friedrich, jetzt gibt die gute alte "Ehe" ihren Geist auf.

 

Die Ehe...

hatte ihre Zeit.

 

Für eine bestimmte Epoche bot sie der Frau Schutz. Wir wechseln jetzt in eine andere. Ein Rudiment aus der Zeit der Ehe: Wir geben den Frauen immer noch nicht den gleichen Lohn für die gleiche Leistung! Warum eigentlich nicht?

 

Einwand: "Wir Frauen müssen ihn (den gleichen Lohn) FORDERN!"

 

In einer unbewußten Gesellschaft kannst du so viel fordern, wie du willst - du bekommst es nicht. 

In einer bewußteren wird dir „gleicher Lohn" kampflos (!) serviert.

 

Die Ehe

hatte ihre Schutzfunktion

in einer (größtenteils) unbewußten Gesellschaft. 

 

In unserer Gesellschaft braucht man die Ehe nicht "über Bord werfen wollen", sie verschwin-det... von ganz allein.

 

 

Und alle (möglichen) Formen von Lebensgemeinschaften wer-den selbstverständlich werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

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Ehe  . . . gescheitert ?

 

 

Es gibt keine gescheiterte Ehe.

So wenig, wie es eine erfolgreiche Ehe gibt.

 

An welchen Maßstäben könnte man den Erfolg einer Ehe messen wollen:

  • An der gemeinsam verbrachten Zeit bis zur Scheidung?

  • Am Vermögenszuwachs?

  • An der Zahl der gemeinsamen Kinder?

  • An was sonst?

 

Beziehungen

sind grundsätzlich

nicht auf Dauer angelegt.

 

Was aber nicht heißt, daß es nicht auch ein paar oder sogar viele Ausnahmen gibt. Einige reichen sogar bis zum Tod eines der beiden Partner. Dennoch ist dieses Andauern kein Naturgesetz. Oftmals wirken dort vielmehr die Gesetze der Trägheit und der Gewohnheit und zwar so stark, daß sie eine rechtzeitige Veränderung vereiteln.

 

Die Beziehungen zwischen Menschen sind nicht statisch.  Sie sind in andauernder Veränderung – ob den Beteiligten das Phänomen bewußt ist, oder nicht.

 

Es gehört eine gute Portion Wahrnehmungsfähigkeit dazu, um den Moment der Reifung, also den Trennungs-Zeitpunkt sehen und einigen Mut und Wahrheitsliebe dazu, um die neue Situation in der Folge kommunizieren zu können. 

 

Auf dem Mühlberg
Auf dem Mühlberg

 

Scheidungsfest

 

  

Wenn wir wollen, daß die Romantik keine unnötigen Blessuren bekommt, sollte bereits am Tag der Heirat das erforderliche Geld für die Trennung sicher verwahrt zurückgelegt sein.

 

Wir dürfen das Ganze feiern: Den Anfang, den Zenit, und auch das Ende.

 

Das Hochzeitsfest markiert nur den Anfang und nur die eine Hälfte des Ganzen.

 

Zum Scheidungsfest – am Ende der Beziehung – sollte dem entsprechend die gleiche Anzahl an Personen geladen werden, wie schon zur Hochzeit. Das macht das Ganze rund und freundlich.

 

Von der netten, aber naiven Vorstellung, daß irgend eine Beziehung (welcher Art auch immer) bis zum Tode eines Partners reicht, ist eine anachronistische. Die Umdrehungszahl ist derart hoch, daß Lebenspartnerschaften künftig die Ausnahme bilden werden.

 

Zur Erwachsenenreife gehört unabdingbar, 

die Dinge wahrheitsgemäß sehen zu können.

 

Das ist auch keine Katastrophe, sondern zeigt uns, daß wir reif genug sind für den Reichtum, den uns jede einzelne Beziehung schenkt. Das Leben ist halt wenig zimperlich: Es schert sich weder um Traditionen, noch um unsere romantischen Vorstellungen.

 

Sehr bewußte Partner...

können irgendwo in der Mitte ihrer Beziehung dann auch noch das Bergfest feiern. Zu seiner Terminierung braucht es aber ein bis heute ungewöhnlich hohes Seh- und Wahrheitsvermögen!  

 

So sehr wir auch versuchen, eine Beziehung hinter Schloß und Riegel zu bringen, sie „sicher“ zu machen..., es gelingt uns nicht.

 

Beziehungen gehen

so lange, wie sie gehen.

 

Und die Liebe... ist so großartig. Bloß eines ist sie nicht: Sie ist nicht treu.

 

Den Körper können wir zur Treue verpflichten, nicht aber die Liebe.

 

 

Liebe

 

 

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Die Ehe - ein Versuch

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Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist.“

Oscar Wilde

Die Ehe ist ein gewöhnlicher Handelsvertrag.

 

Ge- und verkauft werden vermeintliche Sicherheit, Hege von Bezie-hung und Nachkommenschaft, Akzeptanz (groß-)familiärer Gepflo-genheiten, sexuelle Exklusivität, sexuelle Zugänglichkeit, sexuelle Enthaltsamkeit in Bezug auf alle weiteren Möglichkeiten, Bestän-digkeit, Zuverlässigkeit, Vorhersagbarkeit, Einplanbarkeit – bei weitgehendem Ausschluß von Ehrlichkeit, Authentizität, Spontanei-tät u.a. Eines der wichtigsten Vertrags-Elemente: „Instandhaltung und Pflege der Illusion“.

 

Lebenslange Vertragstreue wird vorausgesetzt.

 

Bezahlt wird in einer Währung, die derzeit nicht sonderlich hoch im Kurs steht..., mit der Freiheit.

 

 

 

 

Liebe ist... vollkommen

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"Nicht die Vollkommenen, sondern die Unvollkommenen brauchen unsere Liebe."

– Oscar Wilde

 

Hier wird ein vermeintliches Defizit in Sachen Zuwendung (Bedürf-tigkeit) mit Liebe verwechselt.

 

Zudem können wir Liebe nicht handhaben wie einen Gegenstand: Wir können Liebe nicht „geben“. Wenn wir in Liebe sind, strahlt sie. Aber das haben wir nicht in der Hand. Wir können sie auch nicht wie einen Laserstrahl auf jemanden richten. Wenn Absicht im Spiel ist, ist es nicht Liebe. Liebe geschieht außerhalb unseres Willens.

 

Außerdem: Niemand „braucht“ Liebe. Wir können uns vor lauter Liebe gar nicht retten :-) Wenn wir uns ihr nur ein wenig öffnen: Sie ist immer da. 

 

Vollkommen/Unvollkommen ist im Feld der Liebe ebenfalls Quatsch. Der Verstand wertet, das Ego wertet, aber die Liebe... wertet nicht. Niemand wird von ihr bevorzugt oder übersprungen.

 

Und noch etwas: "Unsere", "meine" oder "deine" Liebe gibt es auch nicht. Liebe ist niemals jemandes Eigentum. 

 

Der Satz des Oscar Wilde ist vollkommener Quatsch.

 

 

 

 

 

   Die Liebe allein

   versteht das Geheimnis, andere

   zu beschenken und dabei selbst reich zu sein.

 

    – Clemens von Brentano

 

 

 

Ja, so ist die Liebe. 

 

Sie behält ihren Reichtum,

während sie sich verströmt.

 

   

 

 

Auslauf-Modell

 

 

Wir tun uns zwar schwer, nehmen aber gaanz langsam nehmen wir Abschied von der BESITZ-ergreifenden „Liebe“. Die Intelligenz ist es, die uns auf neue Wege „zwingt“.

 

Die Ehe ist ein

Auslaufmodell.

 

Sie stammt noch aus der Zeit, in der die Frau rechtmäßiges Eigen-tum, also bloß eine „Sache“ des Mannes war.

 

 

 

    Die Katholiken terrorisieren das Land mit einer Auffassung

    vom Wesen der Ehe, die die ihre ist und die uns nichts angeht. 

 

– Kurt Tucholsky        

 

 

  

Polyamorie ist das neue, sich in Umlauf befindliche Mode-Wort. Es geht um die liebevollere, intelligentere Art, sich auf einander zu beziehen.

 

So wird probiert, im Zwischenmenschlichen ohne „Eigentums"-Denken auszukommen, also ohne der Eifersucht noch viel Raum zu geben. Das Konvolut an Erwartungen wird von diesen Menschen bereits aus Gründen der Einsicht und des erhöhten Maßes an Intelligenz selbsttätig reduziert.

 

Das Maß an Freiheit nimmt entsprechend zu. 

 

Je höher der Grad der Geistigen Reife, desto geringer der Einfluß irgend einer einschränkenden Moral, Je stärker die Bewußtheit der Beteiligten, desto geringer die Verselbständigung störender Emotionen, desto weniger Dramen.

 

 

 

 

Patenschaft

 

  

Die Ehe ist ein Vertrag zum wechselseitigen und ausschließlichen Gebrauch der Geschlechtsteile zwischen Mann und Weib.“

 

– Immanuel Kant

Es gibt etliche Formen von Familie.

 

Die Ehe wurde innerhalb der Familie bisher – insbesondere gegen-über den Kindern – als eine Art Monopol auf (z.T. gegenseitige) FürsorgePflicht verstanden.

 

Das Auslaufmodell Ehe ist aber nur ein kleiner – zwar möglicher, jedoch kein unbedingt erforderlicher – Teil von ihr. 

 

Dem Wandel von "Familie" in der Gesellschaft ist Rechnung zu tragen.

 

Da inzwischen aber auch andere Lebensgemeinschaften als der monogamen hetero-sexuellen das Fürsorge-Recht beanspruchen, bedarf es einer Änderung der diesbezüglichen Gesetze, denn die sexuelle Vorliebe darf nicht als Qualifikations-Kriterium für den Bereich „Verantwortung für Kinder“ durch den Staat bewertet werden.

 

Also muß die sexuelle Neigung von der Verantwortung für Kinder getrennt werden.

 

Demzufolge sollte der „Stand der EHE“ umgewandelt werden in eine EVP, in eine „Eingetragene Verantwortliche Patenschaft“.

 

Patenschaft = Freiwillige Verflichtung zur Fürsorge.