Schule & Geistige Reife

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Wir kennen „Reife“ zumeist als Mittlere Reife und als Hochschul-Reife. Diese beiden Begriffe sind bloß Zertifikate und haben also mit Geistiger Reife... nichts zu tun.

 

In Wirklichkeit sind sie bloß Tickets für die nächste Bildungsstufe.

 

Um diese beiden Zugangs-Bescheinigungen (und noch einige andere) in der eigenen Biographie listen zu dürfen, bedarf es keiner Reife, sondern lediglich eines festgelegten Kompendiums an Wissen und gewisser kognitiver Fertigkeiten.

 

In den Schulen und Gymnasien, die diese "Reife"-Ausweise ausstellen, wird kaum etwas von dem, was tatsächlich Reife ausmacht, unterrichtet oder den Schülern in sonst irgend einer Form nahe gebracht.

 

Als Ergänzung zu der uns bekannten "Schul-Weisheit“

hier mal ein paar Elemente der  GEISTIGEN  REIFE: 

  • Soziale Kompetenz

  • Kreativität (auch im Denken)

  • Empathiefähigkeit

  • In-Stille-sein können

  • Abstraktionsvermögen

  • Akzeptanz unterschiedlicher (Denk-)Fähigkeiten

  • Authentizität

  • Eigene Konditionierungen erkennen können

  • Fähigkeit zu Perspektivenwechsel

  • Intuition nutzen

  • Zwischen Gewußtem und Geglaubtem unterscheiden können

  • Selbstbewußtsein

  • Offenheit für das Leben

  • Fähigkeit zur Selbst-Beobachtung

  • Verantwortungsbewußtsein

  • Gemeinwohl-Denken

  • Breite Nutzung der Intelligenz

  • Andersartigkeit und Fremdheit „aushalten“ können

  • Befähigung zur Wahrhaftigkeit

  • Über-logische kognitive Fähigkeiten

  • Einfühlungsvermögen

  • Selbständiges Denken

  • Flexibilität

  • Intelligent kommunizieren können

  • Achtsamkeit
  • Denkweisen anderer erkennen und respektieren können

  • Schweigen (aushalten) können

  • Befähigung zur Selbsterkenntnis

  • Zuverlässigkeit (uneingefordert) bieten können

  • Offenheit für (neue) Einsichten

  • Bewußtheit

  • Verzichten können auf Meinungen und Standpunkte

  • Sichtweisen anderer differenziert sehen und aushalten können

  • Lernbereitschaft (im umfassenden Sinne) 

 

All dies spielt in unseren derzeitigen Bildungsanstalten keine oder nur eine kleine, weit unterschätzte Rolle. Deren Curricula haben andere Inhalte. Aber dieses alles – und noch einiges mehr – bildet das, was die GEISTIGE  REIFE ausmacht.

 

 

 

 

Die Neue Schule

 

 

Eine Schule ist erst (und nur) dann „eine gute“ zu nennen, wenn sämtliche Schüler als gewürdigte Individuen liebevoll gesehen werden und ihr geistiges und soziales Vermögen hinreichend gefördert wird, wenn also sie im Mittelpunkt der Entfaltung (Bildung) stehen und nicht die Einrichtung Schule, nicht die Lehrer, nicht die Didaktik, nicht der Stoff und auch nicht... die Erwartungen der Gesellschaft.

 

Die Neue Schule steht in den

Diensten der in ihr Lernenden.

 

Eine Gute Schule ist am Puls der Zeit, sie ist auf der Höhe der technischen Entwicklung, der aktuellen Forschung und des neuesten Wissens, ohne aber die zeitlosen Felder wie Intelligenz, Weisheit und auch Stille... zu verleugnen oder zu vernachlässigen.

 

 

Die Alte Schule lehrte hauptsächlich zwei Dinge: 

  1. die Anpassung an das System, insbesondere an seine Re-präsentanten, die jeweiligen Lehrer und deren Erwartungen und

  2. die Anwendung.

 

Schon das Verstehen bildete nur eine untergeordnete oder auch gar keine Rolle, da die Ausrichtung fast ausschließlich auf das „Ergebnis“ zielte, nämlich auf die zwischenzeitlichen und schluß-endlich zertifizierten BEWERTUNGEN (Abschluß-Zeugnis).

 

Mit diesem Zertifikat wurde der Markt-Wert des Schülers bestimmt, sein „Erfolg“ in der Wirtschaft, im Einkommen, im Ansehen.

 

Die wesentlichen Dinge... kamen in der Alten Schule so gut wie gar nicht vor.

 

Frage: Was sind die wesentlichen Dinge?

  

 

 

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