Toleranz oder Achtung ?

 


Toleranz ist der Verdacht,

daß der andere Recht hat.

 

...sagt Kurt Tucholsky

 

Immer müssen wir den Verdacht haben, daß der andere Recht hat, lieber Kurt und immer müssen wir auch den Verdacht haben, daß wir im Unrecht be-/gefangen sind. Das fordert die Wahrheitsliebe.

 

Frage: Gibt es Toleranz auf Augenhöhe?  

 

Toleranz schließt gleiche Augenhöhe aus. 

 

Denn Toleranz setzt ein ungleiches Verhältnis voraus: Wenn ich jemandes Verhalten toleriere, gewähre ich ihm einen temporären Aktionsraum, den ich ihm jeder Zeit wieder nehmen kann. 

 

Das ist  n i c h t  die selbe Augenhöhe !

 

Tolerant“ bin ich von einer „höheren Stufe“; herablassend, aus der Machtposition heraus, „gnädig“. Die Wirklichkeit zeigt uns:

  

Mit Achtung und Respekt...

begeben wir uns auf Augenhöhe.

 

Toleranz ist des
Mächtigeren
Arroganz.

Respekt

 

 

 

 

Was ist Toleranz ?

J

 

Im Namen der Toleranz sollten wir uns das Recht vorbehalten, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“

– Karl Popper

Frage: Was genau ist eigentlich... "Toleranz"?  

 

Toleranz ist das Vor-

Recht des Stärkeren.

 

Sie kann immer nur so lange gewährt werden, wie die Entschei-dungshoheit (Macht) auf Seiten des Tolerierenden liegt.

 

Sobald sich das Machtverhältnis zu Gunsten des Tolerierten ver-schiebt, verliert der Tolerierende die Möglichkeit zur Toleranz. Dann drehen sich die Optionen auf Toleranz – vielleicht langsam, aber sicher – um 180°. 

 

C'est la vie.  

 

Toleranz gründet 

auf  Un-Balance.

 

Sie gewährt (!) aufgrund von Macht, gnädig und nach Gusto... von Oben nach Unten. Unten bleiben nur die Möglichkeiten von Bitten und Flehen.

 

Toleranz & Gleichheit

 ….schließen sich aus.

 

Toleranz“ beinhaltet die Möglichkeit, sie jederzeit & eigenmächtig  zurückziehen zu können.

 

 

 

 

Toleranz & Idiotie

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Ein Mensch wollt immer recht behalten:

So kams vom Haar- zum Schädelspalten!

– Eugen Roth

 

Einwand: "...da ich eine hohe Toleranzgrenze für "Idioten" habe."

 

Der Satzteil hat es in sich, denn ja,

jede Art Toleranz hat ihre Grenze:

 

Erstens teilst du mit, daß dir die Abgrenzung zu der Gruppe von Menschen, die du "Idioten" nennst, äußerst wichtig ist.

 

Weiters teilst du uns mit, daß DU unter keinen Umständen diesen "Idioten" zugerechnet werden möchtest.

 

Fairerweise solltest du die Menschen, die du "Idioten" nennst, ge-nau benennen/beschreiben, damit sie sich entsprechend schützen und gegebenenfalls ihr Leben nach deinen Vorstellungen verändern können.

 

Dazu müßtest du viertens den "Idioten" als solchen, wie DU ihn siehst, exakt definieren.

 

Fünftens wäre es nett von dir, wenn du den Menschen, die du "Idi-oten" nennst, genau mitteilst, WIE sie diesen/ihren Status verlas-sen können: Was genau sollten sie tun, damit sie von dir nicht mehr zu den "Idioten" gezählt werden?

 

 

Drei weitere Fragen dazu...

 

Frage 1: Was passiert, wenn deine "Toleranzgrenze für "Idioten"" zusammenbricht? Müssen sie sich vor dir fürchten?

 

Frage 2: WIE möchtest du von der Gruppe Mensch, die du "Idioten" nennst, gesehen werden? Möchtest du von ihr geschätzt, geachtet, vielleicht sogar gemocht werden?

 

Oder möchtest du 3. von diesen Menschen lieber gehasst werden?

 

Wie immer deine Antworten aus-

fallen: Sie eröffnen neue Fragen. 😉

 

 

 

 

Leine lassen

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Nur wer sich sicher fühlt, ist tolerant. 

Karl Carstens

  

Dieser Karl trifft es im Vergleich mit anderen Autoren (wie bei-spielsweise Wilhelm Busch, Helmut Schmidt, Theodor Fontane, Kurt Tucholsky, Lew Kopelew, Karl Popper) am Besten. 

 

Toleranz ist, wenn ich einen Bolonka an der Leine haltend,

ihn Strecke und die Lauf-Geschwindigkeit bestimmen lasse.

 

 

      Tolerieren = ist identisch mit „Leine lassen.

                                             

                                                                                         – Nirmalo

 

 

 

 

 

Hochmut

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Immanuel Kant nennt die Toleranz

einen „hochmütigen Namen“.

 

Toleranz ist

Hochmut.

 

Es bedarf einiges an Klarheit und der Bereitschaft zur Wahrheit, um das sehen zu können.

 

 

Toleranz sollte eigentlich

nur eine vorübergehende Gesinnung sein;

sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.

 

– J.W.v. Goethe

 

Hier hat der Johann Wolfgang einen weisen Moment

erwischt und ist mit diesem Satz noch immer aktuell.

 

Toleranz ist (dürftig) 

getarnte Arroganz.

 

Wenn sie nicht „nur eine vorübergehende Gesinnung“ ist, ist sie in Wirklichkeit... Hochmut.