Illusion des Wertes

 

 

1. Der Wert an sich hat keinen Wert. An sich gibt es ihn nicht.

 

2. Wert ist Projektion. Der Verstand projiziert den Wert.

 

Der Wert, den wir den Objekten, menschlichem Handeln oder Kon-strukten beimessen, ist ausschließlich Situations- und damit Zeit-bezogen. Alles nur Mögliche ist nur für eine jeweils sehr kurze Zeit-Spanne wertvoll. Anschließend ist es wertlos  unabhängig von jedem Marktwert.

 

3. Sämtliches Andere sind bloß Gedanken.

 

 

 

 

Wert

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„Nicht alle Steine sind ohne Wert.“

– Von Unbekannt

 

Werte sind nicht real,

sondern Projektionen.

 

Jeder Wert, den wir auf etwas projizieren, ist temporärer und sub-jektiver Art. Die Dinge haben zwar ihren Wert aus sich selbst her-aus, aber einen, den wir nicht kennen, der uns verborgen bleibt.

 

Der objektive Wert...

bleibt uns unbekannt.

 

Wir geben den Dingen einen Wert in Bezug auf uns, in Bezug auf unsere aktuellen Interessen. Meist definieren wir etwas nach sei-nem Gebrauchswert, also subjektiv in unserem Sinne.

 

 

Beispiel Diamant

 

 Das Baby steckt ihn in den Mund.

 Das Kleinkind sortiert es in die Gruppe seiner Murmeln.

 Der Jugendliche wirft ihn gegen die Wand, um seine Härte zu testen.

 Der Künstler hat schon eine Idee, wie er ihn in sein aktuelles Werk integriert.

 Der Erwachsen legt ihn für den Notfall zurück.

 Die Lady prüft seine Wirkung vor dem Spiegel.

 Der Geschäftsmann läßt seinen Verkaufswert ermitteln.

 Der Lehrer hält ihn in der Hand und erzählt etwas von Kohle und starkem Druck.

 Der Weise legt ihn auf die Fensterbank und betrachtet die Lichtspiele.

 Der Sterbende legt ihn beiseite.

 

 

WERT... ist eine Ideedie

ohne Bezug undenkbar ist.

 

 

 

 

Höhere Werte

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Denken und Wissen sollten immer gleichen Schritt halten. Das Wissen bleibt sonst tot und unfruchtbar.“

– Wilhelm von Humboldt

 

Wissen und Denken für sich alleine... genügen noch nicht, Wilhelm!

 

Solange uns noch die Geistige Reife fehlt, werden Denken und Wis-sen vorzugsweise auf archaische Weise genutzt – fern der Weisheit. Mit Wissen & Denken allein sind wir immer noch fähig, uns und unsere Umgebung effizient zu zerstören.

 

Wir müssen lernen, höhere Werte in den Vordergrund zurücken. Wissen & Denken sollten uns lediglich dienstbar sein. Mehr nicht.

 

 

 

 

Wertigkeiten

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Wenn ich in Gott vergeh,

so komm ich wieder hin,

wo ich von Ewigkeit

vor mir gewesen bin.

 

Angelus Silesius

 

Ja, das Leben ist nur eine kleine, eine sehr kleine Episode von Inkarnation in diese (materielle) Form. Wir machen ein paar Erfahrungen, die ohne Körper und damit auch ohne den Emotio-nalkörper nicht möglich sind – mehr nicht.

 

 

   Es ist ein bißchen wie das bekannte Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel:

   Alle Beteiligten wissen: Es ist ein kurzes Spiel, in dem wir den Willen

   und die Emotionen einsetzen können, und das  zufällige  Glück und

   Unglück zudem auch noch eine Rolle spielen. Ein kleines Vergnügen.

   Und dennoch wird das sehr schnell vergessen und es wird ernst! Das

   Spielerische und das Heitere... gehen in Nullkommanichts flöten.

 

 

Der Ernst und das Engstirnige könnten in unserem Leben gar nicht greifen, würden wir uns gelegentlich daran erinnern, daß wir in die-sem Spiel nur einen kurzen Gastauftritt haben.

Also wird sich der bewußte Mensch nicht lange in einen Streit begeben können. Denn Streit und viele andere Dummheiten sind nur in tiefer Unbewußtheit möglich.

 

Der bewußte Mensch stellt sich schon eher die Frage: "Wer bin ich wirklich?" und kalibriert so, au passant, die Wertigkeiten.