Ideen. . .  sind irreal

 

 

Wir nutzen ein Konglomerat von Ideen, die ihrer Natur nach nicht real sind, auch noch niemals waren, an die wir uns inzwischen so sehr gewöhnt haben, daß wir sie für real halten können: Wir haben sie internalisiert.

 

Diese Ideen (obwohl sie nur solche sind) nutzen uns im sozialen Miteinander. Beispiele: Zeit, Geld, Logik (incl. Mathematik), Moral (einschließlich Sitte & Gesetz).

 

Unser Abstand zu diesen Ideen geht gegen Null, weil er uns im täg-lichen Leben nicht, bestenfalls selten und dann auch nur partiell, bewußt ist, sodaß sie den Charakter der Realität annehmen und uns fast... wie real erscheinen.

 

Hilfs-Ideen sind eine Art "Schmiermittel": Sie haben untergeord-neten Wert. Sie dienen der Unterstützung, sind also nicht selbst der Wert.

 

Das Schmiermittel muß (als Hilfs-Mittel) das Rad am Laufen halten – mehr ist es nicht wert. Das Rad muß den Wagen am Laufen halten – mehr ist es nicht wert; es hat auch nur unter-stützende Funktion. Der Wagen muß Leute und Waren von A nach B befördern – mehr ist er nicht Wert, denn auch er ist nicht Selbstzweck, sondern nur ein Hilfs-Mittel.

 

Hilfs-Ideen haben ausschließ-

lich unterstützende Funktion.

 

 

 

 

Eine Idee

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"Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist." 

 

Victor Hugo

Na ja... 

  • Da gäbe es noch das Leben selbst, das schon ein bißchen mächtiger ist, als jede Idee.

  • Dann gäbe es noch das kollektive Unbewußte, das in seiner Macht nicht unterschätzt werden sollte.

  • Dann gäbe es auch noch die Intelligenz, die eine Idee über-haupt erst möglich macht.

  • Und dann gäbe es noch die Liebe, die in ihrer Macht nicht zu ermessen ist und alle unsere Ideen blaß und albern aus-sehen läßt.

 

Wir sollten unseren Verstand mit samt seinen Ideen nicht ganz so wichtig nehmen.

 

 

 

 

Grenzen der Ideen

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Je populärer eine Idee, desto weniger denkt man über sie nach und desto wichtiger wird es also, ihre Grenzen zu untersuchen.“

 

Paul Karl Feyerabend

 

Die Finanzkrise wird besprochen, wie eine Flutkatastrophe. Sie ist aber kein Schicksal, sondern eine menschengemachte Idee. Eine Idee, die dem Ganzen nicht förderlich ist, kann man kippen und gegen eine bessere austauschen.

 

Geld ist ein/das Tauschmittel. Es sollte uns und die Wirtschaft reibungslos unterstützen. Ich halte nicht viel von Verboten. Aber wenn erwiesenermaßen die Gier regiert, sollte jeglicher Handel mit Geld schlicht verboten werden.

 

Eine Idee sollte die Gesellschaft unterstützen und nicht die Gesell-schaft eine Idee.

 

Feyerabend !  

 

Einwand: "Außerdem wird es immer noch genauso viel Gier geben."

 

Ja klar, die Gier ist wie ein schwarzes Loch, verleibt sich Unmengen ein, ohne jemals zu einer Sättigung zu gelangen.

 

Ich kenne das vom Eisessen: Wenn, dann 6 Kugeln. Aber selbst die 7. würde mir vielleicht Magenschmerzen bereiten, aber... immer noch keine Sättigung.

 

Gier ist eine psychologische Krankheit, die letztlich auf Angst ba-siert. Wer von ihr befallen ist, sollte sich in einer Eisdiele austoben, aber nicht in einer Bank.

 

In der Eisdiele schadet er nur sich selbst, in der Bank auch anderen.

 

Ein paar Bankräuber sind auch kein Problem, aber diese Schwärme von Brokern... Und in den Medien wird noch fleißig dafür gewor-ben, es möge sich doch jeder einelne reichlich betätigen oder zu-mindest Börsenspekulationen für voll normal halten!

 

Will dir aber nicht das Vergnügen am Malaga rauben ;-)