Verändern - wen oder was ?

 

 

Frage nicht,

was dein Land für dich tun kann,

sondern was du für dein Land tun kannst!

...sagt John F. Kennedy

 

Das ist chauvinistisches Geschwafel, lieber John. So spricht jemand, der auf manipulierende Weise dumme Leute für den Kriegsdienst rekrutieren will :-)

 

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Das war ein Aspekt, das Zitat zu sehen. Einen weiteren spricht der Jürgen an:     Jürgen Fritz >>von der Gesellschaft her ... denken<<

 

Man kann das auch „Gemeinwohl-Denken“ nennen.

 

Jürgen: "Eine Demokratie kann nur dauerhaft funktionieren"

 

Die „Demokratie“ hat keinen Wert aus sich sich selbst heraus, die Gesellschaft trägt den Wert, die einzelnen Menschen tragen ihn.

 

Demokratie ist nur eine Staatsform unter vielen und sie ist nicht (!) die beste – im Sinne des Gemeinwohls. Wir sind bloß ein bißchen denkfaul, andernfalls würden uns weit bessere Formen in den Sinn kommen. 

 

Sinn und Zweck von  STAAT = ist u.a. die Unterstützung der Gesellschaft dahingehend, daß er den Bürger in die Lage versetzt, sich in reibungsarmem Miteinander freiestmöglich entfalten zu können.

 

Jürgen >>Eine Demokratie kann nur dauerhaft funktionieren, wenn sie auf genug mündigen, emanzipierten Bürgern beruht.<<

 

Darauf sollten wir nicht warten :-)

 

Es genügt, wenn wir es fertig bringen, das Wahlprozedere so zu modifizieren, daß damit gewährleistet ist, daß die „richtigen Leute“ in die Parlamente abgeordnet werden.

 

Es muß sich nicht jeder Mensch für Politik interessieren.

 

In einem Wohnkomplex muß sich auch nicht jeder um Haus-Verwaltung kümmern –- sofern eine fähige Firma beauftragt wurde !

 

Es genügen vergleichsweise wenige Menschen, denen es Freude bereitet, sich dieser Aufgabe und ihrer Herausforderungen zu stellen.

 

Für die angemessene und sachgerechte Erfüllung und Lösung dieser Aufgaben bedarf es ein paar weniger Eignungskriterien, die wir aber sämtlichst von ausnahmslos allen Parlamentariern erwarten sollten:

 

     1. Das Gemeinwohl ist das einzige Ziel seines Handelns 

     2. Wahrhaftigkeit gegenüber Jedermann

     3. Achtung vor sich selbst  (impliziert die Achtung vor Anderen) 

     4. Permanente Offenheit für Intelligenz

     5. Fähigkeit zur kreativen Organisation von Kompetenz

     6. Autonomie  (Kapazität für verantwortungs-bewußtes Entscheiden

 – auf Grund eigener Weisheit)

     7. Stehvermögen  (Stürme von Anwürfen standhalten können) 

 

Wer nur eine dieser wenigen Voraussetzungen nicht erfüllt, gehört freundlich, aber umgehend entlassen.

 

Jürgen >>Dazu gehört unter anderem auch, sich selbst hinterfragen zu können, selbst kritikfähig zu sein, und zwar in doppeltem Sinne, nicht nur fähig zu sein, qualifizierte Kritik an anderen, insbesondere der gesellschaftlichen Ordnung und den gesellschaftlichen Zuständen zu üben, sich mithin ein qualifiziertes Urteil bilden zu können, sondern auch sich selbst qualifizierter Kritik stellen und diese annehmen zu können, z.B. sich zu fragen, was man eigentlich für die Gemeinschaft tut, welchen Nutzen man selbst für andere hat.<<

 

Gäbe es diesen Bürger in genügender Zahl, wir bräuchten lediglich den konstruktiven, nicht aber den regelnden Staat.

 

Tatsache ist aber, daß der Bürger die ego-zentrierte Denkweise bevorzugt. Also bedarf es einen starken Staat, dessen Glieder aber eben nicht (!) den Durchschnitt der Bevölkerung abbilden.

 

Es gibt wohl keinen zweiten verantwortungs-schweren Job, dem gegenüber wir uns eine solcherart anspruchslose Haltung leisten. Wir erkundigen uns lieber nach der Parteizugehörigkeit, statt nach den Befähigungen für die zu besetzenden Ämter zu fragen.

 

Vom Chirurgen erwarten wir...

neben seiner Fachkompetenz, daß er in seiner Tätigkeit das Wohl dessen, für den er im Augenblick tätig ist, an die erste Stelle setzt und nicht auch noch monetäre Interessen Dritter berücksichtigt oder gar vorzieht. 

 

Vom Piloten erwarten wir...

neben seiner Fachkompetenz, daß er nicht bei der nächsten Biege mit einem Geldkoffer abspringt und die übrigen Passagiere dem Autopiloten überläßt. 

 

Vom Lehrer unserer Kinder erwarten wir...

neben seiner Fachkompetenz... Von unserem Schneider erwarten wir Fachkompetenz... In allen Bereichen erwarten wir... Außer bei den Politikern; bei ihnen sind wir äußerst bescheiden:

 

Von den Parlamentariern, also von den Menschen, welche die Geschicke unseres Landes, der Gesellschaft, der Men-schen nicht gerade unwesentlich mitbestimmen, erwarten wir, daß sie  das achtzehnte Lebensjahr vollendet ha-ben.

 

Mehr nicht! Von jedem Autofahrer erwarten wir mehr... als nur das. 

 

Jürgen: "Eine demokratisch organisierte Gesellschaft kann aber nicht primär aus Egomanen, Egozentrikern, Egoisten und Dummköpfen bestehen. Sie braucht möglichst kluge, mündige Bürger, die sich aus innerer Einsicht an gewisse gesell-schaftliche Regeln halten und die sich positiv in die Gesellschaft einbringen."

 

Wir müssen nicht (und können auch nicht) die Menschen ändern :-)

 

Aber wir können (und sollten!) die Voraussetzungen ändern, auf Grund derer sich (auch) die falschen Leute auf die Parlaments-Stühle setzen dürfen.

 

Wenn wir allein dieses fertig bringen, ist schon sehr viel gewonnen!