Möglichkeiten &

 

Grenzen der Wissenschaft  

 

  

Wissenschaftliche Forschung ist der Versuch von Annäherung an das „Verstehen“ von etwas, das wir derzeit „Wirklichkeit“ nennen.

 

  1. Anerkenntnis (Akzeptanz) der Phänomene 

  2. Funktionsweisen beobachten und beschreiben

  3. Erklärungen suchen

  4. Verstehen fördern

 

So lange nicht alle, durch wen auch immer bekannt gewordenen Phänomene in der „Wissenschaft“ zumindest als solche Anerken-nung finden, dümpelt diese noch in den trüben Gewässern des Aberglaubens.

 

Die Wissenschaft fängt erst dann an, seriös zu werden, wenn sie den Versuch der Erklärung und des Verstehenwollens – zu Gunsten der Akzeptanz eines Phänomens – eine Weile zurück-stellen kann.

 

Mein Ziel ist, zu beweisen,...“ posaunt ein „berühmter“ Neurobiolo-ge, der seine Schirmmütze gerne schief trägt. Das ist die Stufe des kleinen Kindes (2) der Geistigen Reife: „Recht haben müssen!“

Und er hängt auch tatsächlich noch an der Idee kleingläubiger Wis-senschaftler, er könnte irgend etwas beweisen :-)

 

Es genügt

die Feststellung,

daß etwas funktioniert.

 

Erst dann sollte versucht werden, herauszufinden,

wie und auf welche verschiedene Weise etwas „funktioniert“.

 

Damit ist aber noch nichts erklärt! - Braucht es auch nicht.

 

Wissenschaft sollte...

  1. beobachten und konstatieren, was ist und anschließend wert-frei beschreiben, was wie und wann funktioniert.

  2. Erst dann sollte die Wissenschaft ganz vorsichtig nach dem wieso, weshalb, warum fragen und erste Antworten versu-chen.

  3. Wer der Wahrhaftigkeit die Ehre gibt, muß einräumen, daß wir keinen festen Grund haben, etwas erklären zu können, daß wir allenfalls hilflos im Meer der Mutmaßungen schwimmen.

 

Punkt 1 trägt die Wichtigkeit!

 

Zwar kann heute jedes Kind den Lichtschalter betätigen, aber nie-mand weiß, was Elektrizität ist. Wir machen uns irgendwie ein Bild von ihr, entwerfen dünne Modelle, entwickeln funktionierende Formeln, wissen aber nichts.

 

Für unseren personalen Verstand, für unser Ego, ist das nahezu unerträglich. Dennoch ist es so.

 

Krücken  der wissenschaftlichen Forschung sind u.a...

  • These

  • Axiom

  • Modell

  • Theorie

  • Analyse

  • Annahme

  • Hypothese

  • Spekulation

  • Experiment

  • Mutmaßung

  • Versuchsaufbau

  • Statistische Erhebung

  

Illusionen  der wissenschaftlichen Forschung sind u.a...

  • Beweis

  • Formel

  • Wissen

  • Naturgesetz

 

 

 

Statistik

 z

 

Die Statistik ist wie eine Laterne im Hafen.

Sie dient dem betrunkenen Seemann

mehr zum Halt als zur Erleuchtung. 

– Hermann Josef Abs

So ist es.

 

Eine Statistik bietet uns im besten Fall gute

Ergebnisse, aber niemals eine Erkenntnis.

 

Ergebnisse im Rahmen einer intelligenten oder weniger intelligen-ten Fragestellung.

 

Es bedarf einiges an Intelligenz, um die richtigen Fragen stellen stellen, die geeigneten Parameter setzen zu können und wiederum einiges an Intelligenz, um die richtigen Schlußfolgerungen zie-hen und die geeigneten Entscheidungen treffen zu können.

 

Um die Nutzung der Intelligenz kommen wir erstens nicht herum und zweitens  können wir keine (Entscheidungs-) Verantwortung auf eine Erhebung abwälzen. 

 

Untersuchungen, Erhebungen, Statistiken usw. bieten uns lediglich Resultate. Für ihre Erstellung ist nur eine sehr geringe Aufwendung an Intelligenz erforderlich und sie haben (zunächst) auch noch keinen Wert.

 

Resultate sind

zunächst bloß Ergebnisse 

und noch längst keine Erkenntnisse.  

 

Die statistische Kurve soll uns ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle vermitteln und die unangenehmen Gefühle, die mit „ich weiß (es) nicht“ verbunden sind, ausgleichen. 

 

 

Überraschung

 

Ein Truthahn wird 1000 Tage gefüttert. Jeder Tag bestätigt seiner Statistik- Abteilung "mit zunehmender statistischer Signifikanz", daß die Menschen sich um sein Wohlergehen kümmern. Am 1001. Tag... erlebt er eine Überraschung. 

 

Nein, auch statistische Kurven können uns nicht vor Überraschun-gen "absichern". Statistische Kurven stehen als Metapher auch für u.a. . . . 

  • Sicherheits-Systeme
  • Meinungsforschung
  • Geld-Systeme
  • Analysen
  • Nachrichten Dienste
  • Wettervorhersage

 

Wie unverrückbar Zahlen auch aussehen mögen...

 

Statistik ist eine mathematische Form der Mutmaßung.

 

An Statistik ist so lange nichts verkehrt, wie wir sie als ein nützliches, aber dennoch unsicheres Hilfskonstrukt ansehen, das den Interpretierenden nicht aus der Pflicht entläßt, die „eigene“ reichlich vorhandene Intelligenz zu nutzen und die schlußendliche Aussage in Gänze selbst zu verantworten. 

 

Ähnliches gilt für andere unterstützenden Ideen. 

 

 

Intelligenz

 

Erkenntnis

 

 

 

 

Natur-"Gesetze"

 

  

Naturgesetz = hier definiert als vermeintlich unumstößliche Gesetzmäßigkeit von Gegebenheiten in einer bestimmten Kon-stellation, verifizierbar an jedem beliebigen Ort.

 

Wasser kocht regelmäßig bei 100° C. Es scheint eine Gesetzmäßig-keit vorzuliegen. Jeden Morgen verändert mein Kaffeewasser bei genau 100° C seinen Aggregatzustand. Aber: Passiert das auch auf dem Himalaja? Nein.

 

Auch vermeintliche physikalische Gesetze sind letztlich nichts weiter als kontextgebundene, also... vorläufige Annahmen.

 

Der Drang und die Wichtigkeit, Gesetzmäßigkeiten auszumachen, ist ein Ausdruck des Unbehagens des Verstandes an der Machtlosigkeit und ein letztlich hilfloser Versuch, die Natur unter Kontrolle zu bekommen.

 

Wir haben keine Kontrolle; es gibt keine Sicherheit!

 

Aber selbst wenn wir, mal angenommen, die begehrte „Weltformel“ entdecken würden: Wir haben sie nicht formuliert :-) nicht erdacht!

 

Der Kreator ist immer

größer als das Kreierte.

 

Das heißt, wir müssen uns – wohl oder übel – den vorgegebenen Gesetzmäßigkeiten fügen. Wir haben keine Möglichkeit, mit Körper und Verstand aus ihnen auszusteigen und uns über sie zu stellen, so gerne unser EGO das auch möchte.

 

Die Kernspaltung war ein solcher Versuch.

Die Folgen daraus werden uns um die Ohren fliegen!

 

Als Erstes sollten wir die Ehrfurcht entdecken,

wenn wir hier noch eine Weile wohnen wollen.

 

Der Entdecker der Ehrfurcht sollte als Anerkenntnis seiner außer-gewöhnlichen Fähigkeiten einen noblen Preis erhalten! 

 

Ps: Den möglichen Einwand/Widerspruch, daß nämlich wahre Ehrfurcht keinen Zweck kennt, nehme ich gerne an.

 

 

Verdrahtung eines Mönches zwecks neurowissenschaftlicher Untersuchung der Auswirkung von Langzeitmeditation.    Oder: Wie unsere Wissenschaft Bewußtsein erforscht.
Verdrahtung eines Mönches zwecks neurowissenschaftlicher Untersuchung der Auswirkung von Langzeitmeditation. Oder: Wie unsere Wissenschaft Bewußtsein erforscht.

 

Methodik

 

  

Wir sollten zunächst einmal differenzieren -- mindestens zwischen 

  1. Verstehen fördernde Wissenschaft

  2. Funktions-Wissenschaft (a² + b² = c², Hebel-Gesetze..) 

  3. Ideen-Wissenschaft (Mathematik etc.)

  4. Wissen (Informationen) ansammelnde Wissenschaft

  5. Fiktions-Wissenschaft (Literatur, Philosophie...)

  

In den praktischen Wissenschaften geht es mit der Falsifikation, mit der Beweisführung und mit Reihenversuchen relativ einfach. Es funktioniert.

 

Aber sobald wir den materiellen Bereich verlassen und uns mehr den fein-stofflichen und geistigen Bereichen zuwenden, brauchen wir neue Methoden, ebenfalls geistige Methoden, wenn wir nicht kläglich scheitern wollen.

 

Mit Zählwerk, Waage und Metermaß können wir Materie katalogisieren, aber keine Untersuchungen z.B. in Sachen Bewusstsein oder freier Wille (Neurologie) vornehmen.

 

Methoden und Denkweisen, die in materiellen Bereichen nützlich sind, funktionieren in anderen Frequenzbereichen nicht mehr. Zwar können wir immer noch Zeiger-Ausschläge beobachten, nur sagen uns diese jetzt nicht mehr viel.

 

 

Ebenen-Wechsel

 

Wollen wir hier noch etwas verstehen, müssen wir das mechanisti-sche Weltbild verlassen, unser Denken auf andere Ebenen bringen, die Methodik entsprechend „anheben“ und anpassen, dann... erschließt sich uns vielleicht das eine oder andere Geheimnis.

 

Der Schatz der Möglichkeiten unserer Wahrnehmung und des Erfassens ist weit größer, als wir im Stande sind, zu denken.

 

Eine arrogante wie dumme Haltung, wir könnten alles erfahren und begreifen, sollten wir allerdings spätestens jetzt sofort ablegen.

 

Respekt, Ehrfurcht und Dankbarkeit

sind keine Störenfriede in der Wissenschaft,

sondern Ausdruck einer gewissen Reife.

 

Wollen wir uns – beispielsweise – dem Phänomen „Wünschelruten-Ausschlag“ nähern, müssen wir das 

  1. Phänomen als solches anerkennen und die

  2. Forschungs-Methodik der klassischen Physik hinter uns lassen.

 

Es bedeutet einige Intelligenz, hier neue Methodiken zu entwickeln. Intelligenz sollte in der Wissenschaft aber kein Fremdwort sein.

 

Die Qualität der Parameter

bestimmt den Wert des Ergebnisses.

 

Der Aussage-Wert einer wissenschaftlichen Betrachtung/Untersu-chung oder eines entsprechenden Versuchsaufbaus ist abhängig von der Qualität der Parameter und der Offenheit des beteiligten wissenschaftlichen Personals für das zu untersuchende Phänomen.

 

Wer bereits Probleme mit der Phänomen-Akzeptanz hat, könnte (in diesem Beispiel) mal bei den großen Ölfirmen nachfragen, die einiges an Geld aufwenden, um die Fähigkeiten der Wünschelruten-gänger in Anspruch nehmen zu dürfen. 

 

Ein Phänomen ist nicht deshalb "nicht existent", weil wir 

aus welchen Gründen auch immer, seine Existenz leugnen.

 

Die Intelligenz ist eine große Sache, unsere uns bekannte Wissen-schaft jedoch... nur eine sehr kleine und steht folglich niemals über ihr. Das gilt es, zu sehen und anzuerkennen. Allein dafür ist ein vergleichsweise hoher Grad an Personal-Intelligenz erforderlich.

 

Alle großen „Entdeckungen“ waren keine „Errungenschaften“ oder Schlußfolgerungen aus irgendwelchen Versuchsreihen, sondern „Einfälle“, waren eher zufällige Eingebungen, Inspiration.

 

Eine Idee haben wir plötzlich!

Entdeckungen kommen aus dem Nichts.

Erkenntnisse fallen uns zu.

 

Die Idee ist leicht. Eine Entdeckung benötigt weder einen Zeit- noch einen Arbeitsaufwand. Erst die Falsifikation bringt Aufwand und Mühe.

 

Unsere Visionskraft, unsere Intuition, überhaupt die Intelligenz als solche, ist federleicht und ungemein größer, als jede Wissenschaft.

 

Wir brauchen einen neuen Wissenschaftsbegriff, einen,

der sich an der Intelligenz orientiert und nicht am Beleg.

 

Der Beweis ist eine meist überflüssige Krücke, denn das Phänomen ist naturgemäß größer als sein Beleg und kommt also sehr gut ohne ihn aus; der Beweis jedoch... nicht ohne das Phänomen.

 

Die Kapazität der Intelligenz ist unendlich; die eines Beweises da-gegen... kaum sichtbar; dafür genügt bereits eine kleine Portion Klugheit.

 

Forschungs-Reihen, Untersuchungen, Beweisführungen und Statis-tiken aller Art, bedienen sich eines lediglich kleinen Teiles der Klug-heit. Mehr wird dafür auch nicht gebraucht; an der Intelligenz ge-messen: Ein verschwindend kleiner Teil.

 

 

Wissenschaft oder Aberglaube?

 

 

 

 

 Der wissenschaftliche Beweis

 

...in der Medizin 

 

  

Selbst in der medizinischen Forschung wird von „gesicherten Beweisen“ gesprochen. So, als wäre ein „Beweis“ nicht eben schon der Beweis.

 

Das Adjektiv „gesichert“ weist auffällig darauf hin, daß wohl doch... Zweifel bestehen :-) 

Das allerdings wird nicht offen und ehrlich kommuniziert.

 

In der Medizin ist der „Placebo-Effekt“ einer der unangenehmsten Sprengsätze – an der Idee des „gesicherten Beweises“.

 

 

 

 

Wissenschaft & Seriosität

 

  

So lange wir das Fest-Stoffliche über den Geist stellen,

können wir unsere Wissenschaften nicht seriös nennen.

 

Die gängigen „wissenschaftlichen“ Methoden als primitiv erkennen zu können, setzt einen freien - aber der Intelligenz und der Wahr-heit verpflichteten - Geist voraus. 

 

 

Nichts

 ist jemals bekannt.

 

~ Osho ~

 

Wir „wissen“ nicht. Aber wir vermuten, schlußfolgern, raten und mutmaßen. Wichtig für eine seriöse Wissenschaft ist:

 

Spekulationen müssen 

als solche benannt werden!

 

Eine sich der Wahrhaftigkeit verpflichtet sehende Wissenschaft stellt jede ihrer Aussagen unter Vorbehalt.

 

 

 

 

Respektieren der Grenzen

 

 

Allein unter dem Gesichtspunkt der Würdigung der Intelligenz ist es unabdingbar, daß die Wissenschaft drei Kategorien anerkennt:

 

1. Den Bereich des Bekannten

2. Das große Fleld des noch Unbekannten

3. Den unendlichen Bereich des niemals Kennbaren

 

Daß sie versucht, den Bereich des Bekannten zu vergrößern und das Feld des noch Unbekannten zu verringern, ist davon unberührt.

  

 

 

 

Berechnungen

 

  

Auch unsere „Berechnungen“ sind letztendlich nur Mutmaßungen in Zahlen und Kurven. Denn unsere Berechnungen haben nichts mit tatsächlichem Wissen zu tun; auch dann nicht, wenn über ihre Anwendung einiges funktioniert.

 

Berechnungen = sind eine primitive Variante des Versuchs, eine spezielle Form von Ordnung darzustellen.

 

Man greift auf Berechnungen zurück, wenn man glaubt, daß die unmittelbare Wahrnehmung, die erfassende Intuition, in einer bestimmten Situation – dem Zweck dienlich – nicht genau genug gelingen könnte.

 

Dem liegt die Idee zu Grunde, die vermeintliche „Exaktheit“ sei von höherem Wert, als die spontane Annäherung durch zielgerich-tete Einschätzung.

 

Sofern wir jedoch in der Lage sind, Berechnungen und Statistiken als minderwertige lediglich unterstützende – Krücken zu verstehen und sie ausnahmsweise, temporär und nur hilfsweise mitbenutzen, spricht zunächst noch nichts gegen sie. 

 

Modelle sind möglich, „Wissen“ nicht.

Ideen von etwas sind möglich, „Kennen“ nicht.

Mutmaßungen sind möglich, allenfalls Mutmaßungen. 

 

Es scheint paradox, aber in den Augen "unserer" Wissenschaft ist...

 

Verstehen...

ein unwissenschaftliches Phänomen.

 

 

 

 

Religiosität & Wissenschaft

 

  

Wissenschaft ohne Religion ist lahm,

Religion ohne Wissenschaft ist blind. 

Albert Einstein

  

Religionen gibt es im Plural,

Spiritualität nur im Singular.

 

Wissenschaft ohne Spiritualität, ohne Eingebung, ohne den höheren Geist, kommt nicht von der Stelle. So weit, einverstanden.

 

Aber, lieber Albert, mittels der Religiosität tunen wir uns in eine andere Dimension, heben aus der materiellen heraus. Hier handelt es sich um einen Ebenen-Wechsel. In der Religiosität legen wir alle Insignien des Verstandes demütig vor der Tür ab – neben unseren Schuhen.

  • Wissenschaft  kann unserem körperlichen und gesell-schaftlichen Komfort dienen mehr nicht. Sie dient uns im Außen. 

  • Religiosität  lenkt unseren Blick in Richtung auf´s We-sentliche, nach Innen. 

 

Der Verstand und die Neugierde des Forschenden an der Oberflä-che einerseits und die Ehrfurcht vor dem ordnenden Geist – der dem gesamten Universum und selbstverständlich auch der forschenden Person innewohnt – andererseits, sind letztlich eine untrennbare Einheit. 

Die intelligenteren Vertreter der Forscher-Zunft wissen das auch.

 

Wissenschaft ohne Ehrfurcht

ist ein Grundstein menschengemachter Katastrophen.

 

Wissenschaftliche Forschung kommt nicht ohne die unerklärbaren Phänomene aus; die Religiosität, die Spiritualität aber sehr wohl ohne jede Wissenschaft.

 

Von der Wissenschaft genutzte,

in ihrer Art aber unwissenschaftliche Phänomene, sind u.a...

  • Intuition

  • Verstehen

  • Eingebung

  • Intelligenz

  • Inspiration

  • Erkenntnis

  • Geistesblitz

  • Wahrnehmung

 

Diese sind es aber...,

die der Wissenschaft erst auf die Sprünge helfen.

 

Und keine noch so gut vorbereitete Reihen-Untersuchung, kein Nach-Denken, kein Grübeln, keine Klugheit, keine Verifikation und keine Falsifikation, kein Doktor-Titel, kein Renommee und kein noch so großes Labor... Nichts konnte und nichts kann sie ersetzen.

 

 

 

 

Wahrnehmung

 

  

Ein faules Ei wird sofort als faul wahr genommen.

 

Wahrnehmung

passiert unglaublich schnell ! ! !

 

Nach-Denken und wissenschaftliches Arbeiten über "Die Fäulnis des Ei´s" brauchen sehr viel Zeit.

 

Wir sollten versuchen,

mit immer weniger Experten auszukommen, so wie das Kind irgendwann auf Stützräder verzichtet. Sie blockieren unnötiger-weise unsere Intelligenz.

 

Es ist, als würden wir zu einem Spaziergang die Augenbinde anlegen und dann die Anderen nach ihrer Sicht der Dinge befragen.

 

Die filigranen Verästelungen unserer Wahrnehmung wirken bereits ziemlich abgestorben. Ihr Wachstum muß erst wieder angeregt werden.

 

Wir sollten lernen,

sämtliche  eigenen  Augen zu öffnen.

 

Tatsächlich dürfen wir  a l l e  uns dienlichen Formen der Wahrneh-mung nutzen. Wir brauchen uns nicht auf die ersten fünf Sinne zu beschränken.

 

 

 

 

Unvermögen der Wissenschaft

 

  

"Die Wissenschaft kennt kein Mitleid."    ...sagt Romain Rolland

 

Die Wissenschaft kennt keine Liebe.

Die Wissenschaft kennt keine Grenzen.

Die Wissenschaft kennt keine Achtung.

Die Wissenschaft kennt kein Mitgefühl.

Die Wissenschaft kennt keine Ehrfurcht.

Die Wissenschaft kennt keine Intelligenz.

Die Wissenschaft kennt keine Meditation.

Die Wissenschaft kennt keine Bewußtheit.

Die Wissenschaft kennt keine Herzensbildung.

 

Alles das müssen wir in die Wissenschaft einbringen, wenn sie mehr nützen, als schaden soll! Denn die Wissenschaft ist für sich genom-men - trotz all ihrer Fähigkeiten und Verdienste - so dumm wie ein Küchenmesser.

 

 

Das Unvergängliche kann nicht mit

dem Vergänglichen erreicht werden. 

 

aus den Upanishaden 

 

 

Hybris

 

Wissenschaft

 

Forschung & Wahrheit

 

 

 

 

Entdeckung des Feuers

 

 

Seit der Steinzeit, heißt es, weiß der Mensch, wie er ein Feuer entfachen kann. Das war, den Komfort des Menschen betreffend, eine hilfreiche Entdeckung.

 

An den Namen dieses großen Entdeckers erinnert sich niemand. Namen und Vita bleiben uns wohl für immer unbekannt.

 

Über das Feuer selbst...

wissen wir auch nichts.

 

Brauchen wir auch nicht. Wir beobachten respektvoll seine (Aus-) Wirkungen und experimentieren ein wenig... in Bezug auf den Umgang mit ihm – das genügt.

 

Das Phänomen Feuer

bleibt uns unbekannt. 

 

 

Diese scheinbar (!) domestizierte Form täuscht uns leicht über die ungeheure Macht, die das Feuer entwickelt, wenn es nur ein paar... passende Bedingungen vorfindet !

 

 

 

 

Unvermögen

 

 

Wissenschaft = ist unwissentliche Unwissenheit.

 

Wissenschaft besteht aus einer explosiv ansteigenden Zahl von Hypothesen. Die Formeln funktionieren auf der 3D-Ebene, aber sie erklären nichts.

 

Beispiel: Die Hypothese: „Wasser kocht bei 100° Celsius.“ Die Beobachtung siedenden Wassers liefert in allen Zonen unserer Erde das selbe Ergebnis: „Wasser kocht bei 100° Celsius.“ Das gilt so lange, bis jemand auf einer hohen Bergspitze seinen Tee kochend, zufällig ein Thermometer in das Wasser steckt und beobachtet, daß die Anzeige nicht bei exakt 100° stehen bleibt, sondern schon früher – bei 90°. Daraufhin wird ein weiterer Parameter in die Hypothese eingefügt. In diesem Fall: Der Abstand des (Test-)Wassers zum Mittelpunkt der Erde.

 

Das bedeutet: 

  1. Die Dinge funktionieren auf ihre Weise, ob wir eine „passen-de“ Formel darum herum stricken, oder nicht.

  2. Unsere Formeln funktionieren vielfach; aber immer nur so lange, bis man feststellt, daß ein weiterer Parameter von-nöten ist. Und das heißt:

 

Wissenschaft ist...

permanentes Präludium.

 

Den Forschungsbereich „Wissenschaft“ zu nennen, ist schon falsch, da er weniger mit Wissen, umso mehr aber mit Mutmaßen zu tun hat.

 

Unsere Wissenschaft ist eine spezielle, eine akademisch struk-turierte Sammelstelle für Mutmaßungen (fast) aller Art. 

 

Es gibt keine einzige Formel, von der man sagen könnte, daß sie immer und überall Bestand hat. Das ist auch nicht nötig: Unsere Thesen & Formeln bleiben „vorläufig“. Was ja immer noch nicht ausschließt, daß einige unserer Annahmen funktionieren – auch anhand dieser Formeln.

 

Eine „gesicherte Erkenntnis“ im Bereich der Wissenschaft gibt es nicht. Man kann hier auch gar nicht von Erkenntnissen sprechen, sondern allenfalls von Beobachtungen, von Interpretationen dieser Beobachtungen und von Einsichten.

 

Die Formel 3 x 3 = 9 ist weder eine Erkenntnis, noch eine Einsicht. Sie ist Ausdruck eines genau bestimmten Denk-Systems (hier das des Adam Ries), in dem das Ergebnis auf entweder „richtig“ oder „falsch“ lautet. Dieses Denksystem wird in der beobachtenden Wissenschaft als eines der wichtigsten Hilfsmittel genutzt. Wir sind inzwischen – auch in der Gesellschaft über die Ausbildung – derart mit ihm vertraut, daß uns fast gar nicht mehr bewußt ist, daß es sich um eine bloß erdachte Hilfskonstruktion handelt. Man kann auch ein beliebig anderes System benutzen, oder entwickeln, um zum gleichen praktischen Ergebnis zu gelangen.

 

 

 

 

Ursache => Wirkung

 

 

Es heißt: „Wasser kocht bei 100° Celsius.“ Das habe ich genau so in einer der ersten Schuljahre lernen (= glauben) müssen.

 

Schaut man etwas genauer hin, stellt man fest, daß die Aussage nur unter ganz bestimmten Bedingungen zutrifft, daß man mit der Aussage zwar meistens arbeiten kann, daß sie allgemein formuliert, aber falsch ist. In einigen Regionen Tibets trifft sie nicht zu. Selbst irgendwo in Bayern... kocht das Wasser bereits bei einer Hitze von 90°.

 

Das gilt auch für viele andere Aussagen in der Wissenschaft, z.B. für... actio = reactio.

 

Diese Aussage hat immerhin so viel „Wahrheits“-Gehalt, daß man mit ihr gut, also zielführend arbeiten kann:

 

Nur unter bestimmten regionalen

und physikalischen Bedingungen! 

 

Die Lauterkeit verlangt solcherart einschränkender, diffe-renzierender und ergänzender Formulierungen. Denn anders vermittelt die Wissenschaft unterschwellig den Eindruck, sie habe die Natur in Kürze im Griff. Das hat sie nicht und das wird sie auch niemals erreichen. Schon allein diese dümmliche Absicht zeigt den Stand unserer Geistigen Reife.