Warum Staat ?

  

   

Das Handeln der Individuen einer Gesellschaft wird im wesent-lichen durch zwei Triebfedern bestimmt: Angst & Liebe.

 

Angst ist derzeit die vorherrschende Kraft. Die Anhäufung von Geld und Waren über den eigenen Wohlstand hinaus... basiert auf Angst.

 

Die Existenzberechtigung der Institution „Staat“ leitet sich ab aus dem Wunsch nach einem (auf das Gemeinwohl ausgerichtet) funktionierenden Korrektiv. 

 

 

Derzeitige Weichenstellung:

 

Es besteht und wir haben die Möglichkeit, die Dinge nach derzeitigen Bedingungen ihren Lauf zu lassen... 

  • Unkontrolliert wird der Markt, insbesondere der Finanz-Markt, an Macht gewinnen und diese – ausschließlich zu seinem Vorteil – einsetzen und in der Folge die Handlungsfähigkeit des Staates noch weiter schwächen.

  • Das Gros der Gesellschaft wird - in Bezug zur Reichtums-Entwicklung - verarmen und zusammen mit dem Staat lediglich an Bedeutungslosigkeit gewinnen.

  • Die Löhne werden weiter sinken und die Sozialleistungen nach und nach verschwinden.

  • Die Sicherheitsapparate werden sich blühend entfalten, ihr Kontrollbedürfnis störungsfrei ausfahren und die Habenichtse von den Toren der Besitzenden fern halten.

 

Wenn wir (die Gesellschaft) damit einverstanden sind, es ist o.k., wir können es stillschweigend so beschließen, dann gibt es nichts weiter zu tun.

 

Sollten wir es aber doch etwas anders wollen, gibt es viel zu tun!

 

 

Alternative Weichenstellung:

 

Die intelligente Alternative dazu ist ein starker und weiser Staat.

 

Die Stärke des Staates ist die Voraussetzung für die Möglichkeit einer Weichen-Umstellung.

 

 

Starker Staat

 

 

 

 

Menschliche Entwicklung

 

 

Wenn dann einer ein Apparätchen erfindet, mit dem man 200 Arbeits-Plätze spart, dann gibt es ja keine Arbeitsstrittigkeit wie heute. Sondern dann steigen die Menschen aus, um ihre Fähigkeiten höher zu entwickeln. Und sie werden für diese Fähigkeit des Sichentwickelns und Lernens bezahlt in genau derselben Weise, wie sie bezahlt würden für die Herstellung von Besenstielen. 

Joseph Beuys

 

 

 

 

Die große Hartz4-Gefahr

 

 

Die Gruppe der Menschen, über die gerade noch gesprochen wird, denen man sogar unbedingt „helfen will“, sind solche in „sozialver-sicherungspflichtiger Beschäftigung“. Man will sie wohl vor einer großen Katastrophe bewahren.

 

Aber die Menschen, die mit dem Einkommen „Hartz4“ leben, scheinen keine Menschen (mehr) zu sein. Sie existieren scheints gar nicht. Niemand spricht in den öffentlichen Medien über sie... auf Augenhöhe.

 

Und niemand spricht mit ihnen auf Augenhöhe. Größtenteils werden sie nicht einmal erwähnt. Sie kommen nicht vor, nicht einmal in den Polit-Wahl-Theatern – außer als kompaktes Schreck-Gespenst.

 

Wenn man doch mal von ihnen hört, spricht man über sie. Und wenn man über sie spricht, dann wie von einer fremden, unange-nehmen und unaussprechlichen Masse oder wie von einem toten See: Man warnt vor der großen Gefahr, „in Hartz4 abzurutschen“.

 

Es schwingt das Menetekel, Menschen mit prekären Lohn-Einkom-mensbedingungen lägen „knapp über Hartz4“. Es grassiert die große Sorge, sie könnten „auf Hartz4-Niveau herunter stürzen“.

 

Aber mit ihnen selbst... wird nicht gesprochen. Die Ausnahme, daß gelegentlich ein Exponat dieser Exoten in einer Talk-Runde als sichtbare Repräsentanz dieses üblicherweise unsichtbaren Phäno-mens auftaucht, bestätigt die Regel. 

(Die Zitate sind Original-TV-Zitate)

 

Das Geheimnis, daß es sich hier um ganz normale Menschen dieser Gesellschaft handelt, wird wohl erst dann gelüftet werden, wenn die an Bedingungen gebundene „Stütze“ in ein bedingungsfreies Einkommen umbenannt worden ist. Dann wird sich wohl auch die Scham dieser Menschen auflösen.

 

Ja dann werden sie wohl auch...

ihre Würde zurück bekommen.

 

 

 

 

Zivilisation & MwB

 

 

Der Beginn der Zivilisation . . .

wird zeitgleich das Ende von "LOTTO" sein.

 

Lotto heißt hier: Wenige horten unverhältnismäßig viel Geldmittel. 

 

Die Zivilisation beginnt, sobald wir jedem Gesellschaftsmitglied bedingungslos ein Menschenwürdiges Basis-Einkommen (MwB) zubilligen können.

 

 

 

 

 

   Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, daß ihre

   Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen schien.

 

     ~ Albert Einstein     

 

 

  

 

 

 

MenschenWürdiges Basiseinkommen

 

  

Voraussetzungen sind:

  • Wir befinden uns in einer reichen Gesellschaft.

  • Wir wollen als Gesellschaft die Barbarei des Egos klein halten, also kontrollieren und mit einem ambitionierten Gemeinwohl-Denken in Balance bringen. 

  • Wir haben einen starken und intelligent geführten Staat, mit dem wir dieses ermöglichen können.

 

Für den Mindestlohn sprechen weder die Intelligenz noch die Menschenwürde. Ein „Mindestlohn“ ist auf einen bestimmten Betrag fixiert und dient lediglich einigen Gruppierungen zur Beruhigung, anderen zur Abschreckung... und weitern politischen Absichten.

 

Um den beiden Instanzen... 

Intelligenz und Menschenwürde Rechnung zu tragen:

 

Wir

benötigen

ein dem Menschen

würdiges BasisEinkommen.

 

Wie oder woraus sich dieses zusammensetzt, ist jetzt nebensächlich.

 

Zu welchen Anteilen sich der Staat und zu welchen sich die Unternehmen beteiligen, können diese Parteien untereinander ausmachen.

 

In diesem unteren Bereich der Einkommensfindung wird keine Gewerkschaft mehr gebraucht. Sie haben sich aus diesem „Milljöh“ eh schon so gut wie verabschiedet.

 

Eine Kommission kann - unter Mitwirkung anderer - die Kriterien zur Bestimmung der Höhe des Betrages für ein dem Menschen würdiges BasisEinkommen (MwB) auf ein Jahr festlegen.

 

Die Höhe des BasisEinkommens muß aktuell flexibel sein und regional turnusmäßig angepaßt werden. Denn allein die Mieten sind in Ostfriesland aktuell andere, als in München. 

 

Die Finanzierung sollte gebündelt durch die SteuerEinnahmen erfolgen und bedarfsgerecht auf die Kommunen verteilt werden.

 

Zunächst aber müssen sowohl der ReichtumsQuotient der Gesamt-Gesellschaft, als auch der Zufriedenheits-Quotient des Bürgers ermittelt werden. Diese dienen grundlegend als Referenzgeber zur Bestimmung der Höhe des BasisEinkommens. 

 

 

Die Menschheit wird erst glücklich sein,

wenn alle Menschen Künstlerseelen haben werden,

das heißt: Wenn allen ihre Arbeit Freude macht.

 

- Johann Wolfgang von Goethe -

 

 

 

 

Basis-Einkommen  -  Ja oder Nein ?

 

  

Für ein besseres Verständnis müssen wir zunächst...

  1. zwischen Tätigkeit < und > Arbeit differenzieren,

  2. die Fiktion „Gerechtigkeit“ aus dem Spiel lassen,

  3. feststellend fragen: "Sind wir heute eine arme oder eine reiche Gesellschaft?", 

  4. ausmachen, ob wir uns als EINE Gesellschaft verstehen, oder als - lediglich auf das Eigenwohl ausgerichtete - Individuen,

  5. wie weit wir die Einkommens-Unterschiede auseinander driften lassen wollen.

  6. Wir müssen - auf Grund der zunehmenden Automatisierung - die Eigentümerschaft der Wertschöpfung neu klären und in der Folge sollten wir uns auch

  7. den Begriff „Arbeitskampf“  neu anschauen und folgend die Rolle der „Gewerkschaften“  und ihre möglichen Alternativen, unter Berücksichtigung aller Formen der Wertschöpfung.

 

Wenn diese o.g. Punkte geklärt sind, zeigt sich bereits ganz offen, ob ein bedingungsloses Basis-Einkommen gewollt ist, oder nicht. Wir kommen aber, ob wir alle das nun wollen oder nicht, um einen Diskurs über dieses aktuelle Gesellschaftsproblem nicht herum, denn... es drängt sich uns mit jedem Tag mehr und mehr auf.

 

Definitionen:  

  • Lohn-Arbeit =  unfreiwillige Tätigkeit
  • Unfreiwillige Tätigkeit = Tätigkeit, die zum größten Teil dem Lebens-Unterhalt dient, unabhängig davon, ob sie selbst als „bereichernd“ erlebt wird, oder nicht.

 

Fast alle Tätigkeiten bieten auf irgend eine Weise eine „Wert-Schöpfung“, werden aber derzeit nicht als solche anerkannt.

  • Bis vor kurzem war die Wertschöpfung ausschließlich mit der Arbeit des Menschen und einiger Tiere verknüpft.

  • Dann kamen die Maschinen hinzu und die Tiere wurden freigesetzt.

  • Nun werden nach und nach auch die Menschen von der Arbeit befreit, da die Effizienz und die Möglichkeiten der Maschinen exponentiell ansteigen.

 

Das bedeutet aber nicht, daß der von der "Arbeit" befreite Mensch untätig ist. Dafür ist er viel zu unruhig.

 

Tätigkeiten werden von allen Menschen sehr viele ausgeführt. Die entLOHNten Tätigkeiten ("Arbeit") bilden davon jedoch nur einen vergleichsweise kleinen Teil. Bisher haben wir im öffentlichen Diskurs lediglich die Lohn-Arbeit - sowohl mittels Geld, als auch sonst - positiv bewertet. Alle anderen Tätigkeiten wurden und werden bisher bis ins Bedeutungslose minder bewertet.

 

Um eine dem Selbstverständnis der Gesellschaft angemessene Verteilung der Wertschöpfung zu ermöglichen, ist eine Verschiebung des Macht-Gefälles zwischen Staat und Wirtschaft unumgänglich.

 

Da der Markt ego-gesteuert handelt, der Staat jedoch gemeinwohl-verantwortlich handeln muß (andernfalls wäre er überflüssig), muß sich der Staat notgedrungen die Handlungsfähigkeit zurück erobern. 

  • Die Voraussetzung für diese Rückeroberung ist eine möglichst weit gehende Resistenz bezüglich der Manipulation durch Wirtschaftsvertreter.

  • Die Voraussetzung dafür wiederum ist der nötige Grad an geistiger Reife jedes einzelnen Abgeordneten.

  • Diese wiederum ist von den Arten der Entscheidungs-Findung abhängig, auf Grund derer die Volksvertreter Eingang in´s Parlament finden (Wahlsystem).

 

Um alle dem Staat zufallenden Aufgaben im Sinne der Gemeinschaft ausführen zu können, hat dieser auf die gerechtest mögliche und aufwandsarme Weise von der gesamten Wert-Schöpfung der Gesellschaft den erforderlichen Anteil als „Steuern“  einzuziehen.

 

Ein ausgeglichener Haushalt hat selbstverständliche Praxis zu sein. Ein Minus muß schlicht untersagt (verboten!) sein.

 

Ein Plus geht in den nächsten Haushalt. Wachsende Größen auf der Haben-Seite werden durch Feinjustierung über die Steuer korrigiert.  

 

 

Wo kommen wir hin, wenn wir bloß fragen:

„Wo kommen wir denn hin“

und keiner geht, um zu sehen,

wohin wir kommen,

wenn wir

gehen

??

!