Die sieben relevanten Fragen

 

 

Die politischen Versammlungen sind die Stätten der Welt, wo der Glanz des Genies am wenigsten zur Geltung kommt.“

Jules Simon *)

 

Wann immer uns ein solcher Satz begegnet – und wir mit ihm intelligent verfahren wollen – sollten wir folgende 7 Fragen stellen. Und zwar in der richtigen Reihenfolge:

 

  1. Feststellung: „Ist dem so?“
  2. Falls es sich bestätigt: „Warum ist das so?“
  3. Die Frage: „Muß das so sein?“
  4. Falls NEIN: „Wollen wir die Ist-Situation verändert wissen?“
  5. Falls JA: „Wohin, in welche Richtung soll die Veränderung gehen?“
  6. Wenn wir nun genau wissen, was wir wollen, folgt die sechste Frage: „Wie bewerkstelligen wir die anstehende Veränderung in kürzester Zeit?“
  7. Letzte Frage vor dem Tun: „Wie gehen wir es jetzt an?“

 

Es geht darum, Reife, Weisheit, Intelligenz, Engagement und Gemeinwohl-Denken in die Parlamente zu bringen und gleichzeitig Egoismus, Bedürftigkeit, Sucht nach Beachtung, Parteilichkeit, Kumpanei (Fraktionen), Klientel-Politik, Ideologie und die elende Zeitschinderei außen vor zu lassen.

 

Bei der Bewerkstelligung hilft uns das  Gesetz der Zuversicht:

 

Was

immer

wir wollen:

Wir können das.

 

Vielleicht bekommen wir damit noch kein Genie auf die Plätze der Abgeordneten (ist vermutlich auch gar nicht nötig), aber immerhin einen Abglanz.

 

 

Zuversicht

 

 

 

 

Aus-Wahl-Verfahren

 

  

"Die Bürger werden eines Tages nicht nur die Worte und Taten der Politiker zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Mehrheit”,

...jammert Bert Brecht.

 

Es werden sich immer nur sehr wenige für Politik interessieren, lieber Bertolt und solche, die sich sogar für Gemeinwohl-Belange interessieren, sind noch weniger. 

 

Aber es kommt hier auch nicht auf die Menge an, sondern auf die Qualifikation der wenigen von uns abgeordneten Parlamentarier. Diese Fähigkeiten werden durch das entweder intelligent oder nicht intelligent konzipierte Auswahlverfahren bestimmt.

 

Das allerdings... ist immer noch so primitiv, wie es nur irgend geht. 

 

 

 

 

Wahlsystem

 

  

Vorstellungsvermögen

  ist wichtiger als Wissen.

 

  ~ Albert Einstein ~ 

 

Wir verlieren uns darin, Zustände zu bemäkeln, aber kaum jemand interessiert sich auch für die  U r s a c h e n.

 

Wir brauchen keine Parteien und andere Lobbyisten, sondern intelligenz-kompatible Leute im Parlament für die Arbeit an intelligent erdachten und intelligent organisierten Lösungen.

 

Der Haken ist...

unser Wahl-System !

 

  1. Wollen wir intelligent erdachte und organisierte Lösungen, brauchen wir intelligente Leute im Parlament mit dem dafür erforderlichen Reifegrad, der die Befähigung zu intelligentem Handeln anbietet. 
  2. Das schließt bereits all jene aus, die andere kritisieren, was eine Fehlleistung darstellt, weil: Mißbrauch der Intelligenz. 
  3. Wollen wir intelligente Leute im Parlament, brauchen wir ein intelligent ausgeklügeltes Wahlsystem, das folglich erst die Voraussetzung schaffen kann für intelligentes, gemeinwohl-orientiertes parlamentarisches Handeln.

 

Sind wir bereit für ein solches – zeitgemäßes – Wahlsystem? Die Frage ist nämlich:

 

"Bin ich bereit, für ein Wahlsystem zu plädieren, in dem ich selbst möglicherweise aufgrund fehlender Intelligenz oder mangelnder Fähigkeiten erst gar nicht auf die Liste komme? Bin ich bereit, der Intelligenz und dem erforderlichen Sach-Verstand - gegenüber meinem EGO - den Vortritt zu lassen?" 

 

Falls wir dazu nicht bereit sind, können wir weiter mäkeln... ad infinitum.  

 

 

 

Dilemma ?

  

 

Einwand: "Um derzeit das Wahlverfahren ändern zu können, bräuchten wir quasi "die richtigen Politiker". Und da beißt sich sozusagen "die Katze auch schon in den Schwanz"."

 

Das nennt man auch ein Dilemma.

 

Ein alternatives Wahlverfahren kann sich erst dann realisieren, wenn es sich ein paar Leute wenigstens erst mal v o r s t e l l e n können. Der zweite Schritt ist, es zu formulieren und der dritte, es zu kommunizieren...

 

Ich sehe... die Möglichkeit (!)

der Auflösung des Dilemmas.

 

Hier hilft uns auch das  Gesetz der Zuversicht:

 

Was

immer

wir wollen: 

Wir können das. 

 

 

Zuversicht 

 

 

 

 

Schwellenhöhe

 

 

Eine der Stärken der Demokratie ist, daß sich im Prinzip JEDER in den Bundestag wählen lassen kann, sofern das Alter von 18 Jahren nachgewiesen werden kann.

 

Eine der Schwächen der Demokratie ist, daß sich im Prinzip JEDER in den Bundestag wählen lassen kann, unabhängig vom Stand seiner Geistigen Reife.

 

 

 

 

Wahlverfahren

 

 

A – Primitive Formen der Bürgerbeteiligung...

        kennen wir bereits als das alle vier Jahre veranstaltete

  1. Wahlprozedere um die Vertreter der verschiedenen Parteien (Plakatwahlen) und als weitere, die
  2. Volksabstimmung.

 

       Alternativ benötigen wir dringend...

B – intelligent konzipierte Formen der Bürgerbeteiligung !

 

 

  

*) in „Psychologie der Massen“ von Gustave Le Bon