Die Interessen des Anderen

 

 

Den Wust an Handels- und Vertragsgesetzen (einschließlich der entsprechenden juristischen Blase) bräuchte es nicht zu geben:

 

Lauterkeit genügt.

 

Vertrag = kommt von vertragen, sich vertragen, sich die Wahrheit sagen, sich auf die Zusage des Anderen verlas-sen können (4).

 

Das bedarf keiner kostspieligen Prozedur und keines Aufwands, es genügt ein Händedruck. Sogar ein Blick in die Augen des Vertrags-partners genügt. Aber das braucht eine gewisse Geistige Reife auf beiden Seiten: Es genügt die... Lauterkeit in der Absicht.

 

Klage = kommt von klagen, sich beklagen, sich bei einem Dritten beschweren, über die Unzuverlässigkeit und Un-ehrlichkeit des Anderen (2).

 

 

Eine Frage der Intention

 

Ehrlichkeit und Respekt vor den Interessen

des Anderen macht viele Behörden überflüssig.

 

Es ist die dunkle Seite des Menschen, die erst den Staat begründet. Sie macht den starken Staat notwendig, soll eine Gesellschaft (aus großenteils Ego-zentrierten Menschen) nicht im Chaos versinken.

 

In einer Gesellschaft, die ihren Rahmen etwas intelligenter gestal-tet, wird man bereits in den frühen Jahren... die Aufmerksamkeit mehr auf die helle Seite des Menschen lenken.

 

 

 

 

Opposition

 

 

Nur wer das Herz hat zu helfen, hat das Recht zu kritisieren.“

 

– Abraham Lincoln

 

Das Recht auf Opposition sollte ein konstruktives sein und des-halb nur dann und nur so lange gelten, wie von Seiten der Oppositi-on...

  • praktikable Gegenvorschläge geboten werden,

  • diese Vorschläge sich im Sinne der Sache als                            die besseren oder weiterführenden zeigen,

  • das ehrliche Angebot zur Mitarbeit besteht.

 

Reines Opponieren, prinzipielles Dagegenreden sollte verpönt sein. In den Parlamenten sollte alles kindische (2) Verhalten einem reife-ren, verantwortungsbewußtem (4) Tun weichen.

 

Von Opposition (Destruktion) zu -> Konstruktion.

 

Das wache Augenmerk, die strenge Fokussierung auf das Tun der Regierung ist davon unberührt. Im Gegenteil.

 

Wer aber die Regierungs-Verantwortung vermeidet, weil er oder sie anderweitige Interessen (z.B. Partei- oder andere Klientel-Arbeit) höher ansetzt als die Verantwortung für das Gemeinwohl, gehört aus der Parlamentsarbeit... sofort entlassen!

 

 

 

 

Ermutigung zur Selbständigkeit

 

 

Was alles in der  Neuen Schule  keinen Platz finden sollte: 

 

  • Vorleser & Nachleser

  • Vorsager & Nachsager

  • Vorsprecher & Nachsprecher

  • Vordenker & Nachdenker

  • Vorschreiber & Abschreiber

  • Vorbilder & Nachbildner

  • Vormacher & Nachmacher

  • Vorsitzende & Nachsitzer

 

Statt dessen sollte die  Neue Schule  ein Kolloquium bilden aus zwar kooperationsfähigen, aber auch sich ihrer selbst bewußten Selbstleser, Selbstsprecher, Selbstdenker, Selbstschreiber, Selbst-bildner und Selbstmacher.

 

Nach Möglichkeit (!) zu entwickelnde Fähigkeiten sind:

 

  • Selbständigkeit – wo immer möglich

  • Emanzipation – durch Kraft- und Selbst-Bewußtsein

  • Organisation – von aktuell benötigtem Wissen

  • Autonomie – in Betrachtung und Denken

  • Kompetenz – in angewandter Intelligenz

  • Erprobtsein – in Fein- und Mitgefühl

 

Der Lehrer muß sich langsam zurückziehen aus seiner Vormacht-Stellung in die zweite und dritte Reihe und darf nun als liebevoll aufmerksamer Beobachter bereitstehen. Er soll Hilfestellung geben, aber nur dort, wo sie notwendig gebraucht wird, denn...

 

Die wesentliche Förderung gilt der freudigen Neugierde und der Selbständigkeit im Erfahren, Erforschen, Erlernen und Erkennen

 

  • Die erste Reihe bildet die Selbständigkeit des Einzelnen.

  • Die zweite Reihe bilden in unterstützender Funktion prinzi-piell alle Mitschüler, die bereits einen Vorsprung haben.

  • Die dritte Reihe erst... bilden die Mentoren (ehem. Lehrer).

 

 

 

 

 

   Wissenschaft ohne Ehrfurcht ist einer der

   Samen menschengemachter Katastrophen.

 

     Nirmalo

 

 

 

 

 

 

Wert der Arbeit

 

 

"Die Zeit ist gekommen, um die aussaugende, tötende Arbeit aus dem werktätigen Leben zu entfernen. Wir werden solange kein Kul-turvolk sein, bis nicht die Tretmühle aus dem Tagewerk entfernt worden ist."

– Henry Ford

Arbeit = ist niemals Selbstzweck.

 

Der Begriff ARBEIT, der jeweils gerade gemeint ist, sollte genau definiert werden. Hier ist vorrangig die Lohnarbeit gemeint. Sie ist jedoch nur eine von vielen Formen von Arbeit.

 

Immer lassen sich Gründe benennen für die Tätigkeiten, die wir „Arbeit“ nennen. Sie müssen differenziert genannt werden:

  • Arbeit aus Not (unfreiwillig, weil "nötig")

  • Arbeit zum Vergnügen

  • Arbeit als Verwirklichung der Gaben/Anlagen/Talente

 

Die Lohn-Arbeit erfüllt viele Funktionen, mehr als nur die eine, die hier zuerst genannt wird:

 

  1. Geld für den Unterhalt verdienen

  2. Die Idee, dem Leben durch sie einen Sinn zu geben

  3. Die Selbstbestätigung, ein wertvoller Teil der Gesellschaft zu sein

  4. In der engeren (und weiteren) Familie geachtet zu sein

  5. Dem Tag Struktur zu geben

  6. Der Langeweile zu entgehen

  7. Fernhalten der Armut

  8. Anweisungen folgen müssen/dürfen

  9. Erfüllung des Bedürfnisses, gebraucht zu werden

  10. ...

 

Der selbstbestimmt Tätige (z.B. ein Künstler) wird sein Tun nicht „Arbeit“ nennen, obwohl er sagt, daß er „an seinem Werk arbeitet“. Hier steht das Werk, das Ergebnis im Fokus, die Tätigkeit bildet nur den Weg dorthin.

 

Meiner Ansicht nach bin ich reich wie ein Krösus – nicht an Geld, aber reich, weil ich in meiner Arbeit etwas gefunden habe, dem ich mich mit Herz und Seele widmen kann und das mich inspiriert und meinem Leben einen Sinn gibt.“

– Vincent van Gogh

 

Materiell gesehen... war dieser Maler ein „Bettler“. Von seinem Bruder bekam er ein Almosen für´s Essen, das er aber größten-teils durch den Kauf von Farben zweckentfremdete.

 

Die Lohn-Arbeit taugt zur Vermeidung von Not und Verwahrlo-sung, aber nicht zur Generierung von (materiellem) Reichtum. Für den monetären Erfolg wird die Arbeit als hinderlich und zeitrau-bend empfunden und deshalb (möglichst kostengünstig) delegiert:

 

„Der Mensch ist umso mehr wert, je weniger er kostet.“

 

– Heiner Geißler

Wer materiellen Erfolg  sucht, wird keine

Arbeit annehmen, wird sich nicht verdingen. ⚠️

 

Auch der berühmte Tellerwäscher wurde erst reich, nachdem er das Trockentuch endgültig an den Nagel gehängt hatte.

  

Die Arbeit ist also eine Ware, die ihr Besitzer, der Lohnarbeiter, an das Kapital verkauft. Warum verkauft er sie? Um zu leben.“

– Karl Marx

 

Karl Marx: „Die Arbeit ist eine Ware, die ihr Besitzer, der Lohnarbeiter, an das Kapital verkauft.“

 

Das ist ein bißchen übertrieben. Ja, die Mittelstands-Unternehmen sind zwar (vorläufig noch) am Ankauf der Ware „Arbeit“ interes-siert, sie sind aber im Regelfall noch nicht „das Kapital“.

 

Auch wird es nicht mehr lange dauern und „der Arbeiter“ hat seinen Dienst getan. Er kann gehn. Die autonom arbeitenden Maschinen übernehmen seinen Job.

 

Der Mensch...

ist freigestellt.

 

Wenn wir nicht in der Lage sind, Grund und Boden und Maschi-nen-Eigentum neu zu bewerten und die entsprechenden Rechte anzupassen, werden in kurzer Zeit die durch die Maschinen produ-zierten materiellen Güter auf Halde liegen, weil kaum jemand noch die Mittel hat, sie zu erstehen.

 

 

 

 

Wissen

 

 

Zitat: "Wir wissen, daß..."

 

Wissen = ist gängige Mutmaßung, aber nicht Wissen.

 

 

 

 

Theorien

 

  

Theorien sind vorweggenommene Erklärungen von „natur-gesetz-lichen“ Zusammenhängen – und als solche immer nur vorläufig – dennoch können sie (zum Teil) sofort funktionieren!

 

 

Fragestellung:

  1. Wichtig ist nicht so sehr, ob Theorien "wahr" ist.                       Sie sind es (siehe Axiom) per se nicht.

  2. Es ist auch nicht so wichtig, ob sie verifiziert sind oder falsifiziert werden können.

  3. Wichtiger ist, ob sie funktionieren.

  4. Noch wichtiger ist, ob ihre Umsetzung relevant oder nützlich ist.

  5. Entscheidend aber ist, daß ihr Gebrauch keinen Schaden anrichten kann.

 

 

 

 

Methoden

 

  

Unsere Wissenschaft will die Dinge via Logik auf Linie bringen. Das Problem ist aber, daß die Dinge nicht nur linear sind, sondern auch komplex.

 

Die Logik hilft uns nur in den oberflächlichen und praktischen Be-reichen der Dinge.

 

Zitat: "Naturgesetze sind unveränderbar und überall gültig."

 

Wer bestimmte Methoden über das Praktische hinaus zu einem „wissenschaftlichen Dogma“ erhebt, hat die seriöse Abteilung der Wissenschaft bereits verlassen. Er opfert die grundsätzliche Offen-heit für Intelligenz zugunsten einer fanatisch anmutenden Veren-gung.

 

Wir können Formeln, die sich als brauchbar erweisen, nutzen, ohne daß wir auch noch ein Glaubensbekenntnis um sie herum weben.

 

 

Es gibt keine Zeit.

 

Dennoch ist es auf der sozialen Ebene (Horizontale) sinnvoll, Uhr und Kalender zu benutzen.

 

Obwohl sie nicht wirklich existieren, sondern bloß Ideen sind, haben auch Konstrukte ihren Sinn und belegen praktisch... ihre Nützlichkeit.

 

 

Experiment = ist vorbereitete Erfahrung.

 

 

 

 

Maschine & Freiheit

 

 

Der Mensch ist frei.

Die Maschine nicht.

 

Ganz egal, wie umfangreich wir die Aktionsradien der Maschinen soft- und hardwaremäßig erweitern werden: Sie liegen immer an unserer kurzen Leine.

 

Der Mensch ist zwar unfrei, soweit ihn die Summe der Prägungen und die Auto-Konditionierung begrenzen, ansonsten hat er freies Spiel, kann die Intelligenz nutzen und so die Möglichkeiten seines Ausdrucks erweitern. Ganz anders läuft es bei den Maschinen:

 

Intention und Fähigkeit des Programmierers (natürlich in Koope-ration mit den Fähigkeiten des Ingenieurs) setzen die Grenzen der „Freiheit“ der Maschinen.

 

Die vermeintliche Freiheit der Maschinen wird zunehmend größer, sodaß es uns so erscheinen kann, als handelten sie intelligent und aus sich selbst, also aus eigenem Ermessen heraus. Dennoch, nein:

 

Die Intention der Programmierenden bestimmt

die Weite des Aktions-Rahmens der Maschinen.

 

Keine Maschine hat solches, was wir Menschen unter „Freiheit des Willens“ verstehen.

 

Der Geist der Maschine erschöpft sich

im Input der Intention des Menschen.

 

Ein Baby kann zwar saugen, um zur Mich zu gelangen, hat aber ebenfalls keinerlei Kontrolle über den organischen Kosmos, der dieses ermöglicht.

 

Wir Menschen handeln aufgrund der Nutzung des „externen“ Gei-stes, den wir Intelligenz nennen. Sie ist größer als wir, unkontrol-lierbar und unerschöpflich.

 

 

 

 

Werkzeuge. . .   der Landwirtschaft

 

 

  1. Anfangs schuf der Bauer mit seinen Händen die Voraussetzung für landwirtschaftliches Gedeih.

  2. In der Folge entwickelte er, vom Stein bis zum Spaten die ersten Werkzeuge, die ihm die Arbeit ein wenig erleichterten und mit deren Einsatz er die Effizienz seines Tuns erhöhen konnte.

  3. Dann fing er an – zur Erweiterung seiner Energie – Tiere (z.B. Kühe und Pferde) einzuspannen. Vom Spaten zum Pflug.

  4. Mit der Entwicklung der Zugmaschinen erübrigte sich die Ar-beit der Tiere, sie wurden wieder ausgespannt.

  5. Gleichzeitig begann eine Revolution in der Entwicklung der Werkzeuge, die durch die Zugmaschinen bewegt und durch sie mit zusätzlicher (z.T. kinetischer) Energie versorgt wurden.

  6. Die aktuelle Entwicklung macht inzwischen nicht nur die Arbeit der zunächst vielen Helfer überflüssig, sondern auch noch den Führer der riesigen Supermaschinen.

  7. Ab morgen... leitet der Bauer die Betreuung seiner Felder von März bis Oktober, von der Saat bis zur Ernte, ohne jede weitere menschliche Unterstützung von seinem Büro aus an seinem PC oder – via Internet – von wo aus auch immer. Satelliten halten die autonom agierenden Maschinen in der Spur.

 

Die Entwicklung der Arbeitskapazität eines Bauern bezüglich der Ernährung von Menschen:

  • Im Jahr 1900 = 4 Personen

  • Im Jahr 1950 = 10 Personen

  • Im Jahr 2010 = 133 Personen

 

Eine (vorläufig) exponentiell (!) steigende Kurve.

 

 

 

 

Human Brain Project

 

  

Beispiel Forschung im Bereich Bewußtsein:

 

Für die Entwicklung der Fragen und der Untersuchungsmethoden, also der Methodenbildung sollten die Probanden selbst oder einige ihrer Kollegen herangezogen werden. Andernfalls wird das nichts Gescheites, denn...  

 

Blinde können das Phänomen der „farbigen Bilder“ nur unter Assis-tenz von Sehenden wissenschaftlich untersuchen. Andernfalls wird die Arbeit ein bißchen wunderlich. 😎

 

 

 

 

Messen, wiegen, zählen

 

 

Messergebnisse belegen den unteren

Rand der Erfordernis von Intelligenz.

 

Laut Descartes sind Körper und Geist getrennt. Diesem Aberglau-ben sitzt die Schulmedizin heute noch auf. 

 

Der Placebo und das Mysterium seiner Wirksamkeit gelten – im derzeitigen Selbstverständnis von Wissenschaft – (immer noch!) als "unwissenschaftlich".  

 

 

 

 

Placebo

 

 

Placebo = ist einerseits eine "Scheinbehandlung", die andererseits eine bestimmte gewünschte Wirkung erzielt.

 

Medikamente sind (abgesehen von ihren jeweiligen körperlichen oder psychischen Wirkungen und Nebenwirkungen) immer auch Elemente der Auto-Hypnose

 

Die neue Wissenschaft/Forschung um den Placebo herum... bildet derzeit die Schnittstelle zwischen der Körper-Wissenschaft und der Wissenschaft des Geistes.

 

In der Folge... werden wir auch den Wert des Handauflegens neu erkennen können.

 

 

Ein weiterführender >> Bericht  zum Phänomen Placebo.  (50:53)

 

 

 

 

Grenzen der Logik

z

 

Logik = ist ein primitives Gedankenkonstrukt, das im Kontext zum simplen EgoVerstand steht, aber für komplexe Phänomene mangels Fähigkeit nicht zu gebrauchen ist.

 

Logik ist kein Naturgesetz, sondern eine klei-

ne, menschengemachte Idee des Verstandes.

 

Eine Idee, die in bestimmten, eng begrenzten Bereichen eine sinn-volle Hilfskonstruktion sein kann. Aber wir haben ein Problem, sobald wir mit ihrer Hilfe verstehen wollen. ("actio = reactio")

 

Logik versteht das Lineare, aber nichts von 3D; sie versteht nichts von weiteren Dimensionen, nichts von Intelligenz. Sie ernährt sich lediglich von Folgerichtigkeit, Schlüssigkeit, von Ursache & Wir-kung, von entweder/oder.

 

Aber nichts ist nur deshalb wahr, weil es logisch formuliert wurde und nichts ist allein deshalb unwahr, weil es nicht logisch er-scheint. So nützlich diese Idee in einigen Laboren auch sein kann: 

 

Der Wahrheitsgrad einer Aussage

ist durch die Logik nicht meßbar.

 

 

 

 

Logik & Erkenntnis

z

  

Die Logik ist erkenntnisunfähig.

 

Um die Enge – ähnlich der einer Streichholzschachtel – eines Men-tal-Systems erkennen zu können, bedarf es der DraufsichtDas heißt, nur von außerhalb und oberhalb der Logik ist ihre Begrenzt-heit zu erkennen.

 

Aber erst dann haben wir es kapiert... und werden die wesentlichen Dinge nicht mehr durch die logische Brille betrachten und somit verzerren wollen. 

 

Und erst dann... werden wir der Logik den Platz zuweisen, der ihr gebührt, nämlich den dienenden und unterstützenden und nicht den der Erkenntnis.

 

 

 

 

Was ist Wahrheit?

 

 

Was ist, wenn du gerade mal nicht liebevoll drauf bist? 

 

Dann bist du gerade mal nicht liebevoll drauf. Das ist die Wahrheit. Kannst du in diesem Moment anders sein, als nicht liebevoll? Nein? Wenn du in diesem Moment nicht anders sein kannst als nicht lie-bevoll, dann ist das die Wahrheit.

 

Wenn wir in der Wahrheit sind, sind wir der Liebe um Einiges nä-her, als wenn wir uns und dem/der anderen etwas vormachen und so tun, als wären wir liebevoll – aber es in Wahrheit gar nicht sind.

 

Falschheit und Liebe

haben keine Verträge.

 

  

 

 

Zum Wesen der Weisheit

 

 

Sind wir allein... ist das, was wir Weisheit nennen, unauffindbar.

 

Weisheit zeigt sich in Aktion oder Interaktion, also erst, wenn wir denken, rezipieren, handeln oder kommunizieren. Ansonsten ist sie stumm.

 

Die Vorstellung: „Ich bin weise, weil ich denke“ ist eine beliebte Illusion, denn die Weisheit zeigt sich nur in Momenten, in denen das „Ich“ und das „Denken“ gerade mal abwesend sind.

 

Sum. Ergo cogito. Unter anderem.

 

 

 

 

Weisheit ist kurzlebig.

A

 

Philosophie ist keine elitäre Angelegenheit, sondern potenziell jedem Menschen möglich, da allen der Zugang zur Weisheit offen steht. Ob der Einzelne davon weiß, oder nicht. 

 

Das Paradoxe ist, daß es ausgerechnet in den „philosophischen“ Fa-kultäten den Kern der Philosophie – nämlich Weisheit – gar nicht geben  k a n n,  da sie letztlich nicht vermittelbar ist.

 

Aufgeschriebene Weisheit ist wie

ein aufgespießter Schmetterling.

 

Wir kennen die Galerien präparierter Schmetterlinge hinter dünnen Glasscheiben? Jeder kann deren Aussehen studieren und über die unter ihnen angehefteten Beschriftungen Weiteres über sie erfah-ren. Nur eines findet man dort garantiert nicht: Einen einzigen...

 

Schmetterling.

Friedhof

Der Weisheit und dem

Schmetterling ist eines gemein:

Der Versuch, sie einzufangen, bringt sie um.

 

Den Schmetterling und die Weisheit, beide können wir in einem konkreten Augenblick erleben – aber mehr nicht. Beide können wir nicht konservieren. Sammeln und bewahren können wir nur... ihre leblosen Hüllen.

 

In den Bibliotheken und Vitrinen

gibt´s nur den Staub der Leichen.

 

 

 

 

Randgruppen

F

 

In einer intelligenteren Gesellschaft wird sich der Staat auch um die Bevölkerung kümmern.

 

Und zwar um die Bevölkerungsgruppen, die eine gewisse Betreuung benötigen. Man wird sich ganz selbstverständlich um sie sorgen, wie Eltern um ihre nicht erwachsenen Kinder (2): Nicht autoritär, sondern wohlwollend.  

 

Die allermeisten Bürger... benötigen

keine diesbezügliche Unterstützung.

 

 

Aber für diejenigen, die etwas Struktur und Ansprache brauchen, wird sie gerne bereitgestellt. Man wird diese Menschen nicht mehr als lästige innergesellschaftliche Störenfriede ansehen, sondern als vielleicht schwierigere, aber dennoch gleichwertige und liebenswür-dige Mitglieder dieser Gesellschaft.

  

Über die Kosten, die damit verbunden sind, wird so gut wie nicht geredet: Es ist soo selbstverständlich.

 

 

  

  

 

Vertikale

 

 

In den Bildungsanstalten wird uns die Leistung nahegebracht, aber nicht die Weisheit. Wir haben sie aus den Augen verloren und müssen uns dringend wieder auf sie besinnen: Die Vertikale.

 

Denn wir benötigen beides, wenn wir als Menschen überleben und die Natur um uns herum erhalten wollen: Kompetenz auf der horizontalen, auf der sozialen Ebene und die nötige Geistige Reife in der Vertikalen.

 

Geistige Reife = ist als spiegelndes Maß ein unverzichtbares geis-tiges Hilfsinstrument.

 

Wir alle verhalten uns ausnahmslos und unentwegt entweder in einer geistig reiferen oder in einer eher unreifen Weise – ganz unabhängig davon, ob wir den Begriff „Geistige Reife“ als nützliches Vergleichs-Maß gebrauchen oder nicht. Es ist intelligent und praktisch, also sinnvoll, ihn zu verwenden, so wie es sinnvoll weil praktisch ist, eine vorhandene Luftpumpe zu verwenden, wenn wir Luft in einen Fahrradschlauch blasen wollen: Es vereinfacht die Sache.

 

Durch die Verwendung des Maßstabs „Geistige Reife“ bleiben wir nicht auf der Horizontalen stecken, sondern beziehen auch die Vertikale ein. Solange wir diese (ignorant) nicht einbeziehen und somit auf der Ebene verbleiben, können wir vieles (noch) gar nicht verstehen. 

 

Die Geistige Reife spiegelt sich in den meisten unserer willkürli-chen Aktionen, also im Handeln des Menschen, aber auch in seinen Intentionen, in seinem Denken, in seinem Sprechen, und natürlich auch... im Schreiben.

 

Eine erste Hilfe oder Einführung kann sein, wenn wir zunächst nur unser eigenes Verhalten, unser eigenes Denken, unsere eigenen Absichten beobachten und begutachten, indem wir dieses verein-facht entweder der Reife oder der Unreife zuordnen. Die nuancie-renden (sieben) Abstufungen können dann später erfolgen.

 

Die Hilfsstruktur „Geistige Reife“ dient uns also als Referenz zur Problemlösung.

 

  • Die 6 Schulnoten dienen der Bewertung.

  • Die 7 Stufen der Geistigen Reife dienen dem Verstehen.

 

Der ParameterGeistige Reife“ dient nicht der (Ab-)Wertung und selbstverständlich auch nicht der Pathologisierung, sondern aus-schließlich dem besseren Verstehen von Phänomenen, die ohne diese Vergleichskonstruktion nicht verstanden (und folglich auch nicht die weiteren sachlich richtigen Konsequenzen gezogen, bzw. eingeleitet) werden können, denn:

 

Ein Fehler kann erst behoben werden,

wenn er als ein solcher erkannt wurde.

 

Ein Problem kann erst dann gelöst werden, wenn

seine Struktur differenziert gesehen werden kann.

 

Die gute Nachricht: Dieser Maßstab steht uns allen und zwar jeder-zeit und aufwandslos zur Verfügung.

 

Es gibt Bereiche im gesellschaftlichen Schaffen, in denen der Grad der Geistigen Reife nahezu keine und andere, in denen sie eine bedeutende Rolle spielt.

  

Ein Zugführer braucht eine gute Ausbildung und trägt eine hohe Verantwortung in Bezug auf sein Fahrzeug und die mitreisenden Personen. Dennoch ist es für seine Tätigkeit unerheblich, ob er eher ein unerträglicher Zeitgenosse oder ein vorwiegend mitfühlendes Wesen ist, ob er täglich ein Massenblatt liest oder eher den Philo-sophen gibt.

  

Für den Job des Schullehrers ist diese Frage schon nicht mehr so unbedeutend, auch dann nicht, wenn er seine Ausbildung cum laude abgeschlossen hat. Von ihm werden (unausgesprochen!) Formen von Nutzung der Intelligenz erwartet, die wir weder von einem Zugführer, noch von einem Flugzeugpiloten erwarten.

  

Die Fachkompetenz liegt auf der Horizon-

talen, die Geistige Reife in der Vertikalen.

 

 

  

 

Sonderfall... Politik & Reife

 

 

Bezüglich des Politikers verhalten wir uns ein bißchen schizo-phren: Einerseits betonen wir, daß die Zusammensetzung der Parlamente den Durchschnitt der Bevölkerung wiedergeben soll, andererseits erwarten wir von ihm vorwiegend weise Entscheidun-gen zum Wohl des Gemeinwesens.

  

Das geht nicht zusammen. Wir müssen uns mit der Unzulänglich-keit der Volksvertreter abfinden oder uns von der romantischen Idee verabschieden, daß jeder Bürger für ein solches Amt geeignet ist.

  

Diesen Grad an Fahrlässigkeit leisten

wir uns... in keinem anderen Bereich!

  

Mit blendendem Aussehen, anständigem Verhalten, mainstreamge-rechten Meinungen, elaborierter Rhetorik, guter Bildung, umfang-reichem Wissen, starker Energie, leuchtendem Charisma, über-durchschnittlicher Klugheit, brennendem Ehrgeiz, klarem Durch-setzungsvermögen... hat die Geistige Reife nichts zu tun. Alle diese Elemente finden wir noch auf der Horizontalen.

 

Die Weisheit wird zwar nirgends gelehrt, den-

noch müssen wir sie in der Politik erwarten !! 

 

 

Geistige Reife

 

 

 

 

Geistige Reife – Die 7 Ebenen

z

 

(7) - Mystiker

(6) - Weise

(5) - Lehrer

(4) - Erwachsene - Halbzeit / Bergfest -

(3) - Rebell

(2) - Kleinkind

(1) - Baby

 

Das Mentale beginnt ab Ebene (2) und endet vor der Stufe (7). 

 

Wir verharren nicht starr auf einer dieser Stufen, auch wenn sie in entsprechenden EntwicklungsPhasen des Menschen markant sind, sondern bewegen uns – bildlich wie in einem Fahrstuhl – zwischen allen sieben Ebenen.

 

Aber vielleicht denkst du, daß (beispielsweise) ein „Philosoph“ immer weise (6) sei? Ist er nicht. Er redet auch mal dummes Zeug (2) (wie oben der Herr Kierkegaard) und ist bedürftig wie ein Baby (1), ausfallend oder provozierend, wie ein Halbstarker (3) oder hat einen stillen Moment, vielleicht durch eine plötzliche Krankheit, und landet für Tage auf der mystischen Ebene (7). Während der Genesung löste er ein paar Probleme (4) gibt seinen Kindern ein paar gute Tipps zur Gruppenkommunikation (5) und widmet sich dann wieder seinen Schriften: „Politisches Handeln – Die Balance zwischen Gemeinwohl und Freiheit des Individuums“ (6).

 

Wir alle

kennen alle Ebenen.

Alle sind uns gleichermaßen vertraut. 

 

In unserer Gesellschaft hält man dummerweise die Erwachsenen-Ebene, die Stufe (4) für den Höhepunkt unserer Entwicklung – dabei markiert sie gerade mal die halbe Strecke! Und – ebenfalls fatal – wir leugnen die anderen Ebenen, mit denen wir uns gerade nicht identifizieren, die aber alle mit Macht auf ihr Recht nach Ausdruck pochen!

 

Wir haben ein Anrecht auf alle Ebenen; also nutzen wir sie doch..., und zwar spielend.  

 

"Primum ivere deinde philosophare." "Primum vivere, deinde philosophari."

 

Zunächst leben,

dann philosophieren.

 

Martin Heidegger sagte das mal so...

 

Erst kommt

das Holzhacken,

dann die Philosophie.

 

Philosophie ist nicht das Verkrumpeln von unnützen Gedanken-Konstrukten. Philosophie ist die Liebe zur Weisheit. Die Liebe zur Weisheit ist die Liebe zur Wahrheit. Die Wahrheit... ist Leben, ist z.B. Holzhacken.

 

An der Philosophie, wie wir sie heute kennen, ist nichts von Bedeu-tung. Und die Mystik dagegen, interessiert sich nicht für Verstan-des-Gespinste.

 

Ich hörte von einem Stamm irgendwo in Indien, in dem es üblich ist, daß ein Mann als Junge zur Schule geht und anschließend seine Ausbildung absolviert (2).

Danach übernimmt er Verantwortung, indem er einen Beruf ausübt, eine Familie gründet und sich auch sonst für die Gemeinschaft engagiert (4).

Mit 40 Jahren... (!) verläßt er seine Familie und geht in den Wald. Dort sucht er sich (s)einen Baum und sitzt dort einfach still für sich allein.

Seine Familie kommt noch gelegentlich vorbei und holt sich bei ihm Rat in allen möglichen Angelegenheiten (6).

Nach ein paar Jahren verläßt der Mann auch diesen „seinen“ Baum, den Wald und die Familie endgültig.

Er ist jetzt nur noch unterwegs (7) und nimmt ausschließlich das Essen zu sich, das ihm unterwegs angeboten wird.

 

Das ist eine gesellschaftliche Reife, wie wir sie nicht (er)kennen.

 

Bei uns stehen das Intellektuelle und das Materielle in Verbindung mit einem starken Ego in der Wichtigkeit ganz vorne (2). Die reife-ren Ebenen sind uns entweder fremd oder – wie z.B. die der Weis-heit (6) und des Spirituellen (7) – werden nahezu ganz geleugnet. Aber auch sie stehen uns allen zur Verfügung, wie die Luft zum atmen. Allein die Fähigkeit zum Gemeinwohl-Denken benötigt mindestens die Erwachsenen-Reife (4), ist also eher unüblich. In Sachen Reife ist also durchaus noch Luft nach oben. 😉

 

Einwand: "Was wir auch Liebe nennen wollen, ob sexuelles Begehren.."

 

Begehren ist nicht Liebe.

 

 Begehren = haben wollen.

 Liebe kennt keine Absicht.

 

Mit dem Begehren bewegen wir uns auf den Basis-Ebenen (1) und (2). Sexuelles Begehren ist ein unbewußter Mechanismus, der den Tieren mitgegeben wurde, damit sie die Art am Laufen halten.

 

Wer aber liebt, hat – just in the moment – die niederen Ebenen verlassen. In der Liebe sind wir den Göttern näher, als den Tieren.

 

 

 

 

Rechtfertigung & Schuld

 

 

Das Leben der Menschen in der Gesellschaft wird durch hunderte von Ideen bestimmt. Durch sehr viele dumme und ein paar wenige intelligent gesetzte. Nur selten stellem wir mal eine von davon in Frage. 

 

Eine der Ideen ist die Rechtfertigung, eine weitere die Schuld.  

 

Die Ideen von Rechtfertigung & Schuld halten nicht nur denjenigen, der sich rechtfertigen soll, sondern auch alle diejenigen, die allein gedanklich an der Schuldzuweisung beteiligt sind, unnötig lange, energetisch gesehen, in einem klebrigen Sumpf fest. 

 

Rechtfertigung & Schuld binden die Energie.

 

Sobald wir das sehen können, werden wir auch andere, intelligente Lösungen suchen und finden, die – im Gegenteil – tauglich sind, unsere Energie tanzen zu lassen.

 

Auf der anderen Seite der Möglichkeiten steht ein Satz des Konrad Adenauer: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ und die lapidare Äußerung: „Schwamm drüber!“ 

 

Tabula rasa.

Reinen Tisch machen. 

 

Mit dieser Verhaltens-Art können wir – im Moment angekommen – wieder nach vorne schauen. Die Energien sind frei.

 

Wir sollten dafür sorgen, daß die Energie frei bleibt von Anhaftun-gen und offen... für Freude und Gestaltung.

 

Dabei ist es erstmal nicht wichtig, daß sofort Lösungen parat liegen, sondern daß die Wichtigkeit der Thematik erkannt und diese jetzt intellektuell behandelt wird, daß man sich mit ihr beschäftigt.

 

Lösungen sind in der Folge unvermeidlich.

 

Da dies keine einmalige Sache ist, sondern es sich hier um eine an-dauernde Aufgabe handelt, bietet sich die Einrichtung eines ent-sprechenden Ministeriums an, das...

 

Ministerium für Gemeinwohl.

 

Eine der wichtigsten Aufgaben dieses Ministeriums ist die Zuarbeit für die übrigen Ministerien. Die Voraussetzung dafür ist seine enge Vernetzung mit ihnen, dem Parlament und dem Kabinett.

 

Dieses Ministerium ist obsolet, sobald das Gemeinwohldenken in allen Bereichen des Staates seinen natürlichen Platz gefunden hat, also selbstverständliches Grund- und Leitdenken geworden ist.         

  

 

 

 

Beifall und die Grenzen des Verstehens

 

 

An Beifall bin ich nicht interessiert.

 

Wäre ich in irgend einer Weise auf Zustimmung angewiesen, könn-te ich nicht frei und authentisch schreiben.

 

Frage: Du gehst vermutlich davon aus, daß wir mittels Verstand und unserer Schulweisheit... alles intellektuell verstehen können?

   • Ich sage aber, daß ich nur das verstehe, was ich verstehen kann.
   • Damit sage ich, daß wir nicht alles kognitiv verstehen können,
   • daß niemand über seine Möglichkeiten hinaus... verstehen kann.
   • Und somit sage ich drittens, daß du nicht alles verstehen kannst.

Wenn du bis hierhin mit mir einig bist, können wir weiter machen. Andernfalls stehen wir an der Grenze. Dann werden wir uns in die-ser Angelegenheit (beim besten Willen!) nicht verständigen können

 

 

Geistige Reife

 

Man kann keine höhere Reife einfordern als die, welche bereits vor-handen ist. Es ist nun einmal so:

 

Wir können nur verstehen,

was wir verstehen können.

 

Dieser Jesus von Nazareth war wohl ziemlich krass drauf, als er zu seinen Leuten sagte: "Werft eure Perlen nicht den Schweinen vor."

 

– Matthäus 7,6

Aber ja,

es ist zu akzeptieren...,

daß nicht alles verstanden werden kann.

 

 

 

 

Europäische Hochkultur

 

 

Eine "Europäische Hochkultur" gibt es nicht.

 

Es ist eine nette Idee: Europa als Vorreiterin humanistischer Werte. Aber wie sich in konkreten Situationen zeigt, sie existieren nicht – sie sind eine Schimäre.

 

Die Ab-SICHERUNG der Grenzen um unseren Wohlstand he-rum? Ja, diese ist uns wichtig ! Die „sicheren Grenzen“ sind uns viel wichtiger, als das Leben und der Wohlstand „der Anderen“. Die interessieren uns gar nicht – obwohl sie zum Teil unsere Nachbarn sind. 

 

Wir empfinden es als unangenehm, wenn uns die Leichname derer, die keine Unterkunft und nichts zu beißen haben, in unsere Vorgär-ten gespült werden. „Solche Bilder wollen wir nicht mehr sehen“, heißt es dann wörtlich aus Politikermund, aus dem Mund solcher, die sich selber als Vertreter der Europäischen Hochkultur verstehen und gerne auch so gesehen werden wollen.

 

Solange wir uns nicht um das Wohl unserer Nachbarn (z.B. in Afri-ka) scheren, sollten wir den Begriff „Europäische Werte“, „Huma-nismus“ und "Hochkultur" nicht mehr in den Mund nehmen. Es ist unanständig.

 

Außerdem merken es die Leute um uns herum, daß diese Begriffe keine lebendige Substanz haben, daß es sich um Falschmünzerei handelt.

 

 

 

 

Eine Frage der... Entfernung

 

  

Quiz-Frage

 

Was

ist weiter

von uns entfernt:

Das was wir Gott nennen,

oder unser eigener Herzschlag?