14. Ministerium für Sicherheit (Exekutive: Polizei, Gefängnis, Datenschutz, Militär) 

 

 

 

Sicher ist,

daß nichts sicher ist. 

Selbst das nicht.

 

~ Joachim Ringelnatz ~ 

 

 

 

 

Truthahn-Illusion 

 

   

Die Truthahn-Illussion bezeichnet die illusionäre Vorstellung, man könnte unbekannte Risiken, bzw. Sicherheit berechnen:

 

Am ersten Tag im Leben eines Truthahns kommt ein Mann in das Gehege und der Vogel fürchtet, der könnte ihn umbringen. Aber der füttert ihn.

Am nächsten Tag kommt der selbe Mann wieder und füttert ihn auch wieder.

Jetzt fängt der Truthahn an zu rechnen und kommt zu dem Schluß, daß die Wahrscheinlichkeit, daß dieser Mann ihn tötet, mit jedem Tag sinkt.  

Am hundertsten Tag ist er sich schon fast sicher, daß der Mann ihn wieder füttern wird. Aber es ist der Tag vor Thanksgiving; der Tag, an dem Truthahnbraten auf den Tisch kommt.

 

 

Sicherheit

 

 

 

 

StaatsMacht

 

 

Macht bedarf der Kontrolle – soweit Weisheit & Reife fehlen.

 

Denn bei fehlender Reife wird das zunächst neutrale Potenzial, die Macht... wechseln in Gewalt. Dafür muß die kontrollierende Macht - zumindest partiell - eine größere sein als die zu kontrollierende Macht!

 

Hier liegt die Begründung der StaatsMacht.

 

Zwar ist auch hier nicht mit Weisheit & Reife zu rechnen, deshalb sind diese durch ein starkes Regelwerk - notdürftig - ersetzt.

 

 

Das „Recht“ des Stärkeren 

  1. Der Staat hat das Gewaltmonopol zu wahren.

  2. Das Recht darf dem Un-Recht nicht weichen.

  

 

 

 

Kriminalistische Methode

 

 

Eine der wichtigsten Aspekte der kriminalistischen Analyse ist:

 

  • Nichts wird von vorn herein ausgeschlossen.

  • Niemand wird per se ausgeschlossen.

 

Und zwar ganz unabhängig davon, wie abstrus, wie unmöglich, wie unwahrscheinlich und wie abwegig eine Theorie oder ein Verdacht auch sein mag:

 

Der forschende Geist muß für alle

Eventualitäten offen gehalten werden.

 

Also muß die Ermittlung zunächst – und möglicherweise sogar auf längere Zeit – „nach allen Seiten offen“ geführt werden. Erst wenn sich die Verdachtsmomente, wenn sich die Indizien verdichten, darf die Aufmerksamkeit verengt und auf ein „abgegrenztes Feld“ kon-zentriert werden.

 

Eine zu frühe Festlegung schließt die wirklichkeitsnahe Analyse der Zusammenhänge aus. 

 

Die Unabhängigkeit der Kriminalistik

muß zu jeder Zeit gewährleistet sein !

 

 

Schließlich ist sie eine wichtige Dienerin der Wahrheitsfindung.

 

 

  

   

Schutz der Gesellschaft 

 


Juni 2015 - Nahe Schloß Elmau - Foto von H.C.M.
Juni 2015 - Nahe Schloß Elmau - Foto von H.C.M.

  

 

Polizei 

 

 

Die Polizei hat als ein starkes Exekutivorgan des Staates für die Durchsetzung und Einhaltung der geltenden Gesetze im Inneren des Landes zu sorgen. 

 

Polizeiliche Bewaffnung

 

Notwendige Änderungen: 

  • Kein offenes Tragen von Waffen.

  • Austausch aller verletzungsintensiven Schutz- und Durchset-zungswaffen durch effektive, aber möglichst nicht-verletzende Mittel/Instrumente.

 

 

Würde


Ordnung

 

Psychologie der Gewalt

 

 

 

 

"Gefängnis"

 

 

Die Gesellschaft in ihrer freien Entfaltung zu schützen, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates.

 

Die  Gesetze  formulieren die Grenzen der freien Handlungs-Möglichkeiten zu diesem Zweck. Menschen, die diese Grenzen verletzen, werden nötigenfalls mit Hilfe der Exekutive in Gewahr-sam genommen. 

 

Selbstverständlich sind auch im Gewahrsam das Grundgesetz und die Menschenrechte in Kraft.  

Gefängnis
Gefängnis

Es ist nicht  Aufgabe des Staates, Rache zu üben,

zu strafen, oder Reue und Buße zu verlangen. 

All dies verstößt gegen die Menschenwürde.

 

 

Notwendiges "In-Gewahrsam-nehmen" ist weder Willkür, noch Rache, noch Strafe. Es dient ausschließlich der Gesellschaft, dem Schutz der einzelnen Menschen. 

 

Ich sage euch, selbst wie der Heilige und Rechtschaffene nicht über das Höchste hinaussteigen kann, das in jedem von euch ist, so kann der Böse und Schwache nicht tiefer fallen als das Niedrigste, das auch in euch ist.

Und wie ein einzelnes Blatt nicht ohne das stille Wissen des ganzen Baumes vergilbt, so kann auch der Übeltäter kein Unrecht tun ohne den verborgenen Willen von euch allen.

Ihr könnt nicht den Gerechten vom Ungerechten trennen; nicht den Guten vom Bösen.

~ sagt Khalil Gibran

 

Aufgabe des Staates ist es aber, die beteiligten/betroffenen Menschen - wenn es denn möglich scheint - zur Unterstützung von Heilungschancen zusammen zu bringen. 

 

Bei allen derartigen Bemühungen hat 

die Würde des Menschen Priorität.

 

Alle Nuancen des Menschen

sind in allen Menschen komplett enthalten.

Kein Mensch ist (un-/)wichtiger als ein beliebig anderer.

 

Alle Menschen sind gleich wichtig;

unabhängig von dem, was sie jemals getan haben.

 

Und was auch immer das kollektive Unbewußte fordert: Der Staat hat eine übergeordnete Stellung einzunehmen! Das ist eine der wesentlichen Aufgaben des Staates, nicht dem unbewußten Anteil des Kollektivs zu folgen. So, wie jeder Lehrer in einem Konflikt der Schüler eine übergeordnete, eine reifere Haltung einnimmt und so... die emotionalen Spitzen neutralisieren kann.

 

 

Wer die Menschen behandelt wie sie sind,

macht sie schlechter.

Wer sie aber behandelt wie sie sein könnten,

macht sie besser. 

 

~ sagt Johann Wolfgang von Goethe ~  

 

 

Gewahrsam

 

Gut & Böse   (Moral)

 

Gut & Böse   (Illusionen)

 

Der Wert des Menschen

 

 

  

 

Menschenwürdige Lösungen

 

  

Es ist nicht nötig, rückwärts gewandt nach Schuld & Sühne Ausschau zu halten, aber es ist notwendig, vorwärts gewandt nach der erforderlichen Prävention, nach Möglichkeiten des Schutzes der übrigen Mitglieder der Gesellschaft vor den Bedrohungen Einzelner, zu suchen. 

 

Wir kommen nicht umhin, nach menschenwürdigen Lösungen zu suchen, die es uns ermöglichen, Täter, die - nach menschlichem Ermessen - als nicht rehabilitierbar erscheinen, zeit ihres Lebens von der übrigen Gesellschaft zu isolieren.  

(siehe Norwegen)

 

 

 Wenn Strafe was nützen würde,

wär ich der Erste, der dafür ist. 

 

~ Franz Meurer ~ 

Kölner "Sozial-Pfarrer"

 

 

 

 

Urteil

z

 

"Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gelaufen bin."

 

Unbekannter Apachenkrieger

 

Für einen Apachenkrieger mag das mit den Mokassins zutreffen, aber für uns genügt die Bitte: "Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen urteilen zu wollen.“

 

Denn wer über einen Menschen urteilt,

hat aufgehört, ihn verstehen zu wollen.