Gespräch 

 

  

Für ein gutes Gespräch

sind die Pausen genauso wichtig,

wie die Worte.

 

Heimito von Doderer

 

Wenn wir uns einigermaßen intelligent verhalten, werden wir uns auch unsere Kommunikations-Muster ansehen und in der Folge zwischen „Gespräch“ und „Labern“ unterscheiden wollen.

 

Wir können das Labern ganz einfach abbrechen, indem wir Bewußtheit einbringen. Das wiederum kann ganz leicht mit einem deutlichen „stopp!“ geschehen. Wir müssen nur ein bißchen mutig sein, :-) denn solche abrupten Darstellungs-Unterbrechungen mag unser Ego gar nicht! Soo gerne sondert es doch alte Erinnerungen und assoziative Gedanken-fetzen-ketten ab – wie unattraktiv diese auch sein mögen.

 

Ein Gespräch beinhaltet die Achtsamkeit gegenüber den übrigen Teilnehmern, beinhaltet Bewußtheit und sogar Momente der Stille. Je mehr Teilnehmer und je öfter sie auch in ihrer Mitte sein können, je mehr Präsenz also, desto besser das Gespräch.

 

 

 

 

Phonetik & Achtsamkeit

 

 

Des Weiteren sollten wir die Phonetik in der Rede nicht außer Acht lassen. Gemeint ist hier sowohl die Rede vor einem größeren Publikum, aber auch das Sprechen in einem kleinen Kreis und ebenso auch die Äußerung bezüglich nur einer anderen Person. 

Wir sollten so deutlich und prononciert sprechen, daß die Aufmerksamkeit dem Zuhörenden nicht zur Qual wird.

 

Ebenso wichtig ist es, daß wir die Sprache nicht „schleifen lassen“, daß nicht durch einen „klagenden Grundton“ den Zuhörenden unnötig übel und damit gar einiges an Energie entzogen wird.

 

Wer unbewußt spricht, läuft Gefahr, durch ein ausuferndes Selbst-Mitleid, Respektlosigkeit und Anderes... den Zuhörern zu schaden.

 

Der Zuhörende sollte – im Gegenteil – durch unsere Rede eine Bereicherung erfahren. Und zwar nicht nur durch den Inhalt der Rede, sondern bereits durch das Entertainment unseres Rede-Beitrags selbst.

 

Achtsamkeit 

im Sprechen. 

 

 

  

 

Wachsamkeit in der Kommunikation 

  

 

 

Weisheit ist, sich selbst

zugunsten von etwas Höherem

zurückzunehmen. 

 

~ William Saroyan ~

 

 

Manchmal kann es aber hilfreich sein, wenn inmitten einer Arbeits-gruppe eine wache Person sitzt. Diese befindet sich „außerhalb der Kommunikation“, ist also ganz bei sich..., in ihrer Mitte.

 

Der "Lärm" des Gesprächs hilft dieser einzelnen Person bei der Meditation, und die meditierende Person hilft der Gruppe, indem sie sie permanent an die jeweils eigene Mitte erinnert. 

Dieser Part kann jederzeit getauscht, also von jeder anderen Person übernommen werden.

 

Sollte sich das Gespräch dennoch mal im Emotionalen verhakeln, kann die „wache Person“ zu einer kurzen Meditation einladen: Alle Beteiligten schließen ihre Augen und tauchen für ein paar Minuten entspannt in ihre Mitte.

 

Das kann zu jeder Zeit wann immer nötig wiederholt werden.   

 

 

Meditation

 

Moderation

 

Parlaments-Moderation 

  

 

 

 

Wachsamkeit

 z

 

 

Wenn sich zwei streiten, ist der, der dem 

Zornigen nicht widerspricht, der weisere. 

 

Euripides 

  

Das ist wohl wahr.

 

Die Voraussetzung, daß zwei Leute in einen längeren Streit fallen können, ist die Unbewußtheit beider Beteiligter.

 

Allein die Bewußtheit einer der beiden beteiligten Personen macht einen Streit über mehr als 7 Sekunden unmöglich.

 

Voraussetzungen für einen Streitder nicht allerspätestens in 14 Sekunden geklärt ist, sind zum Beispiel...

  • Egopflege
  • Unbewußtheit
  • Standpunkt haben
  • Recht behalten müssen
  • Feste Meinungen vertreten
  • Das Verlassen der eigenen Mitte 

 

Sie alle sind Hinweise auf einen - momentan - eher kindlichen (2) Stand der Geistigen Reife. 

 

Ein Streit ist nur möglich, solange mindestens zwei Beteiligte unbewußt sind. 

 

Euripides: "...der dem Zornigen nicht widerspricht."

 

Während der eine im Zorn wütet, kann der andere leicht in seine Mitte gehen. Zorn ist ein gutes Übungsfeld.

 

Und wer erst mal das in-die-Mitte-kommen erkunden muß, pro-biert ein paar der 108 Meditations-Methoden aus und nutzt eine für sich passende... ein paar Wochen lang aus.

 

Vipassana“ ist eine der einfachsten

In einer bequemen Sitz-Position den Atem beobachten. 

 

Wer den Dreh erst einmal raus hat hat, kann in jeder Situation in die Mitte gehen; auch in einer zornigen Atmosphäre.

 

Und wer in seiner Mitte ist, kann nicht mal eben auf das Karussell des Zorns aufspringen. Denn er befindet sich - en passant - auf der Ebene der Weisheit (6). 

 

HIER warten wir geduldig die Abkühlung ab, ohne den anderen... in seinem Film zu stören. Sind wir bewußt, können wir den Zug wählen. Dann müssen wir nicht auf jeden, der vorbeikommt, auf-springen. 

 

Wenn der eine nicht will,

können zwei nicht streiten.

 

Isländisches Sprichwort 

 

 

Bewußtsein

 

 

 

 

Wirklichkeit  . . . in der Kommunikationsform

 

  

kunst, wirklichkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was sehen wir hier?

 

Wir sehen eine Anordnung von 271.800 unterschiedlich gefärbter Quadrate. Mehr nicht. Das ist alles, was uns die Augen mitteilen.

 

Alles weitere, was wir glauben zu sehen und was wir empfinden, bastelt sich unser Verstand auf seine Weise zusammen – je nach dem, wie er zum Beispiel in der frühen Konditionierungs-Phase programmiert wurde.

 

Unsere Kommunikations-Interaktionen werden gerne mal in real und digital unterschieden. Aber was ist „real“, was ist "wirklich", wenn wir jemandem gegenüber sitzen?

 

Ein Sack namens „Haut“, mit dem Inhalt von hauptsächlich Knochen, Exkrementen, Wasser und Fasermaterial und einem Zettel, wo ein Name draufsteht.

 

Alles weitere, was wir glauben zu sehen und was wir empfinden, bastelt sich unser Verstand auf seine Weise zusammen – je nach dem, wie er zum Beispiel in der frühen Konditionierungs-Phase programmiert wurde.

 

Die Wissenschaft sagt uns, der Mensch bestehe letztlich aus einer Anordnung von Molekülen, von atomaren und subatoma-ren Teilchen und alles Dazwischen sei hauptsächlich leerer Raum. Und selbst diese kleinen Partikelchen seien nicht einmal eindeutig Materie, sondern auch Energie und das wiederum, ob dies oder jenes..., sei eine Frage der Sichtweise. Fazit: 

 

Alles weitere, was wir glauben zu sehen und was wir empfinden, bastelt sich unser Verstand auf seine Weise zusammen – je nach dem, wie er zum Beispiel in der frühen Konditionierungs-Phase programmiert wurde.

 

Die "Realität" des vor uns sitzenden

Menschen... bilden wir uns bloß ein. 

 

 

Auf welche Weise wir kommunizieren, ob "real" oder "digital", ist nebensächlich. Das Körperliche und die räumliche Entfernung spie-len zunehmend eine untergeordnete Rolle:

 

Geist trifft auf Geist. 

 

Den Unterschied macht, auf welcher Höhe unserer Geisti-gen Reife wir uns im Augenblick der Begegnung befinden. 

 

 

Das Medium... spielt keine große Rolle,

es hat mit dem Geistigen nichts zu tun.

 

  

Geistige Reife