Seriöse Wissenschaft

 


 

Sich selbst zu kennen,

ist die erste aller Wissenschaften.

 

~ Platon ~


Ein Indiz für seriöse Wissenschaft ist, wenn die Wissenschaftler den Schneid aufbringen, klar zu formulieren, was sie nicht wissen, wovon sie zwar die eine Hypothese favorisieren oder die andere These wagen, aber ganz klar sagen, daß sie nichts dergleichen sicher wissen.

 

Die Formulierung: "streng wissenschaftlich"  ist jedoch... ein erstes Indiz für Aberglaube.  

 

Und schon Platon konnte erkennen, daß die Miteinbeziehung des Forschenden selbst als ebenfalls wichtiger Teil der Forschung, Voraussetzung für eine seriöse Wissenschaft ist.



 

 

 

Ein intelligenter Mensch

beginnt die Suche in seinem innersten Sein.

 

Das ist sein erstes Anliegen;

denn bevor ich nicht weiß, was in mir ist,

wie kann ich dann weiter die ganze Welt erforschen?

 

Nileen –

 

 

 

  

 

 

Mechanistische Denk-Grenzen

 

 

Es ist schon erstaunlich, wie fest das mechanistische Denken immer noch in uns steckt und wirkt, obwohl wir – selbst über „unsere Wissenschaft“, spätestens seit den Erkenntnissen der Quanten-Physik – längst wissen (müßten), daß wir mit dieser primitiven Herangehensweise, selbst die materiellen Phänomene nicht mal ansatzweise verstehen können.

 

Der geistige Bereich wird (abgesehen vom „Denken“) noch immer nahezu gänzlich geleugnet. Demzufolge kann auch keine Weiterentwicklung der Parameter stattfinden. Wir halten lieber an unseren selbstgewählten Denk-Blockaden fest.

 

Unser mechanistischer Denk-Käfig besteht noch immer vorwiegend aus... 

  1. Messen (Galilei)

  2. Zerlegen + Zusammensetzen (Descartes)

  3. Entweder/Oder (Aristoteles)

  4. Ursache/Wirkung (Newton)

  

Aber niemand – außer uns selbst – hindert uns daran, unseren Horizont zu erweitern.

 

 

Zu 3.

 

Die ganze Geschichte der Logik 

besteht in der Definition eines 

akzeptablen Begriffs der Dummheit.

 

Umberto Eco

 

Die logische Gültigkeit einer Schlußfolgerung ist nicht (identisch mit) = Wahrheit.

 

Diese Äußerung mag einer formallogischen Überprüfung nicht standhalten, ist aber wahr.

 

Wahrheit ist immer größer 

als jedes logische Konstrukt.

 

Schlüssigkeit ist faßbar, Wahrheit nicht. 

 

 

Zu 4.

 

Actio = Reactio ...des Sir Isaac Newton ist kein allgemein gültiges Gesetz.

 

Das bedeutet doch noch nicht zwingend, daß es in einem überschaubaren Rahmen nicht seine funktionelle Bedeutung hätte, aber...

 

Eine Formel ist 

keine Wahrheit.

 

Dennoch bietet ihre scheinbare Wahrheit, ihre „Wahr-Scheinlich-keit“ gelegentlich eine sinnvolle Funktion: In mechanischen Berei-chen kann uns die eine oder andere auf mechanistischem Denken beruhende Formel sehr nützlich sein.

 

Es geht hier um Möglichkeiten & Grenzen unserer Denk-Konstrukte. Wenn wir es intelligent angehen, sehen und respektieren wir beides.

 

Eine seriöse Wissenschaft wird kein Problem damit haben, alle Phänomene, die sich ihr zeigen, zunächst als solche anzuerkennen.

  

Allein diese „Offenheit“ wird es ermöglichen, daß sich auch die Forschungs-Parameter entsprechend vom mechanistischen Denken weg, zu einer Betrachtungs- und Forschungsweise, die auch das Geistige oder Energetische angemessen würdigen, verändern.

 

 

  

 

Quantenmysterium 

 

 

Die Teilchenphysiker staunen darüber, daß die Teilchen sich, wenn sie hinsehen, zwar wie Teilchen verhalten, daß sich diese aber, sobald sie nicht hinsehen, wie Wellen verhalten, ein Interferenz-Muster bilden.

 

Das könnte ja bedeuten, daß wenn wir die Augen schließen, alles Energie ist, aber wenn wir morgens die Augen öffnen, die Welt uns wie feste Materie erscheint.

 

Einstein soll Niels Bohr mal gefragt haben: „Glauben Sie wirklich, daß der Mond nicht da ist, wenn keiner hinsieht?“ Und Bohr soll ihm geantwortet haben: „Beweisen Sie mir doch das Gegenteil!"

 

Außerdem ändern die Teilchen sowohl die Richtung, als auch ihre Eigenschaften – allein durch Beobachtung.

 

Ein Hinweis, daß nicht mehr nur dem Objekt, sondern jetzt auch dem Beobachter selbst mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Die Bedeutung des Beobachters bekommt nun ein neues, ein viel stärkeres Gewicht.

 

Einstein kritisiert darauf hin die Quantenphysik, weil sie seinem „gesunden Menschenverstand extrem widerspricht“.

 

Aber so ist das, wenn das Kleinere (der Verstand) das Größere (das Leben) begreifen will. Mit der kleinen Logik, die wir uns gebastelt haben, können wir vom Leben nichts Bedeutendes erfahren.

 

Einstein kritisierte auch, daß der Zufall in der Quantenwelt eine völlig neue Rolle spiele. Aber das, was wir Zufall nennen, zeigt sich als Teil einer Ordnung, die wir (noch) nicht verstehen.

 

- Messen

- Wiegen

- Zählen

 

Mit Zollstock, Waage und Rechenschieber können wir uns in unserer unmittelbaren Umgebung zwar einigen Komfort erarbeiten, aber in der Wissenschaft erschließen sich uns mit primitiven Methoden und unserem begrenzten Denkvolumen nur Banalitäten.