Reife-Stufen (1-7)

 

 

Zur Erläuterung der Reifestufen hier bildhaft eine Skizze des sich natürlich entwickelnden Mannes.

 

Diese Typisierung ist weder als Mittel zur Pathologisierung, noch als Stigmatisierung gedacht, sondern als Hilfskonstrukt zum Verständnis außerkontextueller* Probleme:

 

(7) Mystiker - Der ins Schweigen gehende...

(6) Weise - Der weise Alte

(5) Lehrer - Der Lehrer  (mit Herzens-Bildung)

(4) Erwachsene - Der verantwortungs-bewußte Mann  ("Halbzeit“)

(3) Rebell - Der alles in Frage stellende, respektlose Jugendliche

(2) Kleinkind -  Nach Zuneigung & Aufmerksamkeit verlangend

(1) – Baby - Das sich alles einverleibende, nimmersatte

 

 

Auf den Ebenen (1) bis (3) ist "brauchen" vorrangig. 

Auf den Ebenen (4) bis (6) ist "geben" vorrangig. 

  

 

*) Ein außerkontextuelles Problem bezeichnet ein Problem, das im Kontext

    des Wahrnehmenden - ohne eine weitere Hilfskonstruktion - nicht verstanden

    werden kann. 

 

Geistige Reife

 

 

 

 

Weltverbesserer 

 

 

Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel

richtig einschlagen können die wenigsten.“

...klagt Henrik Ibsen

 

Zu deiner Zeit mag das so gewesen sein, lieber Henrik, zu meiner Zeit und in meiner Umgebung ist es genau umgekehrt: Die Bau-Märkte sind voll von Menschen, die handwerklich gut drauf sind.

 

Aber man sieht und findet kaum jemanden, der bereit ist, sich auch nur gelegentlich mal ein paar Gedanken zu machen, wie man „die Welt verbessern“ könnte. 

 

Damit ist natürlich nicht die „Welt“ gemeint, die dreht sich perfekt nach ihren Gesetzen, sondern gemeint ist die menschengemachte Rahmenstruktur für das nähere und weitere Miteinander.

 

Hier könnten wir gut ein paar Leute gebrauchen, die auf Grund ihrer Herzensbildung befähigt sind, mit dem Handwerkszeug „eigenständiges Denken“, den Nagel auf dem Kopf zu treffen.

 

 

 

 

Neues Denken 

 

 

Das Denken der Zukunft muß Kriege unmöglich machen!“

 

...fordert Albert Einstein

 

Mit Imperativen kommen wir an dieser Stelle nicht weiter, denn intelligentes Denken, Empathie, Zufriedenheit... und andere Schön-heiten lassen sich nicht verordnen, noch nicht mal einprügeln.

 

Durch simple Forderungen und Proklamationen löst sich kein Kon-flikt in allgemeines Wohlgefallen auf. 

 

Zum intelligenten Denken gehört auch, sich über das, was Kriege (überhaupt Konflikte) möglich macht, ein paar Gedanken zu ma-chen.

 

Krieg ist unmöglich, gar ein Fremdwort, wenn die Energien in Balance sind, wenn also ein starkes Klima der Zu.frieden.heit vor-herrscht.

 

Derzeit geben wir dem Konflikt die Nahrung. (Militärische For-schung, Waffenexport)

 

Das muß nicht so bleiben.

 

Mit etwas Intelligenz gelingt uns eine Umleitung der Energien (Gelder) in die Konflikt- und Glücksforschung, die man dann auch „Zu-Frieden-heits-Forschung“ nennen könnte.

 

Ja, Albert, einen Versuch ist es wert, 

das intelligente...,  das neue Denken.

 

Vision

 

 

 

 

Zu wenig Reife

 

 

Es ist eine ewige Erfahrung, daß jeder Mensch, der Macht in Händen hat, geneigt ist, sie zu mißbrauchen. Er geht so weit, bis er Schranken findet.

Charles Montesquieu

 

Nicht „jeder Mensch“, Monsieur.

 

Es ist eine Frage der Geistigen Reife, ob jemand die ihm überantwortete Macht mißbraucht oder sie z.B. ausschließlich zum Wohl der Gemeinschaft gebraucht.

 

Der Mensch, den Sie beschreiben, bevorzugt eine der niedrig-sten Stufen (2) der Geistigen Reife. Aber ja: Nur recht wenige Menschen erfreuen sich einem solchen Grad an Reife, daß Macht sie nicht korrumpieren kann.

 

Vielleicht sollten wir noch etwas mehr Reife in die Parlamente einfließen lassen?

 

 

 

 

Transparenz

 

 

Je weniger die Leute darüber wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie nachts.

– Otto von Bismarck

 

Jeder Bürger sollte erfahren können, wie Würste und die Gesetze gemacht werden. Wie wäre es deshalb mit mehr  TRANSPARENZ ?

 

Transparenz

 

 

 

 

Ausreden

z

 

"Wer in der Regierung sitzt, muss Brände sofort löschen. Die Oppo-sition kann über die Verbesserung der Feuerwehr in Ruhe nachden-ken." 

 Norbert Blüm

 

Zwar ist es sachlich richtig, was Norbert Blüm da sagt, das entläßt Regierung und Parlament aber nicht aus ihrer Verantwortung der Gesellschaft gegenüber, sich in allen anstehenden Fragen um eine intelligente Vision zu bemühen.

 

"Wer in der Regierung sitzt, muss Brände sofort löschen."

 

Das ist wahr, das gehört zur Arbeitsplatzbeschreibung einer Regie-rung. 

Was du aber scheints nicht verstanden hast ist, daß die Regierung neben dem Lösch-Auftrag auch einen Architektur-Auftrag hat. Aber hier strampelt ihr wie die Kinder, die nölen: „Dafür reicht unsere Legislaturperiode nicht.“

 

Mit der „Periode“ redet ihr euch nur raus.

 

Eine Regierung, die diesen Namen verdient, ist sich auch des Ar-chitektur-Auftrags bewußt und geht die jeweilige Sache mit Intelli-genz und Verve an.  

 

"Politik ist die Kunst, die Menge oder die Mehrheit zu kennen und zu leiten; ihr Ruhm ist nicht, sie dahin zu leiten wohin sie will, son-dern wohin sie muß." 

Joseph Joubert

 

Das setzt voraus, Joseph, daß du zwischen der zu führenden Menge und den Führenden unterscheidest und... das dieses den Führenden klar ist.

 

Du unterscheidest hier

Reife  von  Nicht-Reife.

 

Die gegenwärtigen Repräsentanten gehen dagegen von einer „Gleichheit“ der Menschen in ihrer Reife voraus, sie sind sich des „Problems“ der Ungleichheit gar nicht bewußt. Denn schließlich sind sie (im Großen und Ganzen gesehen) selber unreif: Sie können es nicht sehen und erst recht nicht verstehen. Die meisten der derzeit „Leitenden“ wirken in Bezug auf die Massen wegen des Nichtverstehens hilflos, sie sind überfordert.

 

Mich erinnert die Situation ein bißchen an die

Gesichter des Politbüros... kurz vor Mauerfall.

 

Außer Humor... hilft beten.

 

  

 

 

Die Mehrheit der Verständigen

z

 

Echte Mehrheiten sind die, in deren Reihen sich auch die Mehrheit der Verständigen befindet. 

Hans Kasper

 

Verständige = sind die – der Sache angemessen – reifen Menschen.

Ein Reife-Gefälle kann nur auf der Ebene der Reife gesehen werden.

 

Wer sagt denn schon: „Für dieses oder jenes bin ich nicht reif genug, das muß jemand anderer, kompetenterer übernehmen.“

 

Wer einen Sumpf trockenlegen will, sollte nicht lange mit den Fröschen diskutieren, sondern sie liebevoll umsetzen.

 

Krasss: Sie wollen jetzt auch noch die Kinder (2) Wahlentscheidun-gen treffen lassen :-) Dieser Reifegrad ist doch schon an der Macht.

 

Vielleicht müssen wir erst den Boden der Dummheit erreicht haben, indem wir auch noch der Baby-Reife (1) Gelegenheit geben, Entscheidungen zu treffen, bis wir uns endlich auf die Alternativen besinnen können:

 

Wir könnten – wenigstens abwechslungshalber – den Verständigen eine Chance geben.

 

Der edle Geist