Achtung ! 

 

 

  • Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte.

  • Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Gefühle.

  • Achte auf deine Gefühle, denn sie werden dein Verhalten.

  • Achte auf deine Verhaltensweisen, denn sie werden deine Gewohnheiten.

  • Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

  • Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

  • Achte auf dein Schicksal, indem Du jetzt auf Deine Gedanken achtest ! 

 

Quiz-Frage: Wo steht diese Mahnung geschrieben?

 

A – Gita 

B – Bibel 

C – Koran 

D – Talmud

 

 

 

 

Bedeutende Kleinigkeiten 

 

 

Ich fühle, daß Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.

 

...druckst  Charles Dickens

 

Was immer es an Großem sein sollte, ganz egal, was wir für GROß halten, welche Begegnung auch immer wir für außergewöhnlich und bedeutend halten..., irgendwann vorher müssen wir aufs Klo.

 

Falls wir das nicht berücksichtigen, haben wir die Hosen voll. Und das macht sich nicht besonders gut, in diesem Zustand, in dieser bedeutenden Begegnung mit dieser doch so bedeutenden Person!

 

Also ist der gewöhnliche tägliche Klo-Besuch

das Wichtigste... vor allen anderen Besuchen. 

 

Es gibt nichts Großes und nichts Kleines im Leben:

 

Bedeutend ist das,

dem wir unsere volle

Aufmerksamkeit widmen.

 

 

 

  

Beim Abwasch

 

 

Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber man kann nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen. 

 

Lew Nikolajewitsch Tolstoi

  

Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen und Eisen schmieden. Und sehr wohl kann man genau so – also ebenfalls ohne Liebe – mit Menschen umgehen. Das ist durchaus üblich.

 

Wir können aber auch...

  • in Liebe Holz hacken,
  • in Liebe Ziegel formen
  • in Liebe Eisen schmieden.

 

Wer das kann, wird auch in Liebe mit den Menschen sein können.

 

Schon beim Abwasch können wir

uns einstimmen, in Liebe zu sein.

 

Hier auf der Erde halten wir es nur nie sehr lange aus… in der Schwingung der Liebe. Andernfalls wäre Feindbildung unmöglich.

 

Warum Holz hacken, Ziegel formen und Eisen schmieden von der Liebe ausnehmen?

 

Warum irgend etwas...

von der Liebe ausnehmen wollen?

 

Alles, was wir in Achtsamkeit betrachten oder berühren, wandelt sich... in Liebe. 

 

Bildquelle: http://little-zensations.tumblr.com/post/105450083370
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Achtsamkeits-Prinzip ?

 

 

Typisch für das Kontroll-Bedürfnis des Verstandes ist, etwas zum Prinzip erklären zu wollen.

Wer aber ein achtsames – oder spirituelles – Leben einschlägt ist ja gerade dabei und bereit, aus dem (Roboter-)Denken auszusteigen.

 

  • Bewußtheit bietet uns diese Möglichkeit. Und eine die Bewußtheit fördernde Methode ist die Achtsamkeit.

  • Achtsamkeit ist kein intellektuelles Konstrukt, sondern ein rein praktisches Hilfsmittel, das uns einfach und ganz leicht aus den Aktivitäten des Verstandes löst und in den jetzigen Augenblick katapultiert. Achtsamkeit geschieht, wenn wir ausnahmslos all unserem Tun und Wahrnehmen die volle Aufmerksamkeit schenken.

  • Aufmerksamkeit geschieht, indem wir jedem Schritt, den wir gehen, jedem Wort, das wir sprechen, unsere volle Aufmerksamkeit schenken, indem wir jede unserer Hand-Bewegungen betrachten, jeden Gedanken, der uns durch den Kopf geht und auch jedes Gefühl, das uns begegnet. Aufmerksamkeit bedeutet hier: Beobachten ohne zu werten, ohne zu urteilen, also reine...

  • Beobachtung.

 

Auch wenn es uns anders erscheinen sollte: Der Roboter ist unfrei. Er kann nicht aus seinem Programm aussteigen. Er ist an die ihm gegebenen Anweisungen gebunden.

 

Wir Menschen aber sind so frei, hinter unsere Programmierungen schauen und unabhängig von ihnen wahrnehmen und handeln zu können.

 

Die Programmier-Sprachen, die uns (stecken wir in Unbewußtheit) in roboter- ähnlichen Strukturen binden, nennen wir Prägung, Erziehung, Lernen, Konditionierung.

Teile dieser Sprachen bestehen zudem auch aus Gesetz, Moral und Etikette.

 

Auch das Schreiben kann die Aufmerksamkeit fördern. Eher kontraproduktiv ist dagegen das Lesen.

Denn beim Lesen verlieren wir uns nicht nur in unseren „eigenen“ Gedanken-Gespinsten, sondern zudem auch noch in denen anderer Leute. Wir verlieren sehr schnell die Aufmerksamkeit und das Wahr-nehmen und gleiten statt dessen in das „glauben“ ab. Wir werden unbewußt.

 

 

Achtsamkeit ist kein Prinzip,

sondern gedankenlose Praxis.

 

Aber möglicherweise  gibt es jemanden, der es fertig bringt, eine Dissertation mit dem Titel: "Aspekte zum Prinzip der Achtsamkeit" zu verfassen :-)

 

Das ist ihm jedoch nur möglich, wenn er sich...

  1. vorwiegend im Verstand aufhält und

  2. jede Achtsamkeit vermeidet.

 

 

Künstliche Intelligenz ?

 

 

 

 

Respekt & Reife

 

 

Im Matthäus-Evangelium, Kapitel 15,1,2,11 kommen Intellektuelle zu Jesus und sprechen:

 

Warum mißachten deine Jünger die Überlieferung der Alten? Denn sie waschen sich nicht die Hände vor dem Essen.“ 

Jesus antwortet: „Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.“

 

Letzteres nicht unbedingt, denn was in einem meditativen Zustand aus dem Mund eines Menschen herauskommt, das macht ihn nicht unrein.

 

Wir haben die Wahl, entweder auf dem untersten Niveau unserer Möglichkeiten zu sprechen, wir können uns des weiteren über unsere Mittelmäßigkeit zum Ausdruck bringen, oder wir nutzen den höchsten Grad unseres Potenzials, wenn wir uns äußern.

 

Es ist eine Frage des momentanen Standes der Geistigen Reife, auf dem wir die Entscheidung treffen, von welchem Niveau aus wir uns anderen mitteilen.

 

Wohl gemerkt: Es geht nicht um ein illusorisches Geistiges Niveau, sondern um das tatsächliche Potenzial, das uns im jeweiligen Moment zur Verfügung steht. 

 

 

Geistige Reife

 

 

Übrigens schadet es natürlich nicht, sich vor dem Essen die Hände zu waschen!

 

Dabei geht es aber nicht darum: „Wer erwartet das?“ oder „Wo steht das geschrieben?“ sondern das ist eine Frage des Respekts vor mir selbst, des Respekts vor den Speisen und des Respekts vor den übrigen Teilnehmern der Tafelrunde.

 

Einem mit Bewußtheit gesegneten Menschen wird das so selbstverständlich sein, wie das regelmäßige Zähneputzen. (Reinheits-)Vorschriften sind nicht für den spirituell ausgerichteten, sondern für den unbewußten Menschen verfaßt worden.

 

 

Respekt

 

 

 

 

Achtsamkeit


 

"Es ist möglich, dass der nächste Buddha nicht die Form eines Individuums annehmen wird. Der nächste Buddha wird sich vielleicht als Gemeinschaft zeigen – eine Gemeinschaft, die Verständnis, Liebe und Achtsamkeit praktiziert. Dies dürfte das Allerwichtigste sein, was wir für das Überleben der Erde tun können.” 

 

~ Thich Nhat Hanh

Lieber Thich...,

damit wirst du das Ego einiger Gemeinschaften gut gefüttert haben!

 

Und du setzt mit dem, was du sagst, einen sehr hohen Reifegrad voraus! Ist der gegeben, kann ich sehen, was du siehst: Eine Gemeinschaft, die im Gros mehr im Spirituellen, denn im Sozialen verwurzelt ist.

 

Die Essener mögen eine solche Gemeinschaft gewesen sein.

 

Aber derzeit sind die Gemeinschaften hauptsächlich im Sozialen verwurzelt und das Spirituelle ist keine wirkliche Praxis, sondern lediglich schmückendes Ritual.

 

Es sind gelegentlich allenfalls die Seelen der Gemeinschaften, die Gurus und Meister, die für eine Zentriertheit, für einen gewissen Sog in die Mitte sorgen, weil sie selbst mehr als die anderen im Spirituellen zuhause sind. Aber das sind nur einzelne Menschen.

 

Noch eine Anmerkung: Verständnis und Liebe lassen sich nicht praktizieren. Nur die von dir genannte Achtsamkeit können wir praktizieren, sogar üben.

 

Verständnis können wir nicht praktizieren; es ist eine Frage der Geistigen Reife, wann es sich einstellt – ganz von allein.

 

Und die Liebe... weht, wann und wo sie will. 

Auf sie haben wir überhaupt keinen Einfluß.

 

Sex können wir praktizieren, Liebe nicht. 

 

Achtsamkeit genügt.

Sie ist der Schlüssel.

 

Wenn wir aus der Achtsamkeit nichts ausschließen, wenn wir sie zu allem Denken, Tun und Fühlen einladen, lassen sich Verständnis und Liebe nicht verhindern.

 

 

 

Wenn du durch die Hölle gehst, gehe weiter.

 

...empfiehlt Winston Churchill

Ob Himmel, Hölle oder

sonst wo im Leben: Step by step.

Einfach... Schritt für Schritt... weiter gehen... 

 

 

 

 

Vertiefung

z

  

"Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen!" 

Gorch Fock

Segeln verlangt

erhöhte Aufmerksamkeit.

 

So weit es in unserer Hand liegt, unserem Leben Tiefe zu verleihen, ist es vor allem die Achtsamkeit, die wir dafür nutzen können. Sie können wir in ausnahmslos jeden Moment unseres Lebens einbrin-gen.

 

In jedes Tun,

in jedes Wort,

in jeden Satz,

in jeden Blick.

 

Einwand: "Die wichtigste Dimension des Lebens..." 

 

Könnten wir denn auf eine... verzichten?

 

 

 

 

Tun im Nicht-Tun

 z

 

"Derjenige, der die Untätigkeit in den Handlungen erkennt und die Tätigkeit im Nicht-Tun, ist wahrlich ein Weiser. Selbst wenn er Handlungen ausführt... verweilt er in der Gelassenheit des Selbst."

  

Bhagavad Gita, Kap. IV, 18

 

 

 

Auflösung: D – Talmud