Aus Liebe...  zu den armen Reichen

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   "Es muß Arme geben, damit die Reichen das Gebot der Nächstenliebe

   überhaupt erfüllen können."

Aus einem „Hirtenbrief“ der Bischöfe Spaniens, 1954   

 

 

 

Ja, dann wären sie wohl arm dran, die Reichen, wenn ihnen die Ob-jekte der Nächstenliebe ausgingen. Dann könnte ihnen niemand mehr helfen. 😲 Wer kann denn das schon wollen?!

 

Das gilt nicht nur für Spanien in 1954. Auch bei uns engagieren sich viele Reiche im Umfeld der Suppenküchen für Arme.

 

Also, liebe Arme, bleibt weiter so schön arm: Es ist schließlich für einen guten Zweck.

 Manchmal kann man einfach

nicht glauben,  was man liest.

Spende ist

herablassend.

 

Sie wird "von oben" gegeben und ist (von akuten Umständen abge-sehen) demütigend.

 

Bei aller gerechtfertigten Kritik ist - im Gegensatz zur Spende - der HarTzvIer-Regel-Betrag zuverlässig am 1. des Monats verfügbar; nötigenfalls rechtlich einklagbar. 

 

Der REGELmäßig eingehende SATZ ist der Spende vorzuziehen.

 

Über seine Höhe sollte in öffentlichen Foren differenziert, also möglichst aus eigenen einkaufspraktischen Erfahrungen heraus, verhandelt werden.

 

Der Staat hat - im Rahmen der Möglichkeiten - für das Gemeinwohl zu sorgen, also auch für die Grundvoraussetzungen für ein würdiges Miteinanderleben. Das ist – prinzipiell – seine einzige und vorneh-me Aufgabe.

 

Die „Tafeln“ gehören in die (dunkle) Geschichte.

 

Liebenden Herzen bleiben immer noch genug Möglichkeiten, sich ungehemmt zu entfalten.

 

Liebende brauchen

keine Bedürftigen“. 

 

 

 

 

Armenspeisung

 

 

Suppen-Küchen“ dürfen ausschließlich notfalls, also nur temporär existieren. Niemals dürfen sie zur Dauer-Einrichtung werden!

 

Andernfalls haben wir es mit einem Systemfehler zu tun. Denn dann handelt es sich um das Versagen des Staates: Er hat er die Würde des Menschen nicht angemessen beachtet. 

 

Das Versagen des Staates ist als solches aber auch ein Versagen der Gesellschaft, denn sie ist es schließlich, die den Staat bestellt hat. Sie muß die Aufgaben des Staates genau definieren und ihre Ausführung/Erfüllung begleitend beobachten und begutachten. 

 

 

 

 

Trog - oder Tafel

 

  

Die "Tafeln" sind eine für die Lieferanten lukrative Form der Abfall-Beseitigung. 

 

Auf den ersten Blick sehen sie nach „kostenlos“, nach „Geschenk“, nach „großherziger Spende“ aus, sind aber in Wirklichkeit schlecht kaschierter Hohn.

 

Denn letztlich werden diese Bürger mit Müll beworfen.

Etwas sachlicher formuliert: Man setzt ihn diesen vor.

 

Die Abfälle, die diese Menschen zu essen bekommen, hat meine Mutter früher den Schweinen in den Futtertrog gegeben.

 

Das ist offener Hohn, jenseits jeglicher Philanthropie.

 

Bei den „Lebensmitteln“, die an die Tafeln abgegeben werden, handelt sich um Waren, die für die Händler und Gastronomen keinerlei Wert mehr haben. Zu deren doppelten Vorteil: 

 

Gegen eine „Spenden“-Bescheinigung geben sie ihren Müll ab und sparen auf diese Weise Abfallbeseitigungskosten und... können den Mist auch noch steuerlich absetzen.

 

Eine weitere Mülltrennung findet dann anschließend bei den Tafeln - ebenfalls auf Kosten der Gemeinschaft - statt: Ein Drittel wandert dabei sofort in die Mülltonne.

 

Eine Regierung, die Derartiges zuläßt oder gar fördert, hat sowohl das Gemeinwohl als auch die Menschenwürde aus den Augen verloren. 

 

Wem diese Art Familiensinn gefällt, wird womöglich auch den Fakt, daß man in anderen Ländern Menschen auf Müllhalden ihr Essen „stehlen“ läßt, als großzügige humanistische Geste ansehen?

 

Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan,

das habt ihr  MIR  getan.

 

~ Jesus  v.N. ~

Das sagt jemand,

dem die Menschen gleich gültig sind.  

Jemand, der die Göttlichkeit in  jedem  Menschen sieht. 

  

Die Würde des Menschen gebietet, daß wir Lebensmittel, die eine „durchschnittliche Mutter“ in die Bio-Tonne wirft, nicht als „wohl-wollende Spende“ deklarieren.

 

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Aus der Perspektive der Gesellschaft (nicht der, der Betroffenen): Wer im Zusammenhang von in materieller Armut lebenden Men-schen von "Tafel" redet, sollte konsequenterweise auch das dazu gehörige Silber neben das edle Porzellan legen. 

 

Andernfalls sind die  Tafeln  nicht mehr als Hohn.

 

Eine  e c h t e  Möglichkeit, jemanden an die Tafel zu laden, ist eine Einladung an den häuslichen Eßtisch im Rahmen der Familie. 

 

Damit es aber nicht zum „Lieblings-Berber“ kommt, könnte der Zufallsgenerator dienlich sein.