Intelligenz

z

 

"Ein Gramm Intelligenz ist ein Pfund Bildung wert, denn wo Intelligenz ist, stellt sich die Bildung von selber ein."

 

Louis Bromfield

Wenn ich mir die Gewichtung ansehe:

Scheint ein intelligenter Mann zu sein.

 

Gemeinhin wird unter Bildung eine erhöhte Aufnahme an informa-tivem und kulturellem Lesestoff verstanden, der in Konversation und Rhetorik zum Ausdruck gebracht wird.

 

Das Schöne an diesem Zitat ist, daß er auf das VERHÄLTNIS ver-weist zwischen dem, was (unterschiedlich) unter „Bildung“ ver-standen wird und der Intelligenz.

 

Wir können anhäufen was wir wollen:

Die Intelligenz bestimmt über Fluch oder Segen.

 

Wenn wir anfangen – wie Louis Bromfield – gegenüber von Waren, Wissen, Macht und technischen Fertigkeiten, auf der anderen Waagschale die INTELLIGENZ schätzen zu lernen, sehe ich eine gute Chance für die Politik und für das Wohlergehen der Menschen und der übrigen Wesen. 

 

Einwand: "Sieh dir weltweit Politiker an, deren Bildungs-Niveau sehr gering ist."

 

Wir alle sind es doch, die das unterstützen, was erst ermöglicht, das du hier beklagst. Die Alternative: Eignungskontrollen für Parla-mentarier (Wie schon von je her in allen anderen Sparten üblich).

 

Einwand: "Ihnen ist - aus Machtstreben u. ä. - gar nicht bewusst, dass sie nicht von einem Amt Abstand nehmen, das sie nicht können."

 

Da setzt du eine hohe Geistige Reife voraus – die aber durch die albernen PlakatWahlen  scheinbar  verhindert werden soll.

 

So lange wir das bestehende Wahlsystem unterstützen (z.B. durch wählen gehen), kann kein intelligenter ersonnenes etabliert werden.

 

Einwand: "Ich denke da an die Persönlichkeitsbilung."

 

Da bin ich mit dir einig.   Nur verwende ich einen anderen Begriff.

 

Ja, die Wichtigkeit und Bedeutung des Hinweises auf die Geistige Reife und die Unterstützung ihrer Ausbildung, ihres Erscheinens, ist unserem materiell ausgerichteten Bildungsideal durch den Rost gefallen.

 

Einwand: "Auch eine Art von wichtiger Bildung!"

 

Die noch wichtigere, wenn du mich fragst.

 

Einwand: "...danach verliert auch Intelligenz an Wert."

 

Diese Äußerung zeigt, daß wir offenbar keine Ahnung haben... von Intelligenz.

 

Das liegt (auch) daran, daß unsere Bildungsanstalten und deren Initiatoren in ihrem Streben auf die Anpassung an die Wirtschafts-Gesellschaft ausgerichtet sind und die geistigen Werte für banal und bedeutungslos ansehen.

 

Also müssen wir, die Individuen der Gesellschaft, uns selber, auto-didaktisch um die Annäherung an die wesentlichen Dinge küm-mern.

 

Intelligenz verliert so wenig an Wert,

wie die Liebe jemals an Wert verliert.

 

Daß wir Intelligenz und Liebe für nicht viel wert erachten, ist etwas anderes. Das wiederum weist auf das augenblickliche Niveau unse-rer Geistigen Reife.

 

Einwand: "Beispiel: ein Professor mag gebildet sein und man spricht ihm automatisch Intelligenz zu."

 

So? Das muß nicht sein. Wir sind doch keine Automaten, die ihm etwas zu- oder absprechen. Es liegt ganz bei ihm, ob er sich der Intelligenz, oder... nur des Intellekts bedient.

 

Dann liegt es bei den Rezipienten, ob sie seine Vorlesungen oder Schriften lediglich mit dem Intellekt oder auch mit Hilfe der Intelli-genz betrachten. Nutzen sie die Intelligenz, werden sie sehr wahr-scheinlich Blödsinn von Weisheit unterscheiden können.

 

Und sind sie couragiert genug, werden sie dem Mann den Unter-schied kommunizieren.

 

Belesen (gebildet) zu sein, ist

nicht identisch mit Intelligenz.

 

Einwand: "Intelligenz und Liebe wollen nicht wertgeschätzt werden."

 

Ja, sie „wollen“ nicht wertgeschätzt werden – dazu bräuchten sie einen Willen, also ein Ego. Und sie „brauchen“ unsere Wertschät-zung genau so wenig, wie das Wasser und die Luft.

 

Einwand: "Solange den Beiden ein Wert beigemessen wird und von Verlust oder Gewinn die Rede ist, ist noch etwas faul."

 

Ja, bzgl. des Geschäfts. Nur, solange ihnen von uns aus kein Wert beigemessen wird, ist es noch fauler!

 

Mit zunehmender Reife oder mit zunehmender Bewußtheit wird der Mensch der Intelligenz und der Liebe mit mehr Ehrfurcht und Dankbarkeit begegnen.

 

Und er wird auch der Luft und dem Wasser mit mehr Dankbarkeit begegnen. Er wird vom respektlosen Objekt-Denken zu respektvol-lem Wesen-Denken wechseln.

 

Einwand: Ob Wert, Verlust oder Gewinn, sogar geben und nehmen, das allesamt ist indirekt ein Geschäft. Alles ist Handel.“

 

Keine Ahnung, warum du etwas sagst, von dem du selber genau weißt, daß es nicht wahr ist. Außer: Du bist schon dir selbst gegenü-ber... völlig blind.

 

Handel = ist Austausch aufgrund von Erwartung.

 

Der Händler erwartet mindestens den gleichen, in der Regel einen höheren Wert zurück. Du wirst niemandem glaubhaft erzählen kön-nen, daß du 24/7 als Händler unterwegs und immer darauf aus bist, den besten Schnitt zu machen. Auch du wirst geben, ohne etwas zu erwarten – und sei es ein Lächeln. 🙂