Der Wert des Menschen


 

                   "Cogito, ergo sum."

...glaubt Descartes

 

 

Es bedarf aber keines ergo, keines Grundes, keiner Voraussetzung, um zu sein. In einer intelligenteren Gesellschaft genügt das sum, genügt das „sein“ eines Menschen vollauf, um bereits gewürdigt zu werden.

 

l In einer intelligenteren Gesellschaft wird das „mongoloide“ Kind auf seine, auf eine ihm angemessene Weise gefördert.

 

l In einer intelligenteren Gesellschaft wird der „Hochbegabte“ auf eine ihm angemessene Weise gefördert.

 

l In einer intelligenteren Gesellschaft wird der „Asperger/Autist“ auf eine ihm angemessene Weise gefördert. 

 

l In einer intelligenteren Gesellschaft werden die – wie auch im-mer – gehandicapten Kinder/Menschen auf eine ihnen angemesse-ne Weise gefördert.

 

l In einer intelligenteren Gesellschaft wird man um die Verschie-denartigkeiten der Menschen wissen und sie alle auf eine ihnen angemessene Weise  um ihrer selbst willen – fördern. Ihre "volkswirtschaftliche Zweckdienlichkeit" wird keine Rolle mehr spielen.

 

Wir werden zunehmend die Verschiedenheit von Menschen sehen und unterscheiden können, ohne sie – als von der „Norm“ abwei-chend – pathologisieren zu müssen.

 

Folgerichtig wird man sich von den Ideen von „Schuld“ und „Strafe“ verabschieden.

 

Cogitare..., das Denken wird nicht mehr für so wichtig gehalten werden wie heute.

 

In einer intelligenteren Gesellschaft.

 

Kein Mensch hat das Recht,

einen anderen zu regieren.

 

~ sagt Francisco Ascaso ~

 

Erziehung“ ist auch so eine SchnapsIdee, die uns die Erlaubnis zu haben glauben macht, einen Menschen regieren zu dürfen.

 

In einer intelligenteren Gesellschaft wird eine intelligentere Regierung - selbstverständlich - dafür sorgen, daß sämtliche Schulküchen, öffentliche Nahverkehrsmittel und alle anderen öffentliche Einrichtungen von allen Kindern kostenfrei genutzt werden können. 

 

Die Aufgabe der Umgebung ist nicht,

das Kind zu formen, sondern...

ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.

 

~ sagt Maria Montessori ~

 

 

Diese Formulierung der Maria zeigt keine Haltung des "erziehen"-wollens, sondern eine der Liebe zu den Wesen, die sie unmittelbar vor sich hat. 

 

Eine bayerische CSU-Politikerin hatte ihre Tochter auf die Waldorf-Schule geschickt. Als designierte Bildungsministerin bekam sie plötzlich erheblichen Druck: Sie solle doch endlich ihre Tochter von dieser Schule nehmen! 

Die Tochter sagte ihr unter Tränen, daß sie - wenn sie ihrer Mutter mit dem Verbleib schaden würde - bereit sei, die Schule zu verlas-sen. 

Daraufhin beschloß die Frau, ihre Tochter auf der Waldorfschule zu belassen. 

 

Liebe ist der Boden,

auf dem Entfaltung gedeihen kann. 

 

 

Die Tatsache, daß ich unentbehrlich bin,

wird allein durch die Tatsache gerechtfertigt, daß ich bin.

 

~ sagt Rabindranat Tagore ~

 

 

 

Jugend & Aktivität

 

 

Niemand, insbesondere nicht die Jugend, egal welcher Herkunft, darf in diesem Land absichtlich in Tatenlosigkeit (im Sinne von Agonie) gehalten werden.

 

Hier ist kreatives Denken gefordert.

 

Zunächst könnten die Jugendlichen in sozialen Einrichtungen unterschiedlichste Aufgaben übernehmen. Diese Aufgaben sollten jährlich wechseln, um Hierarchisierung und Diskriminierung zu unterlaufen.

 

Diese Beschäftigungs-Pflicht hat ausdrücklich nicht Zwang und Kontrolle zum Ziel, sondern die Entwicklung und Stabilisierung des Selbstwertgefühls, die Freude am Gelingen und die Entwicklung von Verantwortungsbereitschaft – auch für das Gemeinwesen.

 

Durch die Betreuung von Mentoren und die parallele Nutzung des Bildungszentrums wird eine mögliche Zustandserstarrung ausge-schlossen.

 

Jede Behinderung von Entfaltung sollte schnellstmöglich  erkannt und sofort beiseite geräumt werden. 

 

Anders macht Angst,   

aber...  Anders ist normal.

 

 

Vielfalt fördert die Intelligenz 

und jedes Spezifikum ist eine Bereicherung für die anderen.

 

Das gilt

für die Schule im Kleinen,

wie für die Gesellschaft im Größeren.

 

Je mehr die Würde des Menschen – ungeteilte – Anerkennung findet, desto mehr wird es sich herum sprechen, daß alle mit und von allen lernen können, daß sich der Rahmen der Intelligenz erweitert. 

 

AUSGRENZUNG  VERENGT.

 

 

 

 

Dummheit

 

  

Auch der Dumme hat manchmal einen gescheiten Gedanken. Er merkt es nur nicht.

...spottet Danny Kaye

 

Danny, merkt es denn der Arrogante, wenn er mal einen gescheiten Gedanken hat?

 

 

 

  

Es reicht

 

 

 

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Frage: „Gerade so? Ohne Ambitionen, ohne Entwicklungswillen?“

 

Ja, gerade so.

Ohne Ambitionen auf (Selbst-)Veränderung.

 

Es entwickelt sich, was sich entwickelt – oder auch nicht.

Ohne mein willentliches Zutun. 

 

I am.

It´s  enough.