Stigma oder...  Teilhabe

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Sozialkarte ?

 

Von einer Sozialkarte ist bereits die Rede, wird wohl auch schon in Hamburg ausprobiert? Im Vergleich zur bisherigen Stümperei in diesem Bereich bedeutet sie schon einen großen Fortschritt. Nur sollten wir Neuerungen nicht an Schlechtem messen, sondern am Besten. Mein Vorschlag... 

 

Keine Sozialkarte für Arme,

sondern eine Kulturkarte für alle.

 

Den größten Unterschied macht hier der Wegfall von Stigma.

 

Wer eine Sozialkarte vorzeigt, um eine ihm zustehende nötige Vergünstigung zu erhalten, offenbart mit dieser Geste gleichzeitig auch seine soziale Situation. 

 

Das ist sozial unverträglich, also... eine Unzumutbarkeit.

 

Diese Stigmatisierung fällt erst dann weg, wenn alle Kinder oder alle Bürger, ganz gleich, welcher sozialen Kaste angehörend, die gleiche Karte, nämlich eine "Kulturkarte" benutzen. Dieser Karte ist dann nicht (mehr) anzusehen, ob sie vom eigenen Girokonto, von einem Familienmitglied, oder vom Amt für Soziales aufgeladen wurde.

 

 

KulturCard

 

So, wie wir bereits jetzt eine EC-Karte mit „Bargeld“ aufladen können, sollte die Kulturkarte auf verschiedene Weise, bzw. an verschiedenen Orten und über die verschiedenen elektronischen Techniken (z.B. an Geldautomaten) aufgeladen werden können.

 

An sämtlichen Kontoauszugs-Automaten und an allen PCs muß der aktuelle Stand der Optionen jederzeit zur Einsicht bereit gehalten werden.

 

Das Kultur-Konto beinhaltet außer dem üblichen Bargeld auch weitere Möglichkeiten der Teilhabe. So sollte jeder Bürger in die Möglichkeit versetzt werden, gleichberechtigt am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilnehmen zu können.

 

Diese Teilhabe beinhaltet Besuche von parlamentarisch

festzulegenden Veranstaltungen aller Art in einem festzu-

legenden Zeitraum, zum Beispiel... 

  • Gruppen-Unternehmung
  • Tages- und Urlaubsreise
  • Musik-Veranstaltung

  • Sport-Veranstaltung

  • Schüler-Austausch

  • Musik-Unterricht

  • Volkshochschule

  • Bäder-Besuche 

  • Gasthörer/Uni

  • Bildungsreise
  • Restaurant

  • Museum

  • Theater

  • Musical

  • Kirmes

  • Oper

  • Kino

  • u.a.

  

Die Karte kann man natürlich um einiges schöner gestalten, als ich das hier gerade vermochte. Aber... ein Anfang ist getan!

 

Ermittelt werden müssen Art und Umfang der gewünschten Elemente der Teilhabe. Das ist über eine Umfrage nach Umfang der Interessen problemlos zu ermitteln.

 

Ein parlamentarisches Gremium berät die sozialen und kulturellen Optionen, die im Parlament beraten und schließlich beschlossen werden. Dieses Gremium paßt die Bedarfe regelmäßig an, bzw. tariert sie flexibel aus und berät anschließend auf kompetente Weise die Entscheidungsträger.

 

Die nun zugeteilten einzelnen Teilnahme-Elemente sind jeweils nur zu genau diesen Veranstaltungen, verteilt auf den festgelegten Zeitraum, in der festgelegten Anzahl und in der festgelegten Höhe einlösbar. Darüber hinaus gehende Beträge werden automatisch durch die selbe Karte (auf Kosten des Karten-Inhabers) beglichen. 

 

Die Benutzung aller Einrichtungen des öffentlichen Nahver-kehrs sollte generell und für Jedermann kostenlos, oder aber mit dieser Karte ebenfalls abgedeckt sein.

 

So etwas Behinderndes wie ein "Behindertenausweis" ist dann hinfällig. Der bisherige "Studenten-Ausweis" ist zu integrieren.

 

Für das Amt (bzw. die Gesellschaft) beinhaltet dieses Verfahren im Prinzip auch die Möglichkeit einer gewissen Steuerung und damit nebenher auch einer Einsparung von Kosten, denn nicht jeder wird alle Optionen nutzen wollen! Manche Posten können gesammelt, also angespart werden, andere verfallen nach einer festzulegenden Zeit und stehen somit anderen Bürgern zur Verfügung.

 

 

Alternative 

 

Eine Alternative zur Kulturkarte könnte sein, daß jede handelsübliche BankCard technisch so umgestaltet wird, daß sie funktional für sämtliche der hier genannten Möglichkeiten ausgestattet ist.  

 

 

Conclusio

 

Stigma oder gleichberechtigte Teilhabe? Das derzeit praktizierte Hartz4-Modell setzt nicht auf Teilhabe, sondern... auf  Ausschluß.

 

Wir entscheiden, was sie uns wert ist:

 

      

Die Würde des Menschen

  

  

  

 

Öffentlicher Nahverkehr

 

 

Unabhängig von einem beschränkungslosen Grund-Einkommen und unabhängig von der Existenz einer CulturCard für alle Bürger: Die Benutzung aller Einrichtungen des öffentlichen Nah-Verkehrs sollte generell und für Jedermann kostenlos sein.

 

Das gebietet die zu ermöglichende Teilhabe der derzeit monetär nicht ausreichend privilegierten Gruppe von Bürgern am privaten und öffentlichen Leben und damit... die Menschenwürde.

 

Des weiteren werden die Innen-Zonen der Orte und besonders der Städte entlastet, sofern auch viele Autofahrer die attraktiven und intelligent vernetzten öffentlichen Bewegungsmöglichkeiten nutzen.

 

Rechnet man alle derzeitig anfallenden Aufwände bezüglich der Einziehung dieser Gebühren, einschließlich aller Sanktions-Kosten gegen die derzeitigen Gebühren-Einnahmen, wird man vermutlich auf Null kommen. Sollte das nicht der Fall sein, hat die Gemeinde via Steuereinnahme des Bundes den Ausgleich vorzunehmen.

 

  

 

 

Fallenstellung

 

 

Und wenn man schon scharf darauf ist, die Wegelagerei („Radarfal-len“) sogar durch die „Ordnungs"-Kraft Polizei veranstalten zu las-sen, sollten die dabei (für die Gemeinden) abfallenden „Gebühren“ wenigstens auf das Einkommen bezogen, festgelegt werden.

 

Außerdem: Der Staat sollte seinen Bürgern keine Fallen stellen, sondern konstruktive, der jeweiligen Sache angemessene Lösungen erarbeiten.  Falls nötig, muß er sich halt Rat bei den Unternehmern holen. Denn Unternehmer sind es gewohnt, effizient und lösungs-orientiert zu arbeiten.