In einer etwas intelligenteren Gesellschaft 

 

 

Die letzten Generationen waren noch von einem Menschenbild geprägt und überzeugt, daß der Mensch von Natur aus dumm und undiszipliniert sei und daß das Kind folglich mit unnachgiebiger Strenge zu einem nützlichen Glied der Familie, der Gesellschaft und der Nation trainiert werden müßte.

 

Die Trainingsmethoden beruhten auf Angst und Schmerz, auf Demütigung und Mißachtung und nicht selten auf Verachtung.

 

In einer etwas intelligenteren Gesellschaft als der uns bisher bekannten, wird man die Würde des Kindes und auch die eines „leistungslosen“ Erwachsenen ebenso sehen und achten, wie die eines vermeintlich „verdienstvollen“ Menschen.

 

In einer etwas intelligenteren Gesellschaft als der uns bisher bekannten, wird man – ganz selbstverständlich – die Intelligenz und Strahlkraft der Kinder erkennen und sie in der Entfaltung ihrer unterschiedlichen Anlagen fördernd unterstützen – ohne Blick auf wirtschaftliche Nützlichkeit.

 

In einer etwas intelligenteren Gesellschaft als der uns bisher bekannten, wird man keine „eigene Kinder“ mehr „haben“ (wollen). Verantwortlichkeit für das Wohl der Kinder wird nicht mehr instinkt- und ego-gesteuert und an irgendwelche Gene gebunden sein, sondern…

 

X     Verantwortlich ist, wer Verantwortung übernimmt.

 

 

 

 

Mentorenschaft 

 

 

MENTOREN…

werden dieErzieherablösen.

 

Die „Qualität“ des Lehrers verändert sich. Wenn "alles richtig läuft“, wandelt sich der Lehrer, mutiert er zum Mentor.

 

Der Mentor braucht dem Schüler nichts mehr einzutrichtern. Statt dessen ist er ihm so etwas wie ein temporär begleitender Freund.

 

Der Mentor ist ein Organisator

mit psychosozialer Grund-Ausbildung.

 

Die Haupt-Aufgabe und -Funktion des Mentors besteht darin, in einer fast freundschaftlichen Atmosphäre seine Klienten auf ihr jeweiliges in einer beliebigen Situation sichtbar werdendes Potenzial hinzuweisen und dieses dann mit all seinen Möglichkeiten unterstützend zu fördern.

 

Kriterien zur Befähigung zum Mentor:

  • Praktiziert Meditation

  • Offenheit für permanentes Lernen

  • Ausreichendes Organisations-Talent

  • Kann Stärken, Potenziale im Anderen erkennen

  • Ist befähigt, „seine Leute“ zu mögen (Empathiefähigkeit)

  • Erfahren in Encounter und anderen psycho-sozialen Prak-tiken

 

Voraussetzende Ausbildungs-Zweige für Mentoren:

  • Encounter-Gruppen

  • „Aufstellungen“ nach Hellinger

  • Gestalttherapie

  • Kommunikations-Training (Distanz zum Ego, Kommunika-tions-Ebenen)

  • Achtsamkeits-Übungen

  • PC & Internet sind ihm kein „Neuland“

 

Vom Fachlehrer werden diese Qualitäten nicht erwartet.

Hier genügen...

  • Fachwissen mit erforderlichem Quellenzugang

  • ausreichende pädagogische, also vermittelnde Fähigkeiten.

 

 

Quelle: http://little-zensations.tumblr.com
Quelle: http://little-zensations.tumblr.com

Der Mentor nimmt seinem Schützling nichts ab, was dieser selber bewerkstelligen kann. Er steht ihm zur Seite, um –  im passenden Moment –  auf weitere Sichtweisen, auf Öffnungen, Erweiterungen, Möglichkeiten oder Gefahren zu verweisen.

 

Seine Erfahrungen, das Wissen, die institutionellen Kontakte,  seine Sympathie, seine situationsbestimmte Intelligenz und seine Freude: Alles das sind hilfreiche Teile zur Förderung dieser  Möglichkeiten.

 

Wann immer möglich, wird er Verantwortlichkeit delegieren. Denn allein damit werden auf nahezu spielerische Weise auch die höheren Ebenen der Geistigen Reife seines Klientels angeregt.

 

 

Geistige Reife