Meritokratie

 

  

Meritokratie = ist die Regierungsform, in der sich sowohl die Wählenden, als auch die Gewählten bereits die jeweils erforderlichen Meriten erworben haben (müssen).  

 

Jeder Bürger muß die Möglichkeit haben, an der politischen Gestaltung mitzuwirken - einerseits.

 

Aber... warum haben wir im Parlament die Charaktere, die wir dort vorfinden? Es ist eine heilige Kuh, die uns in der Schleife hält; sie heißt: „Jeder soll wählen dürfen.“

 

Unser Wahlsystem funktioniert so, als würde die Gemeinde der Lottospieler jemanden aus ihren Reihen wählen wollen, der dann im Amt aber nichts als das Gemeinwohl im Blick haben soll.

 

Auf diese Weise schaffen es sogar Schnäppchenjäger bis an die Spitze des Landes.

 

Derzeit sind die Wählenden nun mal keine Fachleute, welche ihrerseits Fachleute als solche erkennen könnten und also dementsprechend zweckdienlich und verantwortlich wählen könnten.

 

Würden wir denn - als Beispiel - auch unsere Chirurgen aus der Masse der Bevölkerung wählen wollen, wie wir derzeit unsere Parlamentarier in verantwortliche Posten wählen? Also jemanden, der besonders gut reden kann?

 

Oder lieber doch jemanden, der vielleicht nicht besonders gut reden kann, sich statt dessen aber mit den erforderlichen Fähigkeiten ausweisen kann?

 

Ich selbst kann die Fähigkeiten eines Chirurgen über Aussehen und Rhetorik nicht ermitteln und überlasse diese Wahl deshalb gerne den zuständigen Fachgremien.

 

Damit stelle ich die Wichtigkeit seiner fachlichen Fähigkeiten über mein Ego-Bedürfnis, ihn wählen zu dürfen.

 

Und das scheint mir die vernünftigere Art der/einer Wahl zu sein: Daß nämlich eine entsprechende Kompetenz die erforderliche Kompetenz wählt.  

 

Falls wir eine intelligentere Regierungsform als die derzeitige wollen, kommen wir ohne das Kriterium

der  Geistigen Reife  nicht aus.

 

 

 

 

Das Bestmögliche

 

 

Eine vom Lehrerpult her vorgetragene Zuspitzung kann eine, den kreativ-konstruktiven Teil unseres Geistes fördernde, also... eine fruchtbare Herausforderung bieten. Wir sollten sie annehmen:

 

Demokratie ist nicht das höchste Ziel. Sie ist besser als diktatori-sche Regime, sie ist besser als Monarchien, aber sie ist nicht das Ende der Reise – denn im Wesentlichen bedeutet Demokratie eine Regierung von den Menschen, durch die Menschen, für die Menschen. Aber die Menschen sind zurückgeblieben.

Lasst es uns so sagen: Eine Regierung von Zurückgebliebenen, durch Zurückgebliebene, für Zurückgebliebene.

Demokratie ist nicht das Bestmögliche, das die Menschen erreichen können. Im Vergleich zu früheren Regierungsformen ist sie gut, aber es gibt etwas, das besser ist. Das nenne ich Meritokratie.“

 

Osho: From Bondage to Freedom #31

 

Das Konstrukt oder Denkmodell "Demokratie" ermöglicht prinzipiell die Teilnahme eines jeden Bürgers an der Gestaltung des Rahmen-Gebildes einer Gesellschaft, also des Staates.

 

Das klingt nett, hat aber den Pferdefuß, daß auch der ungeeignetste Bürger diese Möglichkeit zur Teilnahme an Parlaments- und sogar an Regierungs-Verantwortung bekommen kann.

 

Das kann niemals das höchste Ziel sein.

 

Dieses Konstrukt sollten wir also dringend gegen eine intelligenter ausgeklügelte Form von Staat und Regierung ersetzen.

 

Vielleicht sollten wir aber nicht sofort die von Osho empfohlene Meritokratie angehen? Warum:

 

Es ist eh schon sehr schwierig, intelligente, weise, kompetente und herzliche Menschen auf freiwilliger Basis in die politische Arbeit zu bekommen.

 

Wenn wir die Latte zu hoch hängen, finden wir möglicherweise nicht genügend Leute, die diese dann noch nehmen können.

 

Bisher haben wir frevelhafterweise die Latte einfach auf dem Boden liegen lassen, so daß besonders die falschen Leute viel zu leichtes Spiel hatten, darüberzuspazieren, ohne auch nur zu stolpern.

 

Mein Vorschlag geht dahin, die grundsätzliche Kompetenz, eine Art  Parlaments-Reife  zu formulieren.

 

Aufgrund der Kriterien eines zu erstellenden Bewerbungsbogens ist dann das Intelligenz-Potenzial der Interessenten abzuklopfen.

 

Ist die Interessenlage der Bewerber eine lautere und sind die nötige flinke Energie und die Befähigung zur Nutzung der Intelligenz im erforderlichen Maße vorhanden, werden sich schon die passenden Leute finden und schnellstmöglich einarbeiten lassen.

 

Mit den Aufgaben... wachsen. 

 

Deine Kompetenz, deine wirkliche Vormacht in der wissenschaftlichen Welt wird entscheidend sein.

 

– Osho, From Ignorance to Innocence #15

 

So wie ich es sehe, hat das Amt den Menschen noch immer wachsen lassen. Zudem steht dieser Mensch ja auch nicht ganz allein da. Ein ganzer Stab an erfahrenen und kompetenten Leuten steht ihm zur Verfügung.

 

Ich sehe die „vorläufige Inkompetenz“ nicht als Makel, als Fehler, nicht als Mangel an.

 

Vorläufige Inkompetenz = leeres Blatt, Tabula rasa, alles offen, vibrierende Leere. 

 

Sie ist die Grundsituation, die Basis für Intelligenz, Kreativität, Konstruktivität und für die Effektivität nachfolgenden Gestaltens oder Erforschens.

 

Gerade die Frische, die Uneingefahrenheit... könnte für die Lösung der anstehenden Probleme eher günstig sein. Er könnte uns sach-dienlich enorm helfen, dieser klare Blick.

 

Wichtiger als die Fachkompetenz, scheint mir... die Reife !

 

Ist der Bewerber des Gemeinwohl-Denkens fähig? Was ist seine Intention, den Platz zu besetzen? Ist er stark genug, hat er Rückgrat? Ist er kooperationsfähig? Ist er bereit und in der Lage, Verantwortung zu übernehmen? Wie steht es mit der Bewußtheit dieses Menschen? Kann er Abstand zum Ego halten, oder ist er ihm ausgeliefert? Und die Unterscheidungs-Fähigkeit?

 

 

Und wenn die Regierung einmal in die Hände von Wissenschaftlern gelangt, dann ist alles möglich.

 

– Osho, ebenda

Das sehe ich nicht ganz so optimistisch.

 

Der Wissenschaftler ist ein spezieller Typus. Für den anstehenden Job sehe ich den Unternehmer-Typ als geeigneter.

 

Siehe hierzu: Unternehmer-Geist

 

Wir unterscheiden uns nun mal sehr viel stärker, als wir das auf den ersten Blick hin sehen können. Hier können uns die Psychologen und Neurowissenschaftler mit ihren neuesten Erkenntnissen ein wenig aufklärend helfen.

 

Wir sollten sehr genau hinsehen und herausfinden, welcher Typus von Mensch an welcher Stelle die optimalen Ergebnisse bringen kann. 

 

Auf jeden Fall ist es zu erreichen, für den richtigen Mann und die richtige Frau das zu ihnen passende Amt zu finden und optimal leiten zu lassen. Fast jedes kleine Unternehmen macht es uns vor.

 

Es geht, sobald wir es so wollen.

 

Nur müssen wir dann auch bereit sein, die Einstiegs-Modalitäten, also das Aus-Wahl-Prozedere dahin gehend zu modernisieren.

 

 

Osho zu...  Meritokratie

 

 

 

 

Die Besten & Redlichen

 

  

 

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn! 

Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.

 

~ Friedrich Schiller ~

 

 

"J. M.: Das hat mein Vater oft zitiert. Das Zitat zeugt von Demokratie-Verdrossenheit. Er stellte sich wohl eine Oligarchie der Besten und Redlichen vor." 

 

Die „Besten und Redlichen...

 

Welchen Wert sonst... sollte Staatsform haben, wenn nicht den, daß die Parlamentarier diese Grundvoraussetzung erfüllen!?

 

Die Umkehrung würde lauten: Die Schlechtesten und Unredlichen. 

 

Mehrheit ist kein...

Indiz für Weisheit.

 

Wir brauchen ein solcherart verändertes Wahlsystem, durch das die Grund-Voraussetzung für eine am Gemeinwohl ausgerichtete Politik ermöglicht wird. Dazu benötigen wir...

 

Klare EIGNUNGS-KRITERIEN für Parlamentarier: 

 

1.  Das Gemeinwohl ist das einzige Ziel seines Handelns

2.  Bereitschaft zur Wahrhaftigkeit (gegenüber Jedermann)

3.  Kooperationsfähigkeit

4.  Achtung vor sich selbst (impliziert die Achtung vor Anderen)

5.  Permanente Offenheit für Intelligenz

6.  Engagement und Leistungswillen

7.  Fähigkeit zur kreativen Organisation von Kompetenz

8.  Geistige Autonomie (Kapazität für verantwortungs-bewußtes                         Entscheiden  aufgrund eigener Weisheit)

9.  Zuversicht, Entschlossenheit und... Stehvermögen (um 

         auch Stürmen von Anwürfen standhalten zu können)

 

Wer diese Kriterien erfüllt, belegt so...

die erforderliche Parlaments-Reife. 

 

Die Auswahl-Gremien können sich anfangs aus Inhabern mittel-ständischer Unternehmen (die ihren Betrieb mindestens fünf Jahre lang erfolgreich geleitet haben) zusammensetzen.

 

 

 "Der Staat (ist) `Sachwalter der Allgemeinheit´, Grundmotivation all seines Handelns darf nur das Gemeinwohl und das öffentliche Interesse sein."

 

– Prof. Dr. Wolfram Höfling, Verfassungsrechtler, in: Sachs/GG, Art. 1 Rn.95

 

Partei-Interesse ist übrigens

eine Form von Privat-Interesse.