Das Recht

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"Das Recht ist stark nur in des Starken Hand, das Gesetz ist für die Schwachen." 

– Ernst Raupach

  

Nur ein starker Staat kann ein starkes Recht setzen. Wer sind die "Schwachen"?

 

Derjenige, der sein Eigenwohl über das Gemeinwohl stellt, zählt zu den "Schwachen". Er zählt zu denen, die noch nicht in den Erwach- senenstatus (4) gereift sind, die auf einer ego-zentrierten, habgieri-gen und emotional gesteuerten Stufe stehengeblieben sind.

 

Erwachsenenstatus hat, wer sich seiner Verantwortung bewußt ist. Wer in kalter Nacht einem Fremden seinen halben Mantel gibt, braucht kein Gesetz. Derjenige, dessen Nahrung (incl. der Familie) aus einer Handvoll Bohnen besteht und den zufällig vorbeikom-menden Nachbarjungen noch zum Essen einlädt, braucht kein Gesetz. 

 

Das Gesetz ist für "den LottoSpieler". "LottoSpieler" steht hier als nur EIN Beispiel für diejenigen, die ihr Eigenwohl (und das ihrer Familie) über das Wohl anderer stellen.

 

 

 

 

Freiheit & Wohlstand

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 „Jeder will Freiheit haben, und niemand will sie geben.“

– Oliver Cromwell

  

"Nur dann bin ich wahrhaft frei, wenn alle Menschen, die mich um-geben, Männer und Frauen, ebenso frei sind wie ich. Die Freiheit der anderen, weit entfernt davon, eine Beschränkung oder die Ver-neinung meiner Freiheit zu sein, ist im Gegenteil ihre notwendige Voraussetzung und Bejahung."

 Michail Bakunin

 

Nur dann bin ich wahrhaft frei,

wenn alle Menschen,

die mich umgeben, ...

ebenso frei sind wie ich."

 

– Michail Bakunin

 

 

 

 

Erweiterung des Rechts

 

 

Nur dann lebe ich wahrhaft in Wohlstand,

wenn alle Menschen,

auch die etwas weiter entfernt lebenden,

ebenso zufrieden leben können, wie ich.

 

Deva Nirmalo

 

 

 

 

Das Recht

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„Den Namen des Rechtes würde man nicht kennen, wenn es das Unrecht nicht gäbe.“

– Heraklit

In einer liebenden Gesellschaft

wird man nicht wissen, was ein "Gesetzbuch" ist. 

 

Einwand: "...wissen wir auch, dass echte Liebe nicht zu verwirklichen ist."

 

Deine Äußerung läßt erahnen, daß du (noch) keine „echte Liebe“ kennst. Denn wer Liebe kennt weiß, daß das nicht wahr ist. Echte Liebe, bedingungslose Liebe ist der natürliche Zustand, sie ist die Standardeinstellung.

 

Ein anderes, als das Feld der Liebe, muß mit viel Aufwand künstlich (!) aufrecht erhalten werden. 

 

Einwand: "Diese hat man nur in sich selbst und muß in der Gesellschaft ziemlich allein damit leben." 

 

Jemand, der in Liebe ist, ist niemals allein – auch wenn er allein ist.

Ein Liebender strahlt. Er berührt alles, was ihm begegnet mit Liebe.

  

Lange Meditationen... 

können den Weg ebnen.

 

 

 

 

Gesetze - Ersatz für Weisheit 

 

 

Gott hat auf die Gesetzestafeln das geschrieben,

was die Menschen nicht in ihrem Herzen lasen.“

 

...sagt Aurelius Augustinus von Hippo

 

Gesetze – welcher Art auch immer – sind nur deswegen nötig, weil wir glauben, getrennt zu sein.

 

Die daraus resultierende Angst verleitet uns dazu, das Eigenwohl über das Gemeinwohl zu stellen. Damit überantworten wir uns den primitivsten Überlebens-Instinkten und deren Verformungen, die wir als Machtmißbrauch, Egoismus, Gier und Geiz kennen.

 

Auf dieser Basis kann keine Gesellschaft funktionieren. Es bilden sich Gruppierungen, die – auf Kosten der Allgemeinheit – das „Recht des Stärkeren“ durchsetzen.

 

Um dies zu verhindern, hat man den (starken) Staat geschaffen. Er wird installiert, um – stellvertretend für alle – die stärkste ordnende Hand zu bilden. Nun wird „das Recht des Stärksten“ in den Staat projiziert.

 

Alle Kräfte müssen sich ihm und seinen Gesetzen unterwerfen, bzw. der Staat setzt sie machtvoll durch.

 

Um wiederum zu verhindern, daß der Staat selbst zum Despoten wird, ist es erforderlich, daß das Herz oder die Weisheit (sie sind letztlich Synonyme) nicht draußen vor den Parlamenten bleiben!

 

Bisher sollten „Parteien“ eine Sicherung vor möglichem Macht-Mißbrauch des Staates bilden.

 

Aber wir sind an einem Scheideweg angelangt: Die Parteien selbst bilden inzwischen die Blockaden, welche schnelle und intelligente Lösungen von Problemen verhindern und statt dessen über den Einfluß Dritter und deren nicht offen sichtlicher Interessen, zusätzlich neue generieren.

 

Wir schulden es dem Bürger und dessen zunehmender Aufmerksamkeit und benötigen deshalb dringend...

 

  1. Weisheit in den Parlamenten

  2. Echte Bürgerbeteiligung

  3. Größtmögliche Transparenz

 

 

 

 

RECHTsVerständnis 

 

 

Irgendwo hörte ich mal von dieser Geschichte...

 

Wenn bei den Babembas, in Südafrika, ein Mitglied nach den Stammesregeln Unrecht getan hat, legen alle Dorfbewohner unmittelbar ihre Arbeit nieder und versammeln sich in der Dorfmitte in einem Kreis um die betreffende Person und beginnen damit, ihr alle positiven Eigenschaften und von vielen ihrer guten Taten, an die man sich erinnert, in anschaulicher Ausführlichkeit zu berichten. Alle ihre Vorzüge, Freundlich-keiten und Stärken werden ihr vorgetragen.

 

Dieses Ritual der Aufmerksamkeit dauert mitunter mehrere Tage. Erst, wenn diese Person bereit ist, wird sie mit einem Fest wieder willkommen geheißen.  

(Zitat 1) 

 

So arm diese Menschen - materiell gesehen - auch sein mögen, wir sollten uns erlauben, vom Reichtum ihrer Herzensweisheit und dem ihres Rechtsverständnisses zu lernen. 

 

 

Wenn die Liebe abhanden kommt,

          

werden Gesetzbücher gebraucht. Erst dann.

 

  

 

 

Ein Recht auf Recht ? 

 

 

Niemand hat ein Recht

auf alle seine Rechte.  

 

(Zitat 2)

Wo Herz

und Intelligenz verkümmern,

verstricken wir uns in´s Recht-haben-müssen.

 

Einwand: "Entweder man hat eigene Rechte, dann hat man auch ein Recht auf deren Durchsetzung, oder man hat keine Rechte."

 

Mal angenommen, du bist verheiratet.

Mal angenommen, du hast ein Kind.

Mal angenommen, es stand die Trennung an.

Mal angenommen, deine Frau hat gerichtlich erwirkt, 

                                   daß du dein Kind nicht sehen darfst.

Mal angenommen, sie pocht nicht allzu sehr auf ihr Recht...

 

Wäre dir das recht?

 

Von Rechts wegen

hat sie ein Recht auf ihr Recht,

nicht jedoch von Herz- und Intelligenz wegen.  

 

 

Die Liebe hat nicht nur Rechte,

sie hat auch immer recht.  

 

(Zitat 3)

 

 

1) unbekannt; 2) unbekannt;  3) Marie von Ebner-Eschenbach