Macht & Reife

 

  

Macht = ist zunächst (nur) eine aktuell verfügbare Kraft, ein Po-tenzial zur Gestaltung.

 

Die Intention, die Absicht des Macht-habenden bestimmt die Art der Gestaltung. Die Reife dieser Person... bestimmt die Intention.

 

Eine Kraft ist von sich aus neutral.

Sie ist weder "gut" noch "schlecht".

 

Erst unsere Intention, unsere Absichten und der Stand unserer Geistigen Reife zum Zeitpunkt der Macht, bestimmen die Folgen der Handlungen, die sich aus dieser Machtsituation heraus für die Menschen ergeben.

 

"Was das Bewußtsein betrifft, gehören die Politiker der untersten Kategorie an. Sie sind clever, sie sind gerissen. Aber sie sind auch gemein und unternehmen alle Anstrengungen für ein einziges Ziel, das darin besteht, noch mehr Macht zu haben. Ihr einziges Verlangen ist mehr Macht – nicht mehr Frieden, mehr Sein, mehr Wahrheit, mehr Liebe. … Andererseits wurden durch die Genialität menschlicher Intelligenz immer mehr technische und wissenschaftliche Verbesserungen errungen, aber letztlich sind alle ihre Entdeckungen in die Hände der Politiker gelangt.  

In der Tat sollte das Bewußtsein dem technischen Fortschritt immer ein wenig voraus sein. Aber wie es zur Zeit aussieht, sind unsere Mächte groß, aber unsere Menschlichkeit ist sehr klein." 

 

– Osho (Jetzt oder nie, Freiheit & Verantwortung, S.127-129)

 

Aber wir dürfen uns nicht beklagen, denn wir sind es schließlich, die die Macht an den Staat, an die Regierungen, an die Parlamenta-rier delegieren. Also haben wir dafür zu sorgen, daß auch die richtigen, also die reiferen Leute die Stühle in den Plenarsälen besetzen.

 

Wir müssen für das entsprechend wirkungsvolle Auswahlverfahren sorgen, welches gewährleistet, daß die Macht in die Hände solcher gelangt, die auch die erforderliche Reife aufweisen, uns würdig zu vertreten, die also in der Lage sind, das Wohl der gesamten Gemeinschaft im Blick zu halten, eben auf intelligente Weise das Gemeinwohl zu fördern.

 

 

Intention

 

Politische Macht 

 

 

 

 

Kompetenz

z

  

"Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein."

...warnt Orson Welles

 

Ist es aber. Es gibt wohl keinen zweiten verantwortungs-schweren Job, dem gegenüber wir uns eine solcherart anspruchslose Haltung leisten. Wir erkundigen uns lieber nach der Parteizugehörigkeit, statt nach den Befähigungen für die zu besetzenden Ämter zu fra-gen.

 

Vom Chirurgen erwarten wir...

neben seiner Fachkompetenz, daß er in seiner Tätigkeit das Wohl dessen, für den er im Augenblick tätig ist, an die erste Stelle setzt und nicht auch noch monetäre Interessen Dritter berücksichtigt oder gar vorzieht.

 

Vom Piloten erwarten wir...

neben seiner Fachkompetenz, daß er nicht bei der nächsten Biege mit einem Geldkoffer abspringt und die übrigen Passagiere dem Autopiloten überläßt.

 

Vom Lehrer der Kinder erwarten wir...

neben seiner Fachkompetenz...

 

Vom Schneider erwarten wir...

Fachkompetenz.

 

In allen Bereichen erwarten wir... KOMPETENZ.

 

Außer bei den Politikern; bei ihnen sind wir äußerst bescheiden: Von den Parlamentariern, also von den Menschen, welche die Geschicke unseres Landes, der Gesellschaft, der Menschen nicht unwesentlich mitbestimmen, erwarten wir, daß sie das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben. Das reicht. Mehr erwarten wir von ihnen nicht! Von jedem Autofahrer erwarten wir mehr... als nur das.

 

 

 

 

Qualifikationen

 

   

Prädestiniert für den Job des Abgeordneten ist vorzugsweise der junge mittelständische Unternehmer, der seinen Betrieb seit fünf bis zehn Jahren persönlich haftend leitet und diesen noch nicht gegen die Wand gefahren hat.

 

Er bringt nahezu alle Voraussetzungen mit für die Arbeit am Wohlergehen der gesamten Gesellschaft. Seine Fähigkeiten sind naturgemäß umfassend; hier skizziert in ersten Stichworten: 

  • Befähigung, langfristig Verantwortung für Mensch & Betrieb zu übernehmen

  • Vorstellungsvermögen

  • Befähigung zu zielorientiertem Handeln

  • Durchhaltevermögen

  • Befähigung zu kreativem und innovativem Denken

  • Befähigung zu zielführender Kommunikation

  • Erfahrung im Umgang mit selbständigen Unternehmern

  • Erfahrung im Umgang mit Behörden

  • Erfahrung im Umgang mit Mitarbeitern

  • Kreative und logistische Fähigkeiten im Bereich Material-Beschaffung

  • Fähigkeiten, Dinge für alle Seiten gewinntauglich an den Mann zu bringen

  • Die Fähigkeit, Wagnis & Verantwortung in Balance zu halten

  • u.v.a...

 

Kurz: Dieser Mann / diese Frau ist erwiesenermaßen auf vielfältige Weise in der Lage, ERGEBNIS-orientiert zu arbeiten. 

 

Zu wenig von all dem bringt ein Beamter mit, ein Jurist, oder ein Verwaltungs-Angestellter.

 

Und ein Parteimitglied wirkt – wie ein beliebig anderer Lobbyist – vorwiegend blockierend, statt dynamisch... bzgl. des Gemeinwohls.

 

Ein Jurist beispielsweise, ist es von Haus aus gewöhnt, in engen bestehenden Grenzen zu denken. Was in seinem Beruf von großem Nutzen ist, muß es nicht zwangsläufig auch in der politischen Arbeit hilfreich sein – im Gegenteil.

 

Dieser Tage hörte ich, wie jemandem empfohlen wurde – wie sein Onkel – in die Politik zu gehen. `Dort träfe man viele interessante Leute, man könne viele Gespräche führen und käme weit herum´.   

 

Die Parlamente sind

keine Kindergärten!

 

 

Unternehmer-Qualitäten

 

 

 

 

Selbständiges Denken

  

 

Jemand, der die Geschicke eines Ortes, gar eines Landes (mit) bestimmen möchte, sollte diese wenigen Kriterien erfüllen und damit die nötige Reife mitbringen. Das sind wir uns und unserem Gemeinwesen schuldig.

So jemand wird selbstverständlich in der Lage sein, so etwas wie eine Doktorarbeit selbst und eigenständig zu schreiben, als Indiz für die Fähigkeit zu selbständigem Denken  und zu  wissenschaftlichem Arbei-ten.

 

Eine „getürkte“ Doktorarbeit verstößt gegen den vorausgesetzten Willen zur Wahrhaftigkeit und auch gegen die zu Recht zu erwartende Lauterkeit und ist ein Indiz für das Nichtbefähigtsein, die Verantwortung zu tragen, die ein parlamentarisches Amt vor-aussetzt. 

 

Vorsätzliche Täuschung und die Absicht zum Betrug weisen auf eine, für die angestrebte Tätigkeit unterdurchschnittliche, also auf eine nicht ausreichende Geistige Reife hin.

 

Sollte aber mal der Fall auftreten, daß jemand – entgegen seiner früheren Angaben – kein Abitur hat, nicht studiert und auch keinen Abschluß gemacht hat, er oder sie jedoch eine tadellose Arbeit vorweisen kann, ist selbstverständlich nur letzteres, das intelligente Engagement für das Gemeinwohl, von Relevanz.

 

Alles andere...

wäre bloß albern.

 

 

Intelligenz

 

Geistige Reife

 

 

 

 

Experten

  

 

Üblicherweise ist

die Hauptfunktion von „Experten“,

die Delegation von Intelligenz und Verantwortung.

 

Wir sollten unseren Abgeordneten nicht erlauben, ihre Intelligenz in den Urlaub zu schicken, indem sie ihre Verantwortung auf „Experten“ abwälzen.

 

Externe Fachkräfte sollten in Ausschüssen und Kommissionen zwar gehört, in kurzen (!) Sätzen auch zitiert werden dürfen; verant-wortlich für die Erarbeitung aber ist ausschließlich der zuständige Minister, oder die unterzeichnende Gruppe.

 

Wir dürfen unseren Abgeordneten nicht erlauben, sich bezüglich ihres Tuns und Entscheidens aus der Verantwortung zu stehlen, indem sie auf Externa verweisen.

 

Nicht demjenigen, der einen Fehler gemacht hat, sollte gekündigt werden, sondern...

 

 

Wer die Verantwortung nicht übernehmen will oder

kann, ist ungeeignet und... gehört umgehend entlassen. 

 

 

 

 

Bundespräsidium

  

  

Der Bundespräsident repräsentiert Deutschland als Ganzes.

 

Der Bundes-Präsident sollte aus der Gruppe der amtierenden und ehemaligen Mitglieder des  Rates der Weisen  gewählt werden.

 

 

Die Gruppe der Wahlmänner und -frauen bildet sich zur einen Hälfte aus allen Parlamentariern des Bundes und der Länder und zur anderen (in gleicher Zahl) durch den Teil der übrigen Mitglieder der Gesellschaft, der sich per Zufallsverfahren an der Wahl beteiligen möchte.    

Der Reifegrad eines Präsidenten sollte mindestens dem des Lehrers (5) entsprechen.

 

Es wäre doch gar nicht so schlimm, es würde uns vielleicht sogar recht gut stehen, wenn unsere Politiker, insbesondere unsere Regierung und ganz besonders der Repräsentant der Gesellschaft, der Präsident unseres Landes, wenigstens ein bißchen weiser wäre, als die Masse derer, die diese wählen ;-) 

...oder ?

 

 

 

 

Parteien

  

 

Parteien

gehören abgeschafft.

 

Weil sie den Kriterien einer effektiven Gestaltung im Wege stehen und bereits den größten Teil der kostbaren Energie – während der Beschäftigung mit sich selbst – verballern!  Reifegrad (2). 

 

Hinzu kommt dann auch noch der Reibungsverlust, den die Parteien untereinander fabrizieren. Parteien reduzieren die schon eh dünne Kooperations-Fähigkeit noch mal um ein Vielfaches.

 

Auf das Parteien-Geklüngel können wir gut und gerne verzichten, nicht aber auf die Intelligenz.

 

 

Partei-Interesse ist übrigens 

eine Form von Privat-Interesse.

 

 

Parteien