Konfliktforschung

 

   

Einen Teilbereich des Ministeriums für Vision bildet die Konflikt-Forschung. 

 

Wollen wir menschenwürdige Alternativen - zu militärischen Einsätzen welcher Art auch immer - müssen wir Kommissionen, Gremien, Foren und Ministerien installieren, die nichts anderes zu tun haben, als die wirklichen Ursachen von Konflikten zu erfassen, zu verstehen, offen zu legen und alternative, konstruktive, umsetzbare Vorschläge zu entwickeln und vorzuschlagen.

 

Ihre Mitglieder müssen in jeder Weise absolut unabhängig sein und dürfen nur der Menschenwürde, der Intelligenz und der Wahrheit verpflichtet sein.

 

Üblicherweise ist

die Hauptfunktion von „Experten“,

die Delegation von Intelligenz und Verantwortung.

 

Externe Fachkräfte dürfen deshalb von den Untersuchenden zwar gehört werden, dürfen in kurzen (!) Sätzen auch zitiert werden; ver-antwortlich für die Untersuchung ist aber ausschließlich die für die Konfliktforschung zuständige, unterzeichnende Gruppe.

 

 

Friedensbereitschaft

 

 

 

 

Friedens- oder Kriegsarbeit ?

 

 

Wer auch immer und zu welchem Zweck auch immer sich für Frieden oder für Krieg interessiert, muß zunächst unterscheiden zwischen... 

  • Friedensarbeit und

  • Kriegsarbeit.

 

Wir müssen klar unterscheiden, auf welcher Seite unser Interesse tatsächlich liegt.

 

Wer wirklich an Frieden interessiert ist, wird sich nach den Konflikt-Ursachen erkundigen und nicht fragen, wer welche Waffen benötigt. Wer aber am Waffenverkauf interessiert ist, wird fragen, wo sich die ertragreichsten Konfliktgebiete befinden und ob sich vielleicht sogar neue generieren lassen.

 

 

 

 

Kriegsarbeit

 

 

Auseinandersetzung und Krieg schaffen in der Waffenindustrie Arbeitsplätze; Frieden nicht. Arbeitsplätze und Umsatz werden in diesem Produktsegment schließlich von gewalttätigen Konflikten gehalten und gesteigert und nicht durch harmonisches Miteinan-der.

 

Solange wir Fetische wie „Wirtschaftswachstum“ und „Vollbeschäf-tigung“ wie Monstranzen vor uns her tragen, ist der Ruf nach Frie-den nicht viel mehr als Heuchelei.

 

Also leben wir – über diese Teilbereiche von Arbeitsmarkt und Wirtschaft – zu einem bestimmten Prozentsatz vom Leiden, von der Not und vom Sterben anderer. Man will „das Geschäft schließlich nicht den anderen überlassen“.

 

Demzufolge liegt unser Interessen-Schwerpunkt derzeit... auf der Kriegsarbeit.

 

 

 

 

Friedensarbeit

 

 

Frieden läßt sich

nicht herbeibomben.

 

Bomben zerstören, verletzen und töten – weiter nichts.

 

Frieden bedeutet...

Alles ist in Balance.

 

An Frieden interessiert sein bedeutet, gründlich zu recherchieren, herausfinden zu wollen, was alles bereits jetzt in Unbalance ist. An Frieden interessiert sein bedeutet, Aufschluß darüber bekommen zu wollen, wodurch Unbalancen entstehen, welche Faktoren daran be-teiligt sind.

 

Für diese Arbeiten werden weder Verletzungs-, noch Tötungswerk-zeuge gebraucht.

 

6 Punkte  Voraussetzungen für den Beginn einer Friedensarbeit:

  • Friedensarbeit beginnt mit der Erkenntnis, daß der Andere kein „Feind“, sondern ein Familienmitglied ist, egal, was er je getan hat oder noch beabsichtigt.

  • Friedensarbeit beginnt mit der Erkenntnis, daß jeder Mensch seine ihm innewohnende Würde hat, die durch keine menschliche Bewertung je beschädigt werden kann.

  • Friedensarbeit beginnt dort, wo einerseits das geltende Recht durchgesetzt, andererseits die Unversehrtheit des menschlichen Körpers als ein hoher Wert geachtet wird.

  • Friedensarbeit beginnt dort, wo wir die Anfänge von Feind-bildung selbst erkennen können.

  • Friedensarbeit beginnt dort, wo der menschliche Erfin-dungsreichtum eingesetzt wird, Tötungs-Werkzeuge durch schonende Durchsetzungs-Techniken zu ersetzen.

  • Friedensarbeit beginnt mit der Erforschung der Lebens-Interessen von Individuen, von Familien, von Sippen, von Clans, von Volksstämmen, von Nationen, von Ethnien und von Religions-Gruppen – bezogen auf deren speziellen Lebensbedingungen in ihrer natürlichen, kulturellen oder urbanen Umwelt.

 

Alles dieses und einiges mehr bildet erst die Voraussetzung für den Beginn einer Friedensarbeit.

 

Bisher gelten kriegerische Auseinandersetzung und das Aufrüsten als alternativlos. Aber sobald wir bereit sind, die Dinge aus einer friedlicheren Perspektive zu betrachten, steht uns auch die nötige Intelligenz für eine neue Technik, für neue Verfahrensweisen und für ein dementsprechendes Recht zur Verfügung.

 

 

Friedensbereitschaft

 

Ist Frieden machbar?